Super-G in Gröden: Tscheche Jan Zabystran schockt die Ski-Welt mit historischem Sieg - Marco Odermatt geschlagen
Update 19/12/2025 um 16:14 GMT+1 Uhr
Historischer Sieg: Der Tscheche Jan Zabystran hat den Super-G von Gröden gewonnen und damit für eine Riesen-Überraschung gesorgt. Der 27-Jährige, der noch nie zuvor auf einem Weltcup-Podium stand, verdrängte mit der Startnummer 29 noch den Schweizer Dominator Marco Odermatt auf Rang zwei (+0,22 Sekunden). Auf Rang drei feierte der Italiener Giovanni Franzoni ebenfalls sein erstes Weltcup-Podium.
"Fahrt des Lebens!" Tscheche Zabystran schockt Odermatt mit Nummer 29
Quelle: Eurosport
Mit seinem Sieg schrieb Zabystran Ski-Geschichte: Es war der erste Weltcup-Sieg eines männlichen tschechischen Rennfahrers überhaupt. Als letzter Tscheche war Ondrej Bank im Jahr 2015 in der Kombination in Kitzbühel auf Rang drei gefahren.
Dabei profitierte der 27-Jährige von der immer besser werdenden Sicht auf der berüchtigten Saslong, die es auch den hohen Startnummern ermöglichte, die Bestzeit von Odermatt noch anzugreifen. Der Schweizer hatte am Vortag die Abfahrt gewonnen und seinen 50. Weltcup-Sieg eingefahren.
Die Saslong ist so berühmt wie berüchtigt dafür, dass aufgrund der Sonneneinstrahlung Läufer mit hohen Startnummern bisweilen einen Vorteil haben: Zabystran, in 56 Weltcup-Rennen zuvor nur einmal unter den ersten zehn platziert, nutzte diese Besonderheit und die Gunst der Stunde mit Startnummer 29 perfekt aus.
"Es ist unglaublich, ins Ziel zu kommen und das grüne Licht zu sehen", sagte er und bekannte: "Ich habe immer vom Podium oder den Top 10 geträumt - es ist wunderschön."
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Highlights: "Teufelskerl" Zabystran stiehlt Odermatt die Show
Quelle: Eurosport
"Gestern war ich 32., heute habe ich gedacht, dass ich wenigstens in die Top 30 fahren will. Das hat geklappt. Es wird eine verrückte Nacht werden", fügte ein sichtlich emotionaler Zabystran am Eurosport-Mikrofon hinzu. "Ich freue mich auch für die Deutschen, dass sie sehen, es geht, man kann gewinnen."
Zabystran trainiert mit deutschen Skifahrern
Der 27-Jährige trainiert gemeinsam mit den Fahrern des deutschen Skiverbands. Bester Deutscher am Freitag war Romed Baumann auf Rang 17 mit 1,04 Sekunden Rückstand und verpasste damit um zwei Plätze die halbe Norm für die Teilnahme an den Olympischen Spielen.
Simon Jocher (Startnummer 32) wurde 29. (+1,40). Auch er ist noch nicht für die olympischen Rennen qualifiziert.
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Baumann über Sieger Zabystran: "War nur eine Frage der Zeit"
Quelle: Eurosport
Für einen Schreckmoment sorgte Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen: Der Schweizer rutschte bei der Anfahrt zum Sprung an der sogenannten Mauer weg, geriet in der Luft aus der Position und kam zu Fall. Der 24-Jährige konnte glücklicherweise selbstständig ins Ziel fahren und blieb offenbar unverletzt.
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"Wilder Hund!" Von Allmen stürzt und sorgt für Schrecksekunde
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