Boris Becker nach Kritik an Alexander Zverev versöhnlich: "Bin auf seiner Seite - ich will, dass er gewinnt"
VonJan Zesewitz
Update 24/06/2025 um 13:48 GMT+2 Uhr
Nach dem Viertelfinal-Aus bei den French Open hat sich Boris Becker bei Eurosport kritisch zu Alexander Zverev geäußert und auch dessen Team-Zusammenstellung infrage gestellt. Die deutsche Nummer eins wehrte sich am Rande des Rasen-Turniers in Stuttgart gegen die Kritik. Becker erklärte nun in einer Live-Aufnahme seines Podcasts mit Andrea Petkovic seine Beweggründe.
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Quelle: Eurosport
"Ich bin ja auf seiner Seite. Ich will ja, dass er gewinnt", sagte Becker während des WTA-Turniers in Bad Homburg (täglich live im TV bei Eurosport). "Es sind ja auch nur Verbesserungsmöglichkeiten oder Hinweise."
Nach dem Aus in Roland-Garros gegen Novak Djokovic empfahlen sowohl Becker als auch Eurosport-Expertin Barbara Rittner in der Sendung Matchball Becker bei Eurosport neue Impulse für den Weltranglisten-Dritten.
Zverev wehrte sich kurz darauf: "Wenn es bei mir gut läuft, mache ich immer alles richtig, wenn es bei mir schlecht läuft, sind immer alle sehr, sehr schlau. Da gehört Boris leider dazu", sagte er in Stuttgart.
Becker schlug an der Seite von Petkovic in Bad Homburg versöhnliche Töne an. "Ich bin überzeugt, dass er die Nummer eins der Welt werden kann", sagte der 57-Jährige. "Ich bin überzeugt, dass er einen Grand Slam gewinnen kann", sagte Becker: "Es ist mit Abstand der beste Deutsche. Deswegen mache ich diese Aussagen. Ich sehe das Potenzial. Ich sehe die Chance."
Becker sieht "guten Dialog" mit Zverev
Der Hauptpunkt der Kritik betraf das Team Zverevs, das von seinem Vater und seinem Bruder Mischa angeführt wird. Neue Impulse und eine Stimme von Außen könnten helfen, die in der Karreire des Hamburgers fehlenden Ziele zu erreichen: Nummer eins der Welt zu werden und ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.
"Es liegt an ihm, sich weiterzuentwickeln", sagte Becker, der einen "guten Dialog" zwischen sich und dem Spieler sieht. "Ich glaube, auch in einer guten Partnerschaft muss man nicht immer einer Meinung sein."
Die Rasen-Saison verlief für Zverev bisher gut. In Stuttgart scheiterte er erst im Finale an "Angstgegner" Taylor Fritz, in Halle war im Halbfinale gegen Daniil Medvedev Schluss. Am Sonntag startet das nächste Grand-Slam-Turnier in Wimbledon - mit dem Deutschen als Nummer drei der Setzliste.
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