Iga Swiatek erklärt ihren Ausraster bei Halbfinal-Niederlage von Indian Wells - und schießt gegen ihre Kritiker

Tennis-Star Iga Swiatek hat sich zwei Tage nach ihrem Ausraster in Indian Wells im Halbfinal-Match gegen Mirra Andreeva via "Instagram" entschuldigt. Auf mehreren Seiten versuchte die Polin aber auch, sich für den Vorfall mit einem Ballkind zu rechtfertigen. Swiatek rechnete dabei mit ihren Kritikern und Verurteilungen ihr gegenüber ab und nannte zwei zentrale Punkte.

Iga Swiatek lässt ihrem Ärger freien Lauf.

Fotocredit: Twitter

Wenn eine Profi-Sportlerin ein Instagram-Statement über fünf Seiten veröffentlicht, dann gibt es einiges zu erklären.
Nach ihrem verlorenen Halbfinale beim WTA-Turnier in Indian Wells gegen Andreeva war auf Iga Swiatek ordentlich Kritik eingeprasselt. Nicht nur wegen der Niederlage, sondern auch wegen eines unglücklichen Vorfalls auf dem Court.
Was war passiert? Swiatek hatte über das ganze Match hinweg ihren Emotionen Luft gemacht. In einer besonders hitzigen Situation kochte der Frust dann über.
Ein Ballkind warf der Polin einen Ball zu, Swiatek feuerte diesen jedoch direkt hart auf den Boden zurück. Der Ball verfehlte den Balljungen nur knapp.

Swiatek: "solch harte Verurteilungen nicht erwartet"

Auf Swiatek prasselte nach dem Spiel eine Menge Kritik ein. Nach zwei Tagen Bedenkzeit äußerte sich die ehemalige Nummer eins nun via "Instagram" zu dem Vorfall. Sie sei "nicht stolz" auf ihre Verfehlung und hatte nie die Absicht, jemanden mit dem Ball zu treffen, schrieb sie.
Sie habe aber auch "solch harte Verurteilungen nicht erwartet", sagte die fünffache Grand-Slam-Siegerin. Sie habe sich direkt bei dem Jungen entschuldigt, ergänzte die 23-Jährige.
Swiatek betonte aber auch, dass sie schon viele Spieler gesehen habe, die einen Ball wegschlugen.

Swiatek spricht über "hartes halbes Jahr"

Für ihre aktuell geringe Frustrationsschwelle hat Swiatek eine Erklärung: "Die zweite Hälfte des letzten Jahres war extrem hart für mich."
Die Umstände rund um den positiven Dopingtest der 23-Jährigen hätten ihr schwer zu schaffen gemacht.
Dass sie zum Ende des vergangenen Jahres die Rückkehr an die Weltranglistenspitze verpasste, habe sie zudem geärgert. "Ich weiß, dass es falsch ist zu spielen, wenn man noch tief im Frust steckt", gestand Swiatek. Sie bedankte sich bei ihrem Team, dessen Support habe ihr geholfen.

"drei Wochen jeden Tag geweint"

Swiatek kontert ihre Kritiker und führt an, dass egal, wie sich verhalte, Negatives daran gefunden werde: "Wenn ich hoch fokussiert bin, werde ich Roboter genannt und mein Verhalten als unmenschlich bezeichnet. Jetzt, wo ich mich ausdrucksvoller verhalte, werde ich hysterisch genannt."
Diesen "ungesunden Standard" prangere sie an und verwies erneut auf ihre Leidenszeit nach dem positiven Dopingtest. "Ich habe drei Wochen lang jeden Tag geweint", sagte sie.
Trotz der Offenbarung ihrer Gefühle glaube sie nicht, dass sich etwas ändern werde. "Ich sehe, wie sehr wir Verurteilungen und das Kreieren von Theorien lieben", sagte Swiatek.
Dennoch bedankte sich die Warschauerin bei den Fans, die sie weiterhin uneingeschränkt unterstützen. "Ich arbeite hart an mir, manchmal vielleicht zu ambitioniert", sagte Swiatek.
Aber: "Auch wenn ich zwei Schritte nach vorne gehe und einen zurück, bin ich mir sicher, dass ich meine Ziele erreichen werde."
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Quelle: Perform


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