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Rad-WM 2023 - Tadej Pogacar zahlt im Zeitfahren den Preis: "Körper und Kopf brauchen Ruhe"
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Publiziert 11/08/2023 um 20:56 GMT+2 Uhr
Tadej Pogacar blieb im Zeitfahren bei der Rad-WM 2023 ohne Chance auf eine weitere Medaille. Zu viele Kräfte hatte der Slowene im Straßenrennen am Sonntag gelassen, als er die Bronzemedaille erkämpfte. Schon bei der Tour de France schwächelte der 24-Jährige mitunter. "Ich habe heute den Preis bezahlt", sagte Pogacar exklusiv bei Eurosport. Nach einer anstrengenden Saison brauche der Kopf nun Ruhe.
Pogacar nach WM-Enttäuschung: "Habe den Preis bezahlt"
Quelle: Eurosport
3,3 Kilometer vor dem Ziel wurde es bitter für Tadej Pogacar. Filippo Ganna, der fast drei Minuten nach dem Slowenen ins Einzelzeitfahren bei der Rad-WM 2023 gegangen war, zog an Pogacar vorbei. Der 24-Jährige bäumte sich noch einmal kurz auf, hatte schlussendlich aber keine Chance, sich an das Hinterrad des Italieners zu klemmen.
Während Ganna mit nur zwölf Sekunden Rückstand auf Weltmeister Remco Evenepoel zur Silbermedaille stürmte, war Pogacar 3:05 Minuten langsamer als der Belgier und schaffte es lediglich auf Platz 22 - noch hinter dem Deutschen Lennard Kämna.
"Ich hatte heute nicht meinen besten Tag. Ich habe alles gegeben, aber ich war nicht auf meinem gewohnten Niveau", sagte der zweimalige Tour-de-France-Gewinner exklusiv gegenüber Eurosport: "Mit diesem Ergebnis kann ich nicht zufrieden sein."
Lange aufhalten wolle er sich damit aber nicht. Einen Mitgrund für das schwache Abschneiden am Freitagnachmittag machte er nämlich in dem kräftezehrenden Straßenrennen am vergangenen Sonntag aus, bei dem er sich zur Bronzemedaille quälte.
Pogacar muss Straßenrennen Tribut zollen
Im Ziel hatte der Superstar mit einem Schwächeanfall zu kämpfen und wurde von seinen Betreuern aus der Mixed Zone in Glasgow geführt. Schon vor dem Zeitfahren war er daher bemüht, die Erwartungen an eine weitere Medaille zu senken.
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World Championships : Road Race Men : ITW Pogacar
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"Ich spüre immer noch das Straßenrennen in meinen Beinen", wurde Pogacar vor dem Rennen von den Veranstaltern zitiert. Am Freitag zeigte sich auf der Straße dann schnell, dass der Zweite der zurückliegenden Frankreich-Rundfahrt im Kampf um Edelmetall diesmal in der Tat keine Rolle spielen würde.
"Ich habe am Sonntag alles auf der Straße gelassen", konstatierte er nach dem ernüchternden Zeitfahren: "Ich konnte heute einfach nicht gehen, sicher auch, weil wir am Sonntag so tief gegangen sind."
Pogacar bei Tour de France erschöpft
Nicht zum ersten Mal in den zurückliegenden Wochen hinterließ Pogacar einen kraftlosen Eindruck. Schon in der entscheidenden Phase der Tour de France Ende Juli wirkte der Slowene ausgelaugt, musste seinen Rivalen Jonas Vingegaard in der Schlusswoche ziehen lassen.
Auf der Königsetappe erlitt er einen schweren Einbruch und kassierte mehrere Minuten Rückstand auf den Dänen.
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szenen"Ich bin am Ende": Dramatische Szenen um Pogacar
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Nach seinem fulminanten Comeback auf der 20. Etappe musste Pogacar zugeben, sich in weiten Teilen der dritten Woche nicht wie er selbst gefühlt zu haben. Dass er auf dem vorletzten Teilstück von Belfort nach Le Markstein noch einmal zurückschlug, brachte ihm eine Menge Respekt ein.
Pogacar: "Habe den Preis bezahlt"
Der Angriff in den Vogesen zehrte aber auch an den ohnehin schon geschwundenen Kräften.
Die ganze Saison sei sehr temporeich und ohne Zeit für Regeneration gewesen, resümierte Pogacar am Freitagabend: "Wahrscheinlich habe ich heute den Preis dafür bezahlt. Natürlich bin ich nicht zufrieden, aber es ist, wie es ist."
Dass er bei der Vuelta a España, die mit dem frischgebackenen Zeitfahr-Weltmeister Evenepoel, Tour-Sieger Vingegaard und dem dreifachen Sieger der Spaniein-Rundfahrt, Primoz Roglic, prominent besetzt ist, fehlen würde, war längst klar. "Mein Körper und mein Kopf brauchen jetzt Ruhe", bekräftigte Pogacar nach dem Zeitfahren am Freitag.
Er wird es verschmerzen können. Als Verlierer verlässt Pogacar die Weltmeisterschaften in Glasgow ohnehin nicht. "Nach der Bronzemedaille kann ich trotzdem zufrieden sein", sagte er gegenüber Eurosport.
Sein Lächeln verliert der Superstar eben nicht so schnell ...
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Bitterer Moment: Pogacar von Ganna kassiert
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