Wimbledon 2026 - Bricht Alexander Zverev im Finale gegen Jannik Sinner endlich seine Niederlagenserie?
Update 11/07/2026 um 23:55 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev spielt am Sonntag in Wimbledon um seinen zweiten Grand-Slam-Titel. Doch im Finale steht im niemand geringeres als der Weltranglistenerste und Titelverteidiger Jannik Sinner gegenüber. Die Bilanz spricht klar für den Italiener, der die letzten neun Duelle mit dem Hamburger für sich entscheiden konnte. Kann Zverev die Negativserie ausgerechnet auf dem heiligen Rasen beenden?
Highlights: Zverev beendet "Fery-Tale" - Djokovic schlägt Sinner
Quelle: Eurosport
In Wimbledon spielen Alexander Zverev und Jannik Sinner am Sonntag (17:00 Uhr im Liveticker) zum 15. Mal auf der ATP-Tour gegeneinander. Nach den Australian Open 2025 ist es zudem das zweite Duell in einem Grand-Slam-Finale.
Doch der 29-Jährige wird alles daran setzen, dass dieses Mal ein anderes Ergebnis auf der Anzeigetafel zu lesen sein wird. Denn damals verlor Zverev klar 3:6, 6:7 (4:7), 3:6. Es war die zweite Niederlage in Serie gegen Sinner - sieben weitere sollten folgen.
Seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden im Masters-Finale von Madrid hat sich aber etwas Maßgebliches verändert: Der Deutsche darf sich nach seinem Triumph bei den French Open mittlerweile auch Grand-Slam-Sieger nennen.
Sinner, selbst schon viermaliger Major-Champion, erwartet daher eine andere Herausforderung. "Was auch immer in der Vergangenheit war, ist vergangen. Seither hat er ein Grand-Slam-Finale gewonnen. Das hat ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Man sieht das Level, das er hier abruft", erklärte der Südtiroler nach dem Sieg im Halbfinale gegen Novak Djokovic.
Pat Cash: Zverev muss auf Aufschlag vertrauen
"Es wird sehr schwer und anders als die bisherigen Duelle mit ihm", meinte Sinner. Der Majortitel habe Zverev deutlich mehr Selbstvertrauen geschenkt. "Das sieht man daran, wie aggressiv er hier spielt."
Ein weiterer Vorteil könnte für den Olympiasieger der Belag sein. Denn auf Rasen standen sich die beiden Topspieler noch nie gegenüber. Besonders der Aufschlag von Zverev könnte dabei zu seinem Trumpf werden.
Das glaubt auch Ex-Wimbledon-Champion Pat Cash. "Auf Rasen kommt der Aufschlag besser zur Geltung. Und Zverevs Aufschlag ist, wie wir wissen, absolut phänomenal", meinte der Australier bei der "BBC" nach dem Halbfinale gegen Arthur Fery.
"Ich weiß nicht, ob er gewinnen wird, aber wenn es überhaupt eine Möglichkeit gibt, dass er diesen Fluch bricht, dann hier." Sollte es zu einem Tiebreak gegen Sinner kommen, könne Zverev dort zudem eine weitere Stärke ausspielen. "Seine Bilanz im Tiebreak ist unglaublich, er ist der Tiebreak-Meister", so der 61-Jährige. Von sieben Tiebreaks in Wimbledon gewann Zverev sechs.
Sinner hat Djokovic im Halbfinale im Griff
Djokovic warnte jedoch auch vor dem Service der Nummer eins. "Es ist ein sehr unberechenbarer Aufschlag mit großartiger Variation und großartiger Balance", meinte der Serbe. Es sei seit einer Umstellung der Technik "extrem schwer zu lesen" und "zu einer echten Waffe geworden".
Diese Einschätzung untermauert auch eine Statistik aus dem Halbfinale: Sinner gewann 88 Prozent der Punkte, wenn sein erster Aufschlag kam. Bei Zverev lag die Quote zum Vergleich sowohl im Halbfinale gegen Fery als auch im Viertelfinale gegen Taylor Fritz bei 77 Prozent.
Nach dem Sieg bei den French Open surft der Deutsche allerdings weiter auf einer Erfolgswelle, während Sinner seit seinem Schock-Aus in Paris nicht mehr unbezwingbar wirkt. Die Chancen für Zverev, den Fluch endlich zu brechen, stehen daher so gut wie nie zuvor.
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Highlights: Zverev unwiderstehlich, "Fery"-Tale geht weiter
Quelle: SNTV
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