Olympia 2026: Österreichs Ski-Stars reagieren auf nächste Speed-Pleite im Super-G - Frust bei Kriechmayr und Haaser
Update 11/02/2026 um 19:35 GMT+1 Uhr
Mit dem Sieg im Super-G und seiner dritten Olympia-Goldmedaille in fünf Tragen setzt Ski-Superstar Franjo von Allmen neue Maßstäbe bei diesen Winterspielen. Die Schweiz hat nun einen neuen Nationalheld und freut sich über das Speed-Double. Ganz anders die Situation im Nachbarland Österreich: Die ÖSV-Herren verlassen Bormio nach einer doppelten Speed-Nullnummer mit einer ordentlichen Portion Frust.
Highlights: Von Allmen wie Urgewalt - Überraschung auf Platz zwei
Quelle: Eurosport
Noch vor wenigen Tagen gab es einen Lichtblick im ÖSV-Lager. Das Duo Manuel Feller und Vincent Kriechmayr erlöste die in der Vergangenheit so erfolgsverwöhnten Österreicher mit Silber in der neu eingeführten Teamkombination.
Die Freude währte allerdings nicht lange. Im Super-G schlugen die Speed-Herren des ÖSV hart auf dem Boden der Tatsachen auf.
Raphael Haaser wurde bei der geschichtsträchtigen Goldfahrt von Franjo von Allmen als bester Österreicher Fünfter, Vincent Kriechmayr verpasste als Siebter bei seinen letzten Olympischen Spielen die Chance auf seine erste Einzelmedaille. Marco Schwarz als 14. und Stefan Babinsky als 21. hatten mit der Entscheidung nichts zu tun.
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Frust bei Vincent Kriechmayr nach dem Super-G.
Fotocredit: Getty Images
Olympia: Österreichs Speed-Stars selbstkritisch
Besonders für Kriechmayr schließt sich damit das Kapitel "Olympia" im Herbst seiner Karriere auf schmerzhafte Art und Weise.
"Wenn man alles gibt, sich gut vorbereitet und viele Leute im Hintergrund den Allerwertesten aufreißen, dann tut das weh", machte der 34-Jährige im "ORF" aus seinem Frust keinen Hehl.
Auch Raphael Haaser übte harte Selbstkritik. "Es ist sich alles viel zu leicht ausgegangen. Wenn du so schön runterfährst, ist es vorbei", befand der Riesenslalom-Weltmeister von 2025, der mit Startnummer acht noch deutlich bessere Bedingungen auf der Stelvio vorgefunden hatte als seine Teamkollegen.
Gerade Kriechmayr und Schwarz hatten mit den Startnummern 15 und 16 nämlich denkbar schwierige Voraussetzungen. Die Piste wurde zusehends langsamer, die Sicht schlechter. Zumindest ein Teil der ÖSV-Misere ist also auch den äußeren Bedingungen geschuldet gewesen.
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Experte Ferstl analysiert: So holte von Allmen historisches Gold
Quelle: Eurosport
Speed-Nostalgie in Österreich
Dass sich die Speed-Krise der Österreicher ausgerechnet im Super-G fortsetzt, ist besonders bitter. Jahrelang war genau diese Disziplin das Spezialgebiet der ÖSV-Herren.
Der mittlerweile zurückgetretene Matthias Mayer krönte sich 2018 (Pyeongchang) und 2022 (Peking) zum Olympiasieger in jener Disziplin, die seit 1988 Teil des olympischen Programms ist.
Unvergessen ist Hermann Maiers legendärer Super-G-Sieg in Nagano 1998. Maier avancierte zum "Herminator", nachdem er wenige Tage zuvor in der Abfahrt spektakulär abgeflogen war. Und bei den Winterspielen in Cortina 1956 machte sich einst Toni Sailer mit drei Siegen in drei Rennen zum Volksidol in der Alpenrepublik.
Diese erfolgreichen Olympia-Momente sind aktuell nicht mehr als Erinnerungen an vergangene Tage. Daran ändert auch die Kombi-Medaille von Feller und Kriechmayr nichts.
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Olympia-Ikonen: Maier mit wildem Sturz in Abfahrt von Nagano 1998
Quelle: Eurosport
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