Sebastian Samuelsson kritisiert Silbermedaillen-Gewinner Andrejs Rastorgujevs: "Werde ihm nicht gratulieren"

Andrejs Rastorgujevs jubelte bei der Biathlon-WM in Nove Mesto im abschließenden Massenstart am Sonntag über den Gewinn der Silbermedaille. Der Lette musste sich nach vier fehlerfreien Schießeinlagen lediglich dem Dominator Johannes Thingnes Bö aus Norwegen geschlagen geben. Konkurrent Sebastian Samuelsson aus Schweden äußerte sich daraufhin kritisch gegenüber dem WM-Zweiten.

Bö gewinnt sein 20. WM-Gold: Die Highlights des Massenstarts

Quelle: Eurosport

"Ich werde ihm wahrscheinlich nicht gratulieren", gab Samuelsson nach dem Massenstart über 15 Kilometer laut den schwedischen Zeitungen "Expressen" und "Aftonbladet" zu Protokoll.
"Ich gehöre zu denjenigen, die der Meinung sind, dass es härtere Dopingstrafen geben sollte, aber jetzt sind die Regeln so, wie sie sind, und hoffentlich ist er sauber oder ich kann davon ausgehen", so der Schwede weiter.
Rastorgujevs war im Rahmen des Biathlon-Weltcups in Nove Mesto im März 2021 wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen vorläufig suspendiert worden.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte den Letten aufgrund von drei Meldepflichtverstößen daraufhin für 18 Monate gesperrt.
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Andrejs Rastorgujevs, Johannes Thingnes Bö und Quentin Fillon Maillet

Fotocredit: Getty Images

"Ich möchte allen versichern, dass ich nichts getan habe, was verboten ist", erklärte der zweimalige Europameister aus Lettland damals.

Tarjei Bö zollt Rastorgujevs Respekt

Johannes Thingnes Bö hatte sich zum Abschluss der Titelkämpfe in Tschechien seinen 20. WM-Titel gesichert. Für Rastorgujevs war es die erste WM-Medaille.
"Das ist das größte Ergebnis meiner Karriere. Natürlich ist es nicht nur für mich, sondern auch für die Mannschaft und die Nation", freute sich der 35-Jährige in der Vysočina Arena gegenüber dem norwegischen Rundfunk "NRK". Bronze ging an den Franzosen Quentin Fillon Maillet.
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Showdown beim letzten Schießen: Die Entscheidung im Massenstart

Quelle: Eurosport

Tarjei Bö zollte dem Silbermedaillen-Gewinner im "NRK"-Interview Respekt: "Er hat in seiner Karriere ein bisschen gegen den Wind gekämpft, er kommt aus einer kleinen Nation. Bei ihm funktionieren die Dinge nicht ganz so wie bei uns. Sie haben weniger Geld, weniger Hilfsmittel, weniger Wachser und so weiter. Er arbeitet sehr hart, und deshalb hat er eine wohlverdiente erste Medaille bekommen."
Für Lettland war es die erste Medaille bei einer Biathlon WM seit 2005. Damals jubelte Ilmārs Bricis beim Sieg von Ole Einar Björndalen im Sprint über Bronze in Hochfilzen.

Rastorgujevs: "Das ist sein Problem"

Samuelsson erklärte indes, dass er bis zur Sperre von Rastorgujevs ein gutes Verhältnis mit dem Letten gepflegt habe, aber "wahrscheinlich habe ich seit seiner Rückkehr nicht mehr mit ihm gesprochen".
Rastorgujevs zeigte sich unbeeindruckt von den Äußerungen seines schwedischen Kontrahenten. "Das ist sein Problem. Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Jeder sagt etwas, und jeder hat das Recht zu sagen, was er will. Aber das Wichtigste für mich ist, dass ich eine Weltcup-Medaille gewonnen habe."
Auch Johannes Thingnes Bö äußerte sich nach dem Massenstart kritisch: "Es ist klar, dass es Fragen geben wird, wenn er dreimal gegen die Pflicht verstoßen hat und es möglichst nicht einmal passieren sollte", so der Gesamtweltcupführende beim "Expressen". Rastorgujevs bringe "sich und den Rest von uns in eine schwierige Situation. Das muss man berücksichtigen, wenn wir dort auf dem Podium stehen."
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Kühn mit Platzwunde im Ziel - DSV-Star von Sanitätern umsorgt

Quelle: Eurosport

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