Vuelta 2026 - Team von Tadej Pogacar spricht über misslungene Attacke gegen Mas: "Wussten nicht, dass Enric so nah war"
Von Alex Frieling
Update 28/08/2026 um 11:12 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar sorgte auf der sechsten Etappe der Vuelta a España einmal mehr für Spektakel, wurde bei seiner Attacke aber überraschend von Enric Mas wieder eingeholt. Nun hat UAE Team Emirates-XRG erklärt, wie es zu der ungewöhnlichen Situation kam: "Uns wurde über den Rennfunk gesagt, dass Tadej alleine sei und die Roglic-Gruppe 53 Sekunden zurückliege", erklärte Joxean Fernández Matxin.
Pogacar gesteht: "Mas flog wie eine Rakete an mir vorbei!"
Quelle: Eurosport
Der UAE-Teamchef betonte, genau diese Information habe man anschließend an Pogacar weitergegeben. Kurz darauf habe das Team jedoch feststellen müssen, dass Mas bereits bei seinem Kapitän war. "Wir wussten nicht, dass Enric so nah war", sagte Matxin im Anschluss an das Rennen.
Für Pogacar hatte das überraschende Aufschließen seines Konkurrenten letztlich keine negativen Folgen. Der Slowene arbeitete mit Mas zusammen und beide konnten ihren Vorsprung auf die übrigen Gesamtklassement-Fahrer ausbauen.
Am Ende setzte sich Pogacar im direkten Duell durch und feierte seinen bereits dritten Etappensieg bei der diesjährigen Vuelta. Zudem verteidigte er souverän das Rote Trikot des Gesamtführenden.
Dass ein Konkurrent Pogacar nach einer Attacke bei einer Grand Tour wieder einholt, ist inzwischen eine Seltenheit. Zuletzt war dies bei der Tour de France 2024 in Le Lioran geschehen.
UAE wollte Pogacar aus Sicherheitsgründen isolieren
Matxin erklärte zudem, dass Pogacars Attacke nicht ausschließlich taktischen beziehungsweise zeitlichen Gründen folgte. Im Fokus habe auch die Sicherheit auf der technisch anspruchsvollen Abfahrt gestanden.
"Unsere Hauptidee war, so viele Fahrer wie möglich abzuschütteln, damit er diesen wirklich gefährlichen Anstieg und die Abfahrt möglichst sicher fahren kann", sagte der UAE-Teamchef.
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Tadej Pogacar bleibt bei der Vuelta das Nonplusultra
Fotocredit: Getty Images
Mit einer großen Gruppe von 20 oder 30 Fahrern, die allesamt um den Etappensieg kämpfen, wäre das Risiko deutlich größer gewesen. "Je weniger Fahrer, desto sicherer", fasste Matxin die Überlegungen zusammen.
Diese Sorge war durchaus berechtigt. Pogacar geriet auf der Abfahrt kurzzeitig von der Straße und entging nur knapp einem Sturz.
Pogacar und der Fast-Sturz: "Hatten einen großen Schreck"
Zusätzlich erschwert wurde die Situation dadurch, dass Pogacar die Abfahrt vor der Vuelta nicht selbst besichtigt hatte. Nach der Tour de France habe der Slowene vor allem pausiert und trainiert, erklärte Matxin.
Pogacar habe zwar Videos der Strecke gesehen, das sei aber nicht mit einer eigenen Streckenbesichtigung vergleichbar. Auch das Team kannte die Abfahrt, allerdings noch nicht mit dem inzwischen erneuerten Asphalt.
"Als er von der Straße abkam, hatten wir einen großen Schreck", sagte Matxin. Sportlich ging die Rechnung für UAE dennoch auf. Während Pogacar seine Führung im Gesamtklassement weiter festigte, konnte auch Mas Boden auf seine Konkurrenten gutmachen.
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Quelle: Eurosport
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