Christian Eriksen spielt wohl nie wieder für Inter Mailand - Gesundheitsbehörde untersagt Comeback
Christian Eriksen wird nach seinem tragischen Zusammenbruch bei der EM nie mehr für seinen aktuellen Klub Inter Mailand auflaufen können. Das geht Medienberichten zufolge aus einem Dokument des amtierenden italienischen Meisters hervor. Demnach hat die italienische Gesundheitsbehörde dem Dänen verboten, in dieser Spielzeit für Inter zu spielen. Der Grund: Eriksens Defibrillator.
Christian Eriksen darf in dieser Saison nicht für Inter Mailand auflaufen
Fotocredit: Getty Images
Der Defibrillator war Christian Eriksen nach seinem Zusammenbruch im EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland eingesetzt worden. Dieser soll zukünftig Eriksens Herz unterstützen, wenn er erneut einen Herzstillstand erleiden sollte.
Allerdings ist es in Italien verboten, mit einem Defibrillator Profisport zu betreiben. Auch für den dänischen Nationalspieler gibt es da keine Ausnahme.
Sein Karriereende bedeutet diese Entscheidung allerdings nicht, denn in anderen europäischen Ländern ist es erlaubt, mit einem Defibrillator Hochleistungssport auszuüben. Ein Beispiel ist der niederländische Nationalspieler Daley Blind, der aktuell bei Ajax Amsterdam unter Vertrag steht.
Blind läuft seit zwei Jahren mit einem Defibrillator auf, nachdem bei ihm eine Herzmuskelentzündung festgestellt wurde.
Inter Mailand würde Christian Eriksen abgeben
Den Medienberichten zufolge sei Inter bereit, Eriksen abzugeben, wenn er seine aktive Karriere fortsetzen möchte und ein entsprechendes Angebot erhalten würde.
Aktuell ist allerdings noch völlig unklar, ob der 29-Jährige überhaupt wieder auf den Fußballplatz zurückkehren kann und möchte. Eriksen erholt sich zur Zeit bei seiner Familie.
Der Mittelfeld-Regisseur war am 12. Juni im ersten EM-Spiel der Dänen gegen Finnland in der 43. Minute beim Stand von 0:0 auf dem Feld plötzlich zusammengebrochen. Ärzte und Betreuer kämpften auf dem Rasen vor den Augen von über 15.000 Zuschauern im Kopenhagener Parken-Stadion und Millionen TV-Zuschauern um sein Leben. Die Bilder seiner Mitspieler, die um den am Boden liegenden Eriksen einen Sichtschutz bildeten, gingen um die Welt.
Als aus dem Krankenhaus die frohe Kunde kam, dass Eriksen stabil sei, wurde die Partie nach einer über 100-minütigen Unterbrechung fortgesetzt. Finnland gewann überraschend 1:0. Doch das war an diesem Abend Nebensache.
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Quelle: Eurosport
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