Wimbledon: Novak Djokovic hat im Viertelfinale "zu viel Energie verbraucht" - Greg Rusedski warnt vor Sinner-Duell
Publiziert 09/07/2026 um 16:24 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic kämpfte sich in Wimbledon in einem Fünfsatzthriller gegen Félix Auger-Aliassime ins Halbfinale. 5:15 Stunden standen am Ende auf der Uhr. Doch nun wartet der Weltranglistenerste Jannik Sinner auf den Rekord-Grand-Slam-Sieger. Der ehemalige Weltranglistenvierte Greg Rusedski sieht den Titelverteidiger aus Italien angesichts des Marathonmatches von Djokovic als klaren Favoriten.
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Quelle: Eurosport
In seinem Podcast "Off Court with Greg Rusedski" erklärte der 52-Jährige: "Ich lege mich fest: Djokovic hat zu viel Energie verbraucht. Normalerweise kann er sich erholen, aber diesmal könnte genau das das Problem werden."
Der Serbe stellte gegen Auger-Aliassime mit dem längsten Viertelfinale der Turniergeschichte am Dienstag einen neuen Rekord auf. Das Spiel musste nach über fünf Stunden im Match-Tiebreak entschieden werden, Djokovic gewann am Ende 7:6 (10:8), 3:6, 6:3, 6:7 (4:7), 7:6 (10:4).
Besonders physisch kostete das Duell mit dem Kanadier viel Kraft. Rusedski glaubt daher, dass Sinner die besseren Karten für das Halbfinale am Freitag hat und den Vorteil clever ausspielen wird. Der 24-Jährige werde "die Ballwechsel lang machen. Djokovic wird nicht so konstant über die Rückhand dominieren können wie zuletzt."
Es stelle sich nach dem Fünfstundenkracher ernsthaft die Frage: "Wie soll er sich in 48 Stunden regenerieren?" Sinner hatte in seinem Viertelfinale gegen Jan-Lennard Struff deutlich weniger Mühe und gewann in drei Sätzen.
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Sinner deutlich kürzer auf dem Platz als Djokovic
Einzig in der ersten Runde gegen Djokovic' Landsmann Miomir Kecmanovic stand die Nummer eins mehr als drei Stunden auf dem Platz. Insgesamt etwas mehr als 13 Stunden verbrachte Sinner bisher in Wimbledon auf dem Rasen.
Zum Vergleich: Halbfinalgegner Djokovic, der beim Rasenklassiker seinen achten Titel und 25. Majorerfolg jagt, kommt dagegen auf fast 17 Stunden Spielzeit.
Der Serbe geht dennoch selbstbewusst in das Match gegen Sinner: "Ich versuche mir selbst und allen anderen zu beweisen, dass ich noch immer mit den besten Spielern der Welt mithalten und sie auf den größten Bühnen schlagen kann."
Er hoffe, dass ihm "das in London noch ein oder zwei weitere Male gelingt". Bei den Australian Open zu Beginn der Saison hatte Djokovic den Weltranglistenersten im Halbfinale geschlagen.
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Quelle: SNTV
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