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Wimbledon - Nach Aus gegen Tatjana Maria stichelt Jelena Ostapenko: "Sie hatte so viel Glück"
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Publiziert 05/07/2022 um 11:45 GMT+2 Uhr
Die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko hat nach ihrem Achtelfinal-Aus gegen ihre deutsche Kontrahentin Tatjana Maria geschossen. Auf der Pressekonferenz nach dem Match in Wimbledon behauptete sie, die Deutsche habe nur mit "viel Glück" gewonnen und stichelte: "Sie hat nichts gemacht, nur auf meine Fehler gewartet." Auch gegen den Schiedsrichter richtete die 25-Jährige scharfe Kritik.
Jelena Ostapenko stichelte nach ihrem Aus im Achtelfinale gegen Tatjana Maria
Fotocredit: Getty Images
Schon nach dem 5:7, 7:5, 7:5 für die 34 Jahre alte Bad Saulgauerin am vergangenen Sonntag hatte Ostapenko ihren Frust offen zur Schau gestellt. Erst gratulierte sie Maria nur mit einem kurzen und lustlosen Handshake, dann warf sie ihre Wasserflasche zu Boden, sodass ein Stuhl umfiel.
Die Zuschauer auf Court 1 quittierten den Wutausbruch der Lettin mit einem Pfeifkonzert.
Doch auch auf der Pressekonferenz hatte die Nummer 17 der Weltrangliste ihre Emotionen nicht unter Kontrolle und stichelte unaufhörlich gegen Maria, die zuvor zwei Matchbälle abgewehrt hatte.
"Ich dachte, dass das mein Match war. Ich musste es gewinnen. Sie hatte in einigen Momenten einfach so viel Glück, dass sie zurückkommen konnte", sagte Ostapenko.
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Jelena Ostapenko in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Maria habe "nur auf Fehler gewartet"
Maria habe im Spiel "nichts gemacht", sondern "nur auf meine Fehler gewartet", meinte eine frustrierte Ostapenko. Der Lettin unterliefen 57 Unforced Errors. Allerdings provozierte Maria mit ihrem starken Slice-Spiel zahlreiche Fehler der 25-Jährigen.
Dennoch war Ostapenko der Meinung, die "bessere Spielerin" gewesen zu sein und trat erneut gegen ihre Gegnerin nach: "Wenn ich gegen eine großartige Spielerin verliere, die mich gerade in einem tollen Match geschlagen hat ... - aber heute habe ich einfach mein Match verloren."
Schon beim Vorbereitungsturnier in Birmingham hatte Ostapenko mit ihrer Direktheit für Aufsehen gesorgt. Mitte Juni hatte sie die Kanadierin Rebecca Marino 6:2, 5:7, 6:3 bezwungen und im Anschluss die Kräfteverhältnisse - aus ihrer Sicht - beschrieben.
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Tatjana Maria in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Ostapenko bekannt für Direktheit
"Ich bin froh, dass ich gewonnen habe, denn mein Niveau ist um Längen besser als ihres - und das habe ich gezeigt", hatte sie auf dem Ann Jones Court zu Birmingham gesagt.
Darauf angesprochen erklärte sie ihre Offenheit in Wimbledon: "Wozu Interviews geben, wenn man nicht sagt, was man denkt?"
Entsprechend nahm sie auch bei der Bewertung der Schiedsrichterleistung im Achtelfinale gegen Maria am Sonntag kein Blatt vor den Mund und schob dem Umpire eine Mitschuld an der Niederlage zu.
Ostapenko kritisiert Umpire
Beim Stand von 5:5 im dritten Satz habe "der Schiedsrichter einen großen Fehler gemacht, als es Breakball bei meinem Aufschlag gab und ich keine Challenge mehr hatte. Leute, die das Match beobachtet haben, haben mir geschrieben, dass der Ball ziemlich deutlich im Aus war", behauptete Ostapenko.
Besonders aber dass ihr mit Maria, der Nummer 103 der Weltrangliste, eine im Ranking deutlich schwächer platzierte Spielerin den Traum vom zweiten Grand-Slam-Titel zerstörte, fuchste Ostapenko, die sich vornahm, "nie mehr gegen so eine Spielerin zu verlieren."
Für Maria öffnet sich in ihrem persönlichen Wimbledon-Märchen am Dienstag auf Court 1 das nächste Kapitel.
Im deutschen Viertelfinale trifft sie ab 14:00 Uhr auf ihre Landsfrau Jule Niemeier. Eurosport.de begleitet das Duell für Euch live im Ticker.
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Schett: Darum sind die Erfolge von Maria und Niemeier so wichtig
Quelle: Eurosport
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