Edin Terzic trägt große Verantwortung.
Der Übergangstrainer von Borussia Dortmund hat längst Klarheit über seine ganz persönliche berufliche Zukunft. In der kommenden Saison wird er unter dem neuen Chefcoach Marco Rose wieder ins zweite Glied rücken - dessen Co-Trainer sein.
Schon jetzt aber - gut vier Monate vor Roses Amtsantritt - arbeitet der 38-Jährige daran, dass sein kommender Boss perfekte Bedingungen vorfindet.
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10/03/2021 AM 00:07
Terzic kämpft mit dem aktuellen Kader um die erneute Qualifikation für die Champions League. Platz vier ist für den aktuell Sechsten der Bundesligatabelle elementar, garantiert er doch Einnahmen, die der Verein dringend braucht.
Verpasst die Borussia die Königsklasse, fehlen mal mindestens weitere 35 Millionen Euro in der Kasse. Ein Loch, dass die Arbeit auf dem Sommertransfermarkt enorm erschweren würde. Dort nämlich will der BVB richtig zuschlagen.
Die Planungen für die Teilerneuerung des Kaders laufen im Hintergrund bereits auf Hochtouren. In der Presse werden längst jede Menge Namen von potentiellen Neuzugängen gehandelt.
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Geht Sancho, fällt der Umbruch größer aus

Die zweite Variable in der Transfermatrix des noch amtierenden Vizemeisters ist Superstar Jadon Sancho. Verlässt der Engländer den Verein, bringt er eine Menge weiteres Geld ein, das reinvestiert werden kann. Der Spielraum würde größer.
Wie groß? Nun, in der Idealvorstellung der Vereinsbosse sind rund 120 Millionen Euro vorgesehen. Diese sollen aus Manchester oder Liverpool kommen.
Welche Spieler aber sind im Gespräch?

Peter Gulacsi spielt seit 2015 für RB Leipzig

Fotocredit: SID

Neuer Torwart aus Leipzig oder Lissabon?

Die Dortmunder Hintermannschaft hat sich - trotz eines starken Saisonbeginns - zu einem echten Sorgenkind entwickelt. Schon 35 Gegentore in der Bundesliga sind zu viele für hohe Ansprüche, wie zum Beispiel die Meisterschaft.
Da unter Rose wieder ganz oben angegriffen werden soll, wird ein Großteil der Verstärkungen defensiven Hintergrund haben. Angefangen beim Torwart.
Sowohl Roman Bürki als auch der neue Stammtorwart Marwin Hitz scheinen die hohen Anforderungen zu erfüllen. Deswegen gilt es als offenes Geheimnis, dass ab Juli ein neuer starker Mann zwischen den Pfosten stehen soll.
Ganz oben auf der Liste steht - nach Informationen der "SportBild" - Leipzigs Schlussmann Peter Gulacsi. Dessen Vertrag bei RB läuft zwar noch bis 2023, enthält aber auch eine Ausstiegsklausel über 12,5 Millionen Euro.
Ebenfalls in der Verlosung: Der ehemalige deutsche U-Torhüter Odysseas Vlachodimos von Benfica Lissabon. Der Marktwert des 26-Jährigen beträgt rund 18 Millionen Euro.

Robert Lewandowski (l.) und Maxence Lacroix

Fotocredit: Getty Images

Dortmunder Scouts in Wolfsburg, Sassuolo und Eindhoven

Etwas teurer dürfte Bundesliga-Durchstarter Maxence Lacroix werden. Der 20-Jährige spielt eine beeindruckende Runde und hat sich in Windeseile auf die Einkaufszettel aller Großklubs manövriert.
Dortmund ist dran. Er soll die Innenverteidigung stabilisieren. Das hätte seinen Preis - die Ablösesumme dürfte Richtung 30 Millionen Euro tendieren.
Und auch in Sachen Mittelfeld ist die Dortmunder Scoutingliste gut bestückt. Da wären vor allem die niederländischen Außenstürmer Memphis Depay und Donyell Malen von Olympique Lyon sowie der PSV Eindhoven zu nennen.
Beide sind in der engeren Verlosung, falls Sancho den Verein verlässt.

BVB: Zwei Mittelfeldjuwele im Blick

Zentral wird Rose wohl mindestens einen jungen, polyvalenten Spielgestalter holen. Viele denken an Florian Neuhaus, den er in Mönchengladbach zum Nationalspieler formte.
Weil der neue BVB-Coach aber bereits ankündigte, keinen Spieler seines Ex-Klubs abwerben zu wollen, steht hinter dem Dortmunder Wunschspieler ein großes Fragezeichen. Auch weil sich namhafte Klubs aus dem In-und Ausland um den 23-Jährigen bemühen.
Auch deshalb wird die Borussia als ernsthafter Bewerber um die Dienste von Manuel Locatelli. Der 23-Jährige, der bei der US Sassuollo noch bis 2023 unter Vertrag steht, würde ins Profil passen, aber auch jede Menge Geld kosten. Der Marktwert des italienischen Nationalspielers wird auf 35 Millionen Euro taxiert.
Bevor all diese Personalien aber akut werden, sollte die aktuelle Saison zu Ende gespielt und die Champions League erreicht werden. Hier trägt Edin Terzic - der kommende Rose-Co schon jetzt eine große Verantwortung.
Er könnte dem neuen Trainer das Leben zum Einstand sehr viel angenehmer gestalten.
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