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Abgänge beim BVB: So steht es um die Wintertransfers
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Publiziert 28/01/2020 um 13:24 GMT+1 Uhr
Der BVB fordert den Showdown im Meisterschaftsrennen: Das Team von Lucien Favre rüstete mit der Verpflichtung von Top-Stürmer Erling Haaland bereits beeindruckend auf. Auch Emre Can soll kommen. Gleich mehrere Spieler könnten den Verein dafür noch im Winter verlassen, Paco Alcácer etwa soll sich bereits einig sein mit einem neuen Klub. Wie der Stand bei den abwanderungswilligen BVB-Stars ist.
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Mit Erling Haaland ist Dortmunds Wintertransfergranate geradewegs eingeschlagen. Fünf Tore in den ersten beiden Bundesliga-Spielen. Die Kampfansage an den FC Bayern und RB Leipzig ist raus.
Doch im BVB-Kader könnte sich bis zum Deadline Day am Freitag (31. Januar) ncoch mehr tun. Missmutige Spieler schaden dem Klima, die Transfereinnahmen können die Schwarz-Gelben direkt reinvestieren. Tatsächlich könnten mehrere Spieler den Verein noch im Winter verlassen.
Das Rätsel um Akanji: Stammspieler - und weg?
Der Schweizer ist absoluter Stammspieler unter seinem Landsmann Favre, in der aktuellen Bundesliga-Saison fehlte er lediglich in einem Bundesliga-Spiel. Dennoch wurde über einen schnellen Abgang des Innenverteidigers spekuliert.
Olympique Lyon sei am 24-Jährigen interessiert und würde Akanji aufgrund von Personalnot in der Defensive sofort verpflichten wollen. Das berichtet "Foot Mercato". Trainer Rudi Garcia sagte zur Situation: "Ich fände gut, wenn wir noch einen Innenverteidiger holen würden. Sollte sich noch jemand verletzen oder gesperrt werden, könnte es kompliziert werden."
Auch "Sport Bild" schrieb von einem möglichen Abgang des Defensivspielers, allerdings erst im Sommer. Akanji ist nicht unumstritten beim BVB, leistete sich den ein oder anderen Patzer.
Am Montag sprach Manager Michael Zorc ein Machtwort. Bei "Funke Sport" sagte er: "Ich wüsste nicht, was uns veranlassen sollte, Manuel Akanji abzugeben." Auch der "Kicker" schloss einen sofortigen Abgang aus.
Wechsel-Wahrscheinlichkeit im Winter: 1 Prozent
Alcácer: Das Personaldomino rollt!
Nach der Ankunft von Erling Haaland beim BVB möchte Paco Alcácer nur eines: flüchten! So schnell wie möglich. Das scheint zu klappen. Der 26-jährige Stürmer sieht keine Perspektive mehr in Dortmund, da der Verein nun einen neuen Superstar hat und seine Einsatzzeit vermutlich in der Rückrunde weiter gering bliebe.
Der BVB segnet einen Transfer des Spaniers wohl grundsätzlich ab, Alcácer wurde von Favre zum Rückrundenauftakt gegen den FC Augsburg (5:3) sogar aus dem Kader verbannt. Der Trainer sagte damals: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass er bereit ist, uns heute zu helfen." Zwar kehrte er für das Spiel gegen den 1. FC Köln in den Kader zurück, das änderte jedoch nichts an seinem Wechselwillen.
Laut dem spanischen Radiosender "Cadena Ser" ist sich der Stürmer bereits mit dem FC Valencia einig. Gehalt und Vertragslänge stünden schon fest. Aber: Der Transfer hängt offenbar noch am FC Barcelona. Alcácer könne sich seine ehemaligen Klub wohl erst anschließen, wenn dessen Angreifer Rodrigo wechselt. Barça ist derzeit auf der Suche nach einem Ersatz für den verletzten Torjäger Luis Suárez. Laut Präsident Josep Bartomeu beschäftigt sich der Klub mit der Personalie.
Auf der anderen Seite könnte Alcácers Abgang einen anderen Transfer begünstigen: Der "Kicker" schreibt, der geplante BVB-Deal mit Emre Can ließe sich nur dann umsetzen, wenn der Verein die Ablösesumme für den Stürmer kassiert.
Wechsel-Wahrscheinlichkeit im Winter: 70 Prozent
Mahmoud Dahoud: Wenig Spielzeit - doch er will wohl bleiben
Hertha BSC soll interessiert gewesen sein. Auf der Suche nach einem kreativen Mittelfeldspieler seien die Hauptstädter auf Mahmoud Dahoud gekommen, der beim BVB ohnehin zu selten spielt. In nur acht Bundesliga-Partien stand er in der Hinrunde auf dem Platz.
Doch akut scheint das den Deutsch-Syrer gar nicht so sehr zu stören. Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, soll der 24-Jährige beim BVB bleiben wollen. Anfang Januar berichtete die "Sport Bild", Dahoud sei zumindest gesprächsbereit.
Seine Hoffnung? Vielleicht der Abgang von Julian Weigl im defensiven Mittelfeld. Durch dessen Wechsel zu Benfica Lissabon erhofft sich Dahoud womöglich, eine größere Rolle im Starensemble spielen zu können. Fragt sich nur, wie lange. Im Sommer droht dieselbe Situation.
Wechsel-Wahrscheinlichkeit im Winter: 10 Prozent
Bruun Larsen: Vom Shootingstar zum Verkaufskandidaten Nr. 1
Im Sommer 2017 kam der junge Däne als verheißungsvoller Transfer. Einer, der einmal ganz groß raus kommen könnte in der Bundesliga. Zweieinhalb Jahre später kann er das noch immer - nur vermutlich nicht mehr beim BVB. Der Stürmer, der vergangenes Jahr bereits an den VfB Stuttgart ausgeliehen war, verpasste den Durchbruch in Dortmund.
Eintracht Frankfurt wollte ihm diesen angeblich gewähren. Laut "fussball.news" sei der Bundesliga-Rivale an einer Leihe interessiert gewesen, doch der BVB möchte angeblich verkaufen. Die dänische Zeitung "Ekstra Bladet" schreibt, die Dortmunder würden Bruun Larsen zum Spottpreis von vier Millionen Euro abgeben - nur, um ihn von der Gehaltsliste streichen zu können.
Fredi Bobic dementierte das Interesse: "Es wurde eine ganze Zeit darüber geschrieben. Ich kann nur sagen: Es ist gar kein Thema. Und wenn ich dazu gefragt werde, sage ich auch die Wahrheit", sagte Frankfurts Sportvorstand bei "Sky". Dem AFC Bournemouth soll Bruun Larsen laut "Bild" eine Absage erteilt haben. Ob weitere Klubs interessiert sind, ist nicht bekannt.
Wechsel-Wahrscheinlichkeit im Winter: 10 Prozent
Konkrete Abwänderungspläne hat also nur Paco Alcácer. Obwohl der BVB sehr daran interessiert ist, seinen Kader zu verkleinern, sagte Zorc zuletzt: "Wenn etwas noch Sinn macht, dann muss es sportlich und wirtschaftlich sinnvoll sein. Das gilt für beide Seiten. Das müssen wir uns sehr genau überlegen." Schließlich geht es um die Meisterschaft.
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