BVB | Lucien Favre mit Dortmund vor Topspiel gegen RB Leipzig auf Erfolgskurs
Das Topspiel zwischen Borussia Dortmund und RB Leipzig wirft seine Schatten voraus. Nachdem Julian Nagelsmann vor wenigen Tagen bestätigte, mit dem BVB Gespräche über einen Wechsel geführt zu haben, taucht nach der Champions-League-Auslosung plötzlich wieder der Name Thomas Tuchel im Umfeld der Borussia auf. Dabei hat sich der BVB unter Lucien Favre gerade rechtzeitig stabilisiert.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Nach der mit Spannung erwarteten Achtelfinal-Auslosung in der Champions League ist beim BVB eine längst vergangenen Personalie wieder in aller Munde. Die Rede ist natürlich von Thomas Tuchel, seines Zeichens Trainer von Paris Saint-Germain, Dortmunds kommendem Gegner auf europäischer Ebene.
Das Wiedersehen mit dem Ex-Trainer in der K.o.-Runde der Königsklasse birgt aufgrund einer nicht alltäglichen Vergangenheit jede Menge Brisanz. Die Verantwortlichen der Schwarz-Gelben versuchten deshalb bewusst, die Schärfe aus dem bevorstehenden Aufeinandertreffer zu nehmen.
"Wir spielen nicht gegen Thomas Tuchel, sondern gegen Paris St. Germain. Wir werden ihn freundlich begrüßen", betonte Sportdirektor Michael Zorc.
Bevor sich die Borussia aber ernsthaft mit dem französischen Meister auseinandersetzen kann, gilt es für die Mannschaft von Trainer Lucien Favre erst einmal den Rückstand in der heimischen Bundesliga zu verkürzen. Den ersten Schritt dafür kann der BVB heute vor heimischer Kulisse ausgerechnet gegen Tabellenführer RB Leipzig (20:30 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) machen.
Favre scheint Turnaround gemeistert zu haben
Das Topspiel wirft schon jetzt seine Schatten voraus: Vor wenigen Tagen geisterte der Name von RB-Coach Julian Nagelsmann bereits durch den Signal Iduna Park - nicht ohne Grund. Der 32-Jährige bestätigte jüngst im "Aktuellen Sportstudio", mit dem deutschen Vizemeister in der Vergangenheit Gespräche über einen möglichen Wechsel geführt zu haben.
So wurde es im Umfeld der Schwarz-Gelben in den vergangenen Tagen letztlich nur um den gegenwärtigen Verantwortlichen an der Seitenlinie, Lucien Favre, ungewöhnlich still.
Der 62-Jährige scheint den Turnaround nach den jüngsten Kantersiegen in der Liga gegen Fortuna Düsseldorf (5:0) und Mainz 05 (4:0) endgültig vollzogen zu haben. Erstmals in dieser Spielzeit konnte der BVB in der Bundesliga drei Partien am Stück gewinnen. Darüber hinaus sicherte sich die Favre-Elf am letzten Spieltag der Champions-League-Gruppenphase das Ticket für die K.o.-Runde.
Trotz teils heftigem Gegenwind im Verlauf der bisherigen Saison ließ sich der besonnene Schweizer nicht aus dem Konzept bringen, wie er selbst betonte:
BVB: Taktische Umstellungen das Erfolgsrezept
Entgegen zahlreicher Experten, die bereits vor Wochen prognostizierten, dass er zum jetzigen Zeitpunkt der Saison nicht mehr auf der schwarz-gelben Trainerbank sitzen wird, entdeckte sich Favre im fortgeschrittenen Traineralter noch einmal neu. Der ehemalige Hertha-Coach wirkt mittlerweile viel offener und agiert an der Seitenlinie ausgelassen als nie zuvor.
Dies ist auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nicht verborgen geblieben. "Ich glaube, er hat überlegt: Was kann ich vielleicht verändern? Er ist sehr lebhaft momentan, gibt sehr viel vor. Das gefällt mir schon", so der 60-Jährige.
Selbst vor taktischen Umstellungen schreckt Favre nicht mehr zurück. Der 62-Jährige sprang nach der 1:3-Niederlage in der Königsklasse gegen den FC Barcelona über seinen Schatten und ließ seine Hintermannschaft fortan in einer Dreier-, statt wie gewöhnlich in einer Viererkette verteidigen. Das Resultat: Wettbewerbsübergreifen vier Siege in Serie und dabei nur zwei Gegentore.
Wie stabil der neuformierte Defensivverbund tatsächlich ist, wird sich gegen Spitzenreiter RB Leipzig zeigen, wenn die beste Offensive der Liga im Signal Iduna Park gastiert.
Favre warnt vor RB Leipzig
"Sie sind sehr gefährlich nach der Balleroberung, sie spielen schnell, mit einem Kontakt nach vorne. Sie haben viele Läufe in die Tiefe", warnte Favre im Vorfeld des Krachers. Das Spiel sei ein Härtetest für die Dortmunder Defensive.
Mit einem Sieg könnte Favre nicht nur den Rückstand auf den Spitzenreiter auf einen Zähler verkürzen, sondern auch eine insgesamt holprige Hinrunde zum Guten wenden. Ganz nebenbei könnte er allen Kritikern beweisen, dass er trotz zahlreicher Rückschläge nach wie vor die richtige Wahl für den Trainerposten ist - trotz allem Wirbel um Tuchel und Nagelsmann.
Denn letztlich zählen auch bei Borussia Dortmund nur Erfolge, wie Watzke kürzlich auf der Mitgliederversammlung betonte:
Das könnte Dich auch interessieren: Flick emanzipiert sich: Trainerjob beim FC Bayern nicht um jeden Preis
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-75bf2e61-56ec-4375-aef6-96b1adf156e9-68-310-310.jpeg)