Aryna Sabalenka sucht vor den French Open ihre Form: Körperliche Probleme bereiten der Nummer eins vor Paris Sorgen
VonNiklas Bien
Update 11/05/2026 um 22:01 GMT+2 Uhr
Aryna Sabalenka sucht ihre Form. Die Weltranglistenerste scheiterte bei den vergangenen beiden Turnieren in Madrid und Rom früh. Nach ihrem Aus in Italien sprach die 28-Jährige über Probleme mit dem Rücken. Es sind Baustellen, die Sabalenka vor Beginn der French Open in zwei Wochen in den Griff kriegen sollte. Denn: Die Kasachin Elena Rybakina schielt schon jetzt auf die Spitze der Weltrangliste.
Highlights: Cirstea wirft Sabalenka raus
Quelle: SNTV
Aryna Sabalenka bekam zuletzt ein Sonderlob - und zwar von einem, dessen Wort im Tennissport Gewicht hat: Novak Djokovic.
Der Serbe, so sagte er am vergangenen Donnerstag in Rom, "ziehe den Hut" vor der Nummer eins der WTA-Weltrangliste.
Dabei ging es allerdings nicht um die sportlichen Qualitäten der Belarussin, sondern darum, dass sie in der Preisgeld-Debatte klar Position bezogen hat.
"Ich bin froh, dass es bei den Führungskräften unseres Sports, wie Sabalenka, die Bereitschaft gibt, wirklich voranzugehen und die Dynamik der Tennis-Politik wirklich zu verstehen, die Nuancen zu begreifen und zu erkennen, was wirklich getan werden muss - nicht nur zu ihrem Vorteil und Wohlergehen, sondern zum Wohle aller", lobte Djokovic.
Sabalenka wird zur Wortführerin
Sabalenka hatte in diesem Zusammenhang zuletzt sogar öffentlich über einen möglichen Boykott nachgedacht. Die 28-Jährige geht voran und wächst immer mehr in die Rolle der Spielersprecherin hinein, die in den vergangenen Jahren vor allem Djokovic innehatte.
"Wir sorgen für die Show. Ohne uns gäbe es keine Turniere, ohne uns gäbe es keine Unterhaltung. Ich habe das Gefühl, dass wir definitiv einen größeren Anteil verdienen", hatte die Topspielerin betont. Die Veranstalter von Roland Garros planen, etwas unter 15 Prozent der Einnahmen an die Spieler weiterzugeben.
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Sabalenka scheitert dramatisch an Baptiste - Highlights
Quelle: Perform
Die Rolle als Wortführerin steht ihr auch deshalb so gut, weil sie sportlich seit einiger Zeit über den Dingen steht. Den Platz an der Spitze der Weltrangliste belegt Sabalenka seit Dezember 2024 ununterbrochen, bei den Laureus Awards wurde sie im April mit dem Titel der "Sportswoman of the Year 2026" ausgezeichnet.
Genau deshalb hat es schon einen Nachrichtenwert, dass der Motor zuletzt etwas stockte: In Madrid scheiterte sie im Viertelfinale trotz sechs Matchbällen an der US-amerikanischen Außenseiterin Hailey Baptiste, in Rom war schon in der zweiten Runde gegen die Rumänin Sorana Cirstea (6:2, 3:6, 5:7) Schluss.
Sabalenka hat gesundheitliche Probleme
Insbesondere bei eigenem Aufschlag war die vierfache Grand-Slam-Siegerin ungewohnt anfällig. Gegen Cirstea ließ sie sich gleich sechsmal breaken.
Ein Teil der Probleme dürfte auf ihren körperlichen Zustand zurückzuführen sein. "Ich hatte das Gefühl, dass mein Körper mich daran gehindert hat, auf höchstem Niveau zu spielen", haderte Sabalenka nach ihrem frühen Aus in Rom.
"Es ist wahrscheinlich mein unterer Rücken, im Bereich der Hüfte. Es hindert mich ein wenig daran, die volle Rotation auszuführen", erklärte die Belarussin.
Sabalenka hat ihre vier Grand-Slam-Titel allesamt auf Hartplatz gewonnen. Auf Sand schnupperte sie im vergangenen Jahr am French-Open-Erfolg, verlor das Finale aber mit 7:6 (7:5), 2:6, 4:6 gegen Coco Gauff.
Rybakina könnte Sabalenka überholen
Die Finalteilnahme bringt auch einen gewissen Druck mit sich, schließlich stehen dadurch 1300 Zähler in der Weltrangliste auf dem Spiel.
Elena Rybakina, die sich im Endspiel der Australian Open Ende Januar gegen Sabalenka durchgesetzt hatte, hat sich mittlerweile auf 1550 Punkte an die Nummer eins herangearbeitet.
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Elena Rybakina gewann das WTA-Turnier in Stuttgart
Fotocredit: SNTV
Und: Im vergangenen Jahr schied die Kasachin bei den French Open schon im Achtelfinale aus, könnte ihr Punktekonto also entsprechend auffüllen und im Extremfall an die Spitze der Weltrangliste springen.
In knapp zwei Wochen beginnt in Paris das zweite Major des Jahres. Sabalenka bleibt nur noch wenig Zeit, um ihren Körper rechtzeitig wieder auf Topniveau zu bringen. Die Auftritte in Madrid und Rom haben gezeigt, dass es genau das braucht - das gilt selbst für eine oft übermächtige Sabalenka.
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Blitzsaubere Vorstellung: Rublev erreicht Achtelfinale
Quelle: SNTV
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