Im Sprint einer dreiköpfigen Verfolgergruppe ging Silber mit 32 Sekunden Rückstand an Dylan van Baarle aus den Niederlanden vor dem Dänen Michael Valgren. Dem Belgier Jasper Stuyven blieb nur der vierte Platz beim Heimspiel, wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt.
Topfavorit Wout Van Aert musste sich mit Rang elf begnügen, schon 1:18 Minute lag seine Gruppe um Europameister Sonny Colbrelli aus Italien (10.) und den Niederländer Mathieu van der Poel (8.) im Ziel zurück.
Bester Deutscher war nach einem sehr offensiven Auftritt Nils Politt als 16., sein Rückstand betrug bereits 5:25 Minuten. "Ich weiß nicht, was an den Pflasteranstiegen heute los war, auf jeden Fall waren es nicht meine Freunde. Es ist natürlich schade", sagte Politt: "Allgemein kann ich aber eigentlich ein positives Fazit ziehen."
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Seine Teamkollegen John Degenkolb und Maximilian Schachmann mussten das WM-Rennen vorzeitig nach Stürzen verlassen. "Es war ein sehr unangenehmer Sturz, ich bin auch auf den Kopf gefallen und mein Helm ist gebrochen", sagte Degenkolb: "Mir war anfangs auch schwindelig, das muss ich die nächsten Tage noch beobachten."

Schwerer Sturz von Degenkolb: Bitteres Aus im WM-Rennen

WM-Rennen wird zum Krimi - Evenepoel opfert sich

Titelverteidiger Julian Alaphilippe hat die Träume einer ganzen Radsportnation platzen lassen und seinen Titel in einem atemberaubenden WM-Straßenrennen erfolgreich verteidigt. Der 29-Jährige siegte beim Heimspiel van van Aert in der belgischen Region Flandern nach sechs knallharten Stunden auf dem Klassikerkurs von Antwerpen nach Löwen. Van Aert, Hoffnung von geschätzt über einer Million fanatischer belgischer Radsport-Fans am Streckenrand, wurde Elfter.
Das Rennen am Sonntag nahm zunächst den erwarteten Verlauf. Einer früh ausgerissenen siebenköpfigen Gruppe versuchte eine weitere mit 15 Fahrern zu folgen, darunter das belgische Supertalent Remco Evenepoel, das sich immens für van Aert aufopferte, und Vuelta-Sieger Primoz Roglic aus Slowenien.

WM-Highlights: So lief der packende Fight in Flandern

Im Peloton übernahmen die restlichen sechs Belgier die Tempokontrolle und arbeiteten für van Aert. 132 km vor dem Finale war die Flucht beider Gruppen beendet. Die entscheidende Rennphase läutete Politt mit einem Angriff kurz nach der 100-km-Marke ein, die zunächst zehn Mitstreiter fand. Auch diese Fluchtgruppe wurde gestellt - Politts Kraftreserven waren danach aufgebraucht.
Angefeuert von "Wout, Wout, Wout"-Sprechchören parierte van Aert, grandios unterstützt von Evenepoel und Jasper Stuyven, der Vierter wurde, zunächst alle Attacken der Konkurrenz. Dann stach Alaphilippe, der vergangenes Jahr vor van Aert in Imola triumphiert hatte, auf der letzten Runde in Löwen aber eiskalt zu.
"Ich glaube, die belgischen Fans hatten auf van Aert gehofft, und viele von ihnen haben weniger nette Worte für mich gefunden, als ich mich der Ziellinie genähert habe", sagte Alaphilippe und betonte mit einem Grinsen im Gesicht:
Das macht es doppelt schön, hier zu gewinnen.

WM-Finish: Triumphfahrt für Alaphilippe & Fight um die Medaillen

WM-Bilanz: Staffel-Gold strahlt für Deutschland

Die deutschen Starter hatten beim letzten Rennen von Tony Martin am vergangenen Mittwoch Gold in der Mixed-Staffel geholt. Bronze sicherten sich im WM-Verlauf Antonia Niedermaier (Bad Aibling) im Zeitfahren der Juniorinnen und Linda Riedmann (Karbach) im Straßenrennen in der gleichen Altersklasse.
Bahnrad-Olympiasiegerin Lisa Brennauer war am Samstag beim Sieg der Italienerin Elisa Balsamo im Straßenrennen der Frauen auf Rang neun gefahren.
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(mit SID)

Sturz-Schreck im WM-Rennen: Fahrer fliegt fast durch Schaufenster

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