FC Bayern und das Reizthema Katar: Oliver Kahn kommt Fans nach chaotischer Jahreshauptversammlung entgegen
Nach Thomas Müller hat auch Oliver Kahn auf die chaotische Jahreshauptversammlung des FC Bayern am vergangenen Donnerstag, bei der eine Entfremdung zwischen Verein und Fans deutlich wurde, reagiert. Via Twitter wandte sich der Vorstandsvorsitzende am Sonntag an die Anhänger, um zu deeskalieren. Im Hinblick auf das Reizthema Katar wolle man sich in Zukunft ein "breites Meinungsbild" einholen.
Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn
Fotocredit: Getty Images
"Die Jahreshauptversammlung am Donnerstag beschäftigt mich natürlich immer noch sehr", schrieb Kahn in seinem "Twitter"-Statement: "Offenbar ist in den Emotionen einiges nicht angekommen, was mir in Zukunft wichtig ist. Es hat sich erneut gezeigt, wie wichtig der Austausch zwischen dem FC Bayern und unseren Mitgliedern ist."
Die Bayern-Bosse hatten sich im Audi Dome dem Austausch über das umstrittene "Qatar-Airways"-Sponsoring größtenteils entzogen. Anwesende Fans fühlten sich hintergangen, was in tumultartige Szenen ausartete.
Kahn versuchte nun zu schlichten: "Seitdem ich zurück bei unserem Verein bin, haben wir hier schon einiges angestoßen. Ich denke da zum Beispiel an den Mitgliederdialog im Frühjahr oder die gemeinsame Erstellung des Leitbildes, das wir in Kürze vorstellen", stellte der 52-Jährige die jüngsten Bemühungen des Vereins in den Vordergrund: "Dabei haben die Anregungen unserer Mitglieder eine entscheidende Rolle gespielt."
Dennoch gebe es "noch viel zu tun und zu verbessern". Zum Ärmel-Sponsoring durch "Qatar Airways", das 2023 ausläuft, wolle man sich ein "breites Meinungsbild" der Mitglieder einholen, so Kahn.
Hainer sucht Austausch mit Katar-Gegner
Die 13. Zivilkammer des Landgerichts München hatte wenige Stunden vor der Jahreshauptversammlung einen Antrag von Initiator Michael Ott, das Sponsoring schnellstmöglich zu beenden, abgelehnt. Auch ein Spontanantrag wurde durch den FC Bayern am vergangenen Donnerstag nicht zugelassen.
Das Vereinsmitglied hatte die Klubführung daraufhin scharf kritisiert und von einem "Offenbarungseid" seitens des FC Bayern gesprochen.
Ähnlich wie Kahn hatte sich auch Präsident Hainer daraufhin versöhnlich gezeigt und den Katar-Gegner nach den Vorfällen im Audi Dome ein Schlichtungsgespräch in Aussicht gestellt.
Müller: "Dialog nicht zufriedenstellend stattgefunden"
"Wir haben uns kurz über die JHV ausgetauscht und sind so verblieben, dass wir ein persönliches Gespräch zu Katar und der JHV führen werden", berichtete Ott bei "Twitter".
Auch Thomas Müller hatte sich am Samstag im Anschluss an den 1:0-Heimsieg gegen Arminia Bielefeld zur chaotischen Jahreshauptversammlung geäußert und zugegeben, dass der FC Bayern in der Außendarstellung kein gutes Bild abgegeben habe.
"Was ich mitgenommen habe, ist, dass der Dialog nicht zufriedenstellend stattgefunden hat, zumindest wenn man die Mitglieder fragt", sagte der 32-Jährige bei "Sky".
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Wegen Katar: Bayern-Boss Hainer erntet Buhrufe von Mitgliedern
Quelle: SID
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