Ski-WM 2025 - Emotionale Mikaela Shiffrin stürmt zu Gold in Team-Kombination: "Es war so aufregend, ich musste liefern"

Sie kam, sah und siegte. In ihrem ersten Auftritt bei der alpinen Ski-WM in Saalbach-Hinterglemm hat Mikaela Shiffrin für Furore gesorgt und das getan, was sie am besten kann: gewinnen! An der Seite ihrer jahrelangen Wegbegleiterin Breezy Johnson stürmte die US-Amerikanerin in der erstmals ausgetragenen Team-Kombination zu Gold. Was folgte, war Freude pur - nach zuletzt harten Wochen und Monaten.

Shiffrin is back! Superstar führt ihr Team von Platz vier zu Gold

Quelle: Eurosport

Mikaela Shiffrin schlug die Hände über dem Kopf zusammen, dann fiel sie ihrer Mitstreiterin Breezy Johnson um den Hals. In einem bis zum Schluss hochspannenden Kampf um die Medaillenränge hatte sich das US-Team 1 soeben vor Schweiz 1 und Österreich 3 durchgesetzt - und Geschichte geschrieben.
"Es ist verrückt. Wenn uns einer das vor zehn, 15 Jahren gesagt hätte, hätte das keiner geglaubt", sagte die 29-jährige Johnson und adelte die gleichaltrige Shiffrin als "Legende seit einem Jahrzehnt". Auch Shiffrin konnte ihr Glück kaum fassen. "Das hätte ich nicht gedacht", betonte der Superstar und lobte umgekehrt: "Breezy hat einen super Job gemacht. Es war so aufregend, ich musste liefern."
Auf Zwischenrang vier liegend, ging Shiffrin mit 0,51 Sekunden Rückstand auf die Spitze in den entscheidenden Slalom. Während die deutschen Starterinnen um Lena Dürr patzten, lieferte Shiffrin mit einem beherzten Lauf und zwischenzeitlicher Bestzeit dort gehörig ab.
Für Shiffrin war es erst der zweite Slalom nach ihrem fatalen Killington-Sturz im vergangenen November. Doch am Ende stürmte sie zu ihrer insgesamt achten WM-Goldmedaille und sorgte damit auch für Johnsons zweiten Saalbach-Coup. Diese hatte bereits vor drei Tagen überraschend in der Abfahrt triumphiert.
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Mikaela Shiffrin (r.) gewann die Team-Kombination mit Breezy Johnson.

Fotocredit: Getty Images

Riesenslalom-Absage "war schon verrückt"

Als achtmalige Weltmeisterin, zweimalige Olympiasiegerin und 99-malige Weltcupgewinnerin ist Shiffrin den Platz ganz oben auf dem Podium gewohnt. Der jetzige Erfolg am Zwölferkogel ist für den US-Star allerdings etwas ganz Besonderes, wie ihre Worte durchklingen lassen.
"Ich bin schon den ganzen Tag sehr emotional", sagte Shiffrin nach ihrem ersten Gold im ersten WM-Rennen in Saalbach: "Es war schon verrückt, im Riesenslalom zurückzuziehen."
  • Die alpine Ski-WM 2025 in Saalbach live und auf Abruf auf discovery+
Am Montag hatte Shiffrin ihre ursprünglichen Saalbach-Pläne über den Haufen werfen müssen und dies in einem emotionalen Instagram-Post erklärt. "Keine Weltmeisterschaft im Riesenslalom für mich", schrieb die Ausnahmeathletin in einem langen Update. Dabei sprach sie von mentalen Problemen und einer posttraumatischen Belastungsstörung, die sie als Folge ihres schweren Sturzes beim Weltcup in Killington samt unerwarteter Operation nannte.
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Johnson legt vor, Shiffrin vollendet: US-Gold in der Team-Kombi

Quelle: Eurosport

Shiffrin fühlt es wieder

Statt des Riesenslaloms am Donnerstag stand für Shiffrin dann ganz plötzlich die Team-Kombination auf dem Plan. Und zwar nicht an der Seite von Lindsey Vonn, sondern kurzerhand mit ihrer langjährigen Zimmergenossin, Konkurrentin und Freundin Johnson.
Nach Johnsons Abfahrts-Gold, so Shiffrin, hätten sie beide gesagt: "'Komm, wir machen das nur zum Spaß.' Das hat mir Mut gegeben, hier anzugreifen. Es ist schon ein anderes Level, wenn man Verantwortung für eine Teamkollegin übernimmt und auch für sie um eine Medaille fährt."
Auf Shiffrins Gold in der Team-Kombination könnte in Saalbach nun noch weiteres Edelmetall folgen. Denn hatte bei ihrem Comeback in Courchevel, als sie Zehnte wurde, "das Ganze noch nicht so geklappt", wie Eurosport-Kommentatorin Martina Lechner sagte, habe man am Dienstag schon "bei den ersten Schwüngen" gesehen, dass es Shiffrin wieder fühle.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

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