Christian Horner exklusiv über WM-Kampf mit Ferrari - Red-Bull-Boss stichelt gegen Mercedes: "Weniger Bullshit als 2021"

Red Bull und Ferrari kämpfen in diesem Jahr Rad-an-Rad um die Formel-1-WM. Anders als in der abgelaufenen Saison wirkt das Verhältnis zwischen Fahrern und Funktionären der Teams aber deutlich entspannter. Nun hat Red-Bull-Teamchef Christian Horner den WM-Fight mit der Scuderia im Exklusiv-Interview mit Eurosport UK gelobt: "Es gibt nicht so viel Politik und Bullshit abseits der Strecke."

Christian Horner exklusiv: "Nicht so viel Bullshit wie im vergangenen Jahr"

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Erstmals seit zehn Jahren kämpfen Ferrari und Red Bull wieder um den Titel in der Formel 1. Anders als in der zurückliegenden Saison scheint das Verhältnis zwischen Fahrern und Teams im Kampf um die WM deutlich entspannter zu sein.
Während Lewis Hamilton und Max Verstappen in der vergangenen Saison mehrfach kollidierten, gab es in dieser Saison bislang noch keinen Crash zwischen den Konkurrenten um die Weltmeisterschaft..
In Silverstone hatte Max Verstappen seinen WM-Rivalen Charles Leclerc, der durch strategische Fehler seines Teams nicht nur den Sieg, sondern auch den Podestplatz verlor, nach dem Rennen getröstet. In Frankreich zeigte der Weltmeister Mitleid nach dem Crash des Monegassen.
"Unser Vorsprung ist größer, als er sein sollte, wenn man auf das Potenzial der Autos schaut", so der 24 Jahre alte Niederländer.
In Monaco amüsierten sich Leclerc, Verstappen sowie ihre Teamkollegen Carlos Sainz und Sergio Pérez gemeinsam über ein Handyvideo. Szenen, die in der Saison 2021, als Mercedes und Red Bull sich einen erbitterten Fight lieferten, undenkbar schienen.
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Charles Leclerc im Dialog mit Max Verstappen

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Horner exklusiv: "Respekt zwischen Fahrern und Teams"

Im exklusiven Interview mit Eurosport UK erklärte Red-Bull-Teamchef Christian Horner nun das entspannte Verhältnis zwischen den Konkurrenten um die Weltmeisterschaft. "Wir kämpfen in jedem Rennen Rad-an-Rad. Dabei gibt es einen gegenseitigen Respekt zwischen den Fahrern und den Teams. Das ist schön zu sehen", sagte der Brite.
Verstappen hatte zuletzt eingestanden, "mehr Respekt" vor dem 24 Jahre alten Monegassen zu haben als vor Rekordweltmeister Hamilton.
Im vergangenen Jahr waren Horner und Mercedes-Teamchef Toto Wolff mehrfach scharf aneinandergeraten. Im Mai 2021 hatte Mercedes damit gedroht, gegen die Heckflügel-Konstruktion am Red Bull vorzugehen.
Horner hatte den Österreicher daraufhin attackiert: "Wenn ich Toto wäre, würde ich den Mund halten."

Horner über WM-Duell: "Nicht so viel Bullshit"

Nach dem GP in Brasilien hatte wiederum Red Bull gedroht, gegen den Heckflügel von Mercedes zu klagen. "Würden wir protestieren? Absolut, ja. Wenn wir glauben, dass sich das Auto nicht innerhalb der Regeln bewegt, dann werden wir protestieren", hatte Horner damals erklärt.
2022 ein vollkommen anderes Bild: In dieser Saison werde der Kampf dagegen "auf der Strecke" ausgetragen, freute sich der Boss der Roten Bullen. "Es gibt nicht so viel Politik und Bullshit abseits der Strecke", so Horner.
Ohnehin hatte der Teamchef zuletzt viel Grund zur Freude. Verstappen gewann nach dem Ausfall von Leclerc in Le Castellet und baute seine WM-Führung auf 63 Punkte aus. Dennoch lobte er den Boliden der Scuderia nun.
"Ferrari hat ein großartiges Auto. Auf den Kerbs sind sie ein bisschen besser als wir. Wir haben ein aerodynamisch unruhigeres Auto, wodurch es schnell auf den Geraden ist", analysierte Horner.

Horner sieht Ferrari und Red Bull auf Augenhöhe

Trotzdem sieht der Red-Bull-Boss die beiden Fahrzeuge auf Augenhöhe: "Es war unheimlich knapp bei nahezu allen Rennen, die wir in diesem Jahr gefahren sind."
Auf dem Circuit Paul Ricard schlug der österreichische Rennstall nach zuletzt zwei Triumphen der Roten in Silverstone und Spielberg zurück - profitierten dabei aber vom Patzer des in Führung liegenden Leclerc.
"Wir haben acht Rennen plus zwei Sprintrennen für uns entschieden, Ferrari hat vier Grand Prix gewonnen. Wir hatten in ein paar Rennen Pech, die Scuderia auch", resümierte Horner die ersten zwölf Läufe der Saison.
Bereits sieben Ausfälle musste der Rennstall aus Maranello in dieser Saison verkraften, Red Bull derlei erst vier. In der Teamwertung ist das Horner-Team inzwischen schon auf 82 Zähler davongezogen.
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Christian Horner exklusiv: "Ich erwarte eine sehr enge zweite Saisonhälfte"

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Horner erwartet spannende Saison

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto gab sich nun aber kämpferisch und erklärte zuletzt: "Ich sehe keinen Grund, warum wir nicht die restlichen zehn Rennen alle gewinnen können."
Für das anstehende Rennen in Budapest am Sonntag (15:00 Uhr im Liveticker) forderte der Italiener einen Doppelsieg von Leclerc und Teamkollege Carlos Sainz, um den Rückstand auf die WM-Führenden zu verringern.
Und auch Horner wollte sich in Sachen Titelverteidigung von Verstappen noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und wog sich nicht in Sicherheit. Denn: Trotz des komfortablen Vorsprungs in der Fahrer- und Konstrukteurswertung erwartet Horner eine spannende Restsaison.
"Ich denke, wir haben unsere Chancen ein bisschen besser genutzt in der ersten Hälfte des Jahres. Aber ich gehe davon aus, dass es in der zweiten Hälfte sehr eng wird", sagte Horner.
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"Nicht da, wo wir sein wollten": Vettel glaubt an Trendwende

Quelle: Perform

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