FC Bayern | Wohin mit Coutinho? Kovac sucht sein A-Team
Der FC Bayern München steht mit dem Auswärtsspiel bei Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig (Sa., 18:30 Uhr im Liveticker) vor der ersten großen Standortbestimmung der Saison. Trainer Niko Kovac steht dabei vor der Qual der (Startelf-)Wahl: Was passiert mit Joshua Kimmich? Gibt's eine Bewährungschance für Javi Martínez? Wer spielt - Thomas Müller oder Philippe Coutinho? Oder beide?
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Sportlich beschränkt sich ihre Beziehung bisher nur auf Abklatschen.
Der Wechsel von Philippe Coutinho zum FC Bayern München wurde vor allem Thomas Müller als künftiges Startelf-Hindernis ausgelegt. Der ausgeliehene Star vom FC Barcelona muss schließlich irgendwo spielen - am ehesten wohl für Müller, so der (mediale) Tenor.
Schließlich passt der flinke Brasilianer am besten auf die Zehnerposition oder zumindest die Halbposition. Ergo: In Müllers natürliches Habitat.
FC Bayern: Müller und Coutinho noch nicht zusammen
Und siehe da: In den ersten zwei gemeinsamen Pflichtspielen für Bayern sah man die beiden auch nicht zusammen auf dem Platz.
Gegen den FC Schalke 04 (3:0) und den 1. FSV Mainz 05 (6:1) wurden sie je füreinander eingetauscht: Auf Schalke kam Coutinho für Müller (57.), gegen Mainz dann Müller für Coutinho (67.).
Womit man beim Samstag und dem nicht ganz unwichtigen nächsten Spiel der Bayern wäre: Showdown bei RB Leipzig (Sa., 18:30 Uhr im Liveticker), Tabellenführer gegen Meister, die erste große Standortbestimmung der Saison. Wer spielt?
Kovac vor der Qual der Wahl
Personell kann Trainer Niko Kovac nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf Leon Goretzka, der am Oberschenkel operiert wurde, sind wohl alle Mann an Bord.
Kovac steht damit vor der Qual der Wahl: Wen bringen, wen draußen lassen? Nach der Länderspielpause wollen schließlich alle Stars auch in der Startelf stehen. Kovac drohen Härtefall-Entscheidungen. Nicht nur bei Müller und Coutinho.
So stellt sich dem 48-Jährigen die Kimmich-Frage: defensives Mittelfeld oder Rechtsverteidigung? Zuletzt bot der Bayern-Coach den besten Vorbereiter der Vorsaison zweimal im zentralen Mittelfeld auf - auch, um Benjamin Pavard rechts hinten Eingewöhnungszeit zu geben.
Kimmich wieder rechts hinten?
Gegen Leipzig könnte sich das wieder ändern. Kovac hatte schließlich schon vor dem Mainz-Spiel über Kimmich gesagt:
Im zentralen Mittelfeld dürften so Thiago - von Kovac übrigens wie Alaba und Kimmich unlängst in den Mannschaftsrat berufen - und Corentin Tolisso die wahrscheinlichste Besetzung sein und Kimmich wieder nach rechts hinten rücken.
Chance für Martínez?
Oder aber Kovac installiert den zuletzt in Ungnade gefallenen Javi Martínez vor der Abwehr, um Leipzigs Konterstärke entgegen zu wirken.
Auf den Innenverteidigerpositionen dürften derweil Niklas Süle und Lucas Hernández gesetzt sein - zum Leidwesen von Jérôme Boateng. Sicher ist David Alaba der Job hinten links.
Da auch Robert Lewandowski im Sturmzentrum anfangen wird und wenig bis gar nichts gegen Kingsley Coman und Serge Gnabry auf den Außenpositionen spricht, bleibt das große Fragezeichen die Besetzung auf der "Zehn".
Müller konnte voll trainieren
Für Müller spricht, dass Coutinho in der Nacht zum Mittwoch noch mit Brasilien in Los Angeles 84 Minuten lang im Einsatz war (0:1 gegen Peru) und deshalb am Donnerstag ziemlich geschlaucht an der Säbener Straße eintraf.
"Ich kann es noch nicht sagen. Wir müssen abwarten, wie Philippe sich fühlt, die Reise schlaucht. Jeder muss mit hundert Prozent auflaufen", sagte Kovac am Donnerstagmittag.
Müller hingegen konnte die Länderspielpause hindurch in München trainieren - und wird wohl fest mit einer weiteren Startelfchance rechnen, wenngleich er seit zwölf Bundesliga-Partien auf einen eigenen Treffer wartet (persönlicher Negativ-Rekord: 13 BL-Spiele ohne Tor).
Aus dem Weg gehen sich die beiden Konkurrenten indes keineswegs, wie der Brasilianer nun im "Sport Bild"-Interview verriet. So sei vor allem Müller maßgeblich an den ersten Integrationsmaßnahmen beteiligt gewesen, sagte der 27-Jährige.
Coutinho schwärmt von Müller
"Er hat den Start für mich sehr angenehm gemacht", so Coutinho, der richtiggehend von Müller schwärmte:
Geht es nach dem Brasilianer, könnte es bei Bayern statt Coutinho oder Müller bald auch Coutinho und Müller heißen: "Klar geht das. Aber es ist Sache des Trainers, das zu entscheiden." Damit es mehr wird als nur Abklatschen.
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