Tadej Pogacar hat nach 20 Saosonsiegen weitere große Ziele: Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix wichtiger als fünfter Toursieg

Mit dem souveränen Sieg bei der Lombardei-Rundfahrt beendete Tadej Pogacar sein Wahnsinnsjahr 2025. Der Slowene eilt von Triumph zu Triumph, von Rekord zu Rekord. Die Konkurrenz reagiert auf Pogacars Dominanz mit einer Mischung aus Bewunderung und Resignation. Doch der "neue Kannibale" hat noch lange nicht genug. In der nächsten Saison sollen weitere große Siege her. Rekorde sind dabei sekundär.

Fünf Lombardei-Siege in Folge: Pogacar dominiert das Herbst-Monument

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20 Saisonsiege, 108 insgesamt. Fünfmal in Folge Lombardei-Sieger und erster Fahrer mit Podiumsplätzen bei allen fünf Monumenten in einem Kalenderjahr. Dazu nach Eddy Merckx der erste Profi, der in einem Jahr die Tour de France gewinnt, Weltmeister wird und bei mindestens drei Monumenten triumphiert.
Die Liste von Pogacars Erfolgen und Rekorden 2025 ließe sich beliebig fortführen. Angesichts der Dominanz des Slowenen hisst die Konkurrenz die weiße Flagge. "Vielleicht sollte ich ihn bitten, nächstes Jahr oder in zwei Jahren aufzuhören", sagte der Lombardei-Zweite Remco Evenepoel mit Galgenhumor.
Der Belgier gilt als größter Herausforderer von Pogacar in den nächsten Jahren. Am Samstag wurde jedoch einmal mehr deutlich, dass Evenepoel zwar über einen großen Motor verfügt, an den langen Anstiegen Pogacar aber hoffnungslos unterlegen ist. Vor allem dann, wenn das Tempo ohnehin schon scharf ist.
Nichtsdestotrotz nimmt Evenepoel den Kampf mit Pogacar an. "Es ist eine schöne Motivation, auf sein Niveau hinzuarbeiten", so der 25-Jährige. Auch Pogacars größter Tour-de-France-Widersacher Jonas Vingegaard ist nicht bereit, klein beizugeben.
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Rekordmann Pogacar: "Meine beste Saison bislang"

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Agent Carera: "Tadej ist nie wirklich zufrieden"

Klar ist allerdings: Wer sich Pogacar in naher Zukunft in den Weg stellen will und wird, muss mit einem nicht minder motivierten Gegner rechnen. "Tadej ist nie wirklich zufrieden", sagte sein Manager Alex Carera bei "Cyclingnews" und ergänzte: "Ich habe noch nie mit jemandem wie Tadej gearbeitet. Er hat das Talent, er hat die Beine und er hat die Mentalität. Das ist eine sehr seltene Kombination von Großartigkeit."
Rekorde, so Carera, interessieren seinen Klienten nicht: "Er möchte für das, was er tut und wie er es tut, in Erinnerung bleiben, und nicht nur für einfache Rekorde. Er ist nicht besessen davon zu gewinnen, aber wenn er sich ein Ziel setzt, dann verfolgt er es auch."
Und dieses Ziel ist laut Carera klar definiert. "Tadej möchte alle großen Rennen gewinnen. Das ist seine persönliche Herausforderung. Verschiedene Rennen zu gewinnen, ist für ihn wichtiger als ein fünfter oder sechster Sieg bei der Tour de France", erklärte er.

Mailand-Sanremo und Paris-Roubaix fehlen noch

Aus diesem Grund sei Pogacar in diesem Jahr auch die Europameisterschaft gefahren und deshalb seien auch weiter "Mailand - Sanremo und Paris - Roubaix so große Ziele für ihn", verdeutlichte Carera. Diese beiden Monumente fehlen Pogacar noch in seiner Sammlung, daher wird er 2026 definitiv einen erneuten Versuch starten.
Neben den Monumenten und der Tour wartet mit der Heim-EM in Slowenien ein weiteres Highlight auf Pogacar in der nächsten Saison.
Bleibt die Frage, ob der 27-Jährige auch den ganz dicken Wurf im Blick hat: Den Gewinn der drei großen Rundfahrten Giro d'Italia, Tour und Vuelta a España in einem Jahr. "Mich würde es nicht wundern, wenn Tadej das Triple angeht. Das haben vor ihm schon andere Fahrer versucht", sagte Eurosport-Experte Jens Voigt. Gelungen ist es jedoch keinem.
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Unnachahmlich! Pogacar lässt Evenepoel und Co. ohne Probleme stehen

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Pogacar spricht vom Ende der Karriere

Das Double aus Giro und Tour gewann Pogacar 2024. Die Vuelta fuhr er bislang nur einmal - 2019 wurde er Dritter. "Wenn ihm das Profil entgegenkommt, wird er auch die Vuelta wieder fahren", mutmaßt Voigt.
Pogacar ließ nach seinem vierten Toursieg im Juli aufhorchen, als er erstmals mit seinem Rücktritt kokettierte. Ewig, so der "neue Kannibale", werde er sicher nicht weiterfahren. "Vielleicht mache ich in zwei oder drei Jahren Schluss", sagte er.
Bis es so weit ist, gibt es für Pogacar noch eine Menge zu gewinnen. Er wird sich nicht ausruhen, sondern 2026 das nächste beste Jahr seiner Karriere in Angriff nehmen.
"Sein Geheimnis ist, dass er das Radfahren so sehr liebt. Sonst würde er all die Opfer nicht bringen, die es benötigt, um so erfolgreich zu sein", sagte Carera. Die Konkurrenz kann sich schon jetzt auf weitere Pogacar-Attacken einstellen.
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