Wimbledon 2026: Alexander Zverev liefert formidable erste Woche im All England Club - was jetzt für den Finaleinzug spricht
Alexander Zverev hat die erste Woche beim Klassiker in Wimbledon sauber über die Bühne gebracht, einen Viersatz- und zwei Dreisatzsiege eingefahren. Ernsthaft in Gefahr geraten ist der Hamburger auf seinem schwächsten Belag nicht. In den ersten drei Grand-Slam-Partien als Grand-Slam-Sieger hätte er eine neue "Selbstverständlichkeit, vielleicht ein bisschen Arroganz" im positiven Sinne gespürt.
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Quelle: SNTV
"Es hilft, wenn man den letzten Punkt gewinnt", erklärte Alexander Zverev mit einem Lachen, als er nach dem Einzug ins Achtelfinale im On-Court-Interview mit Annabel Croft gefragt wurde, wie er die Partie gegen Marcos Giron für sich entschieden habe.
Der 29-Jährige präsentierte sich in blendender Laune, er habe nun mal diesen "seltsamen Sinn für Humor". Der blitzte gleich noch einmal auf, als ihm Croft, einst selbst Tennis-Profi, eröffnete, dass er im bisherigen Turnierverlauf mit 132 Meilen pro Stunde (ca. 212 km/h) den höchsten Temposchnitt beim Aufschlag habe.
"Wenn man so etwas erzählt bekommt, dann geht es meist gleich wieder zurück", scherzte Zverev und versprach, seinen Schnitt in der zweiten Woche auf 133 mph zu steigern.
Tatsächlich aber ist der Aufschlag ein elementarer Faktor bei Zverev, auf Rasen ebenso wie auf allen anderen Belägen. "Es ist einfach gut, wenn du einen Schlag hast, auf den du dich verlassen kannst", berichtete der Weltranglistendritte.
Zverev brandgefährlich am Netz
Der starke Aufschlag ist aber nur ein Grund für das Erreichen des Achtelfinals und die damit verbundene Chance aufs erste Viertelfinale in London. Auffällig war auch, dass Zverev in vielen Phasen tiefer im Platz steht, offensiver agiert. Das nutzte der Olympiasieger von 2021, um häufig ans Netz zu kommen - und das mit Erfolg.
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Alexander Zverev in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
57 Mal griff Zverev bei diesem Wimbledon-Turnier am Netz an, 45 Mal holte er den Punkt. Eine beachtliche Quote von knapp 80 Prozent und ein Element im Spiel, das ihn für die Gegner schwerer ausrechenbar macht. Zumal der French-Open-Champion in der Vergangenheit nicht gerade als begnadeter Netzspieler auffiel.
Und dann klappen eben auch knifflige Schläge in wichtigen Moment. So wie im Tiebreak des zweiten Satzes gegen Giron, den er mit einem präzisen Volley-Stopp zum 7:4 für sich verbuchte. Man darf vermuten, dass dies die Momente sind, in denen er von der neuen "Selbstverständlichkeit" profitiert.
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Quelle: SNTV
Ein bunter Mix an Herausforderungen für Zverev
Ebenfalls wichtig: Zverev löste in der ersten Woche an der Church Road drei gänzlich unterschiedliche Aufgaben. Zum Auftakt stand er Aufschlagspezialist Alexander Blockx aus Belgien gegenüber, dann ging es gegen Valentin Royer, der über seine gute Vorhand kommt, sich auf Rasen aber schwertut.
Drittrunden-Herausforderer Giron wiederum eilte der Ruf eines durchaus ernst zu nehmenden Gegners auf Rasen voraus, vor zwei Jahren holte er auf dem Belag den Titel beim ATP-Wettbewerb in Newport.
Es war ein bunter Mix an Stärken und Spielweisen, mit den Zverev es zu tun hatte - wenngleich nicht auf höchstem Niveau.
Zverev: "Lehecka unfassbar schlecht oder unfassbar gut"
Das trifft dann schon eher auf Jirí Lehecka zu. Der Tscheche ist an Position 14 der Weltrangliste notiert, hat eine ausgeglichene 1:1-Bilanz gegen Zverev und erreicht bereits 2023 das Achtelfinale im All England Club.
Zverev überraschte mit einer markigen Einschätzung des 24-Jährigen. "Jirí ist einer, der entweder unfassbar schlecht oder unfassbar gut spielt", befand Deutschlands Nummer eins.
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Alexander Zverev gehört in Wimbledon zu den Favoriten
Fotocredit: Getty Images
Allerdings habe Lehecka diese Woche drei "souveräne Matches gespielt", weshalb er von einem starken Gegner ausgehe. "Das dürfte die größte Challenge werden, die ich bisher hatte", betonte Zverev im Gespräch mit "Prime".
Weg ins Finale über Angstgegner Fritz?
Dennoch: Er ist klarer Favorit gegen Lehecka und hat mit dem Selbstbewusstsein des Roland-Garros-Siegers auch bessere Karten im möglichen Viertelfinale gegen "Angstgegner" Taylor Fritz.
Im Halbfinale könnte Alex de Minaur warten, erst im denkbaren Endspiel gegen Titelverteidiger Jannik Sinner müsste er die Favoritenrolle wohl abgeben.
Zukunftsmusik, die im Zverev-Lager noch lange nicht abgespielt wird. Der Hamburger fokussiert sich aufs Achtelfinale am Montag (Liveticker) und versucht die Welle zu reiten - oder wie er es selbst ausdrückt: "Du bist in einer Phase, wo alles wie so ein rollender Ball einfach rollt. Das muss man ausnutzen. Es ist sehr schwer, in diese Phase reinzukommen, aber sehr leicht, rauszukommen."
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Quelle: SNTV
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