Vierschanzentournee: Eisenbichler und Geiger in der Qualifikation in den Top fünf

Markus Eisenbichler (3.) und Oberstdorf-Sieger Karl Geiger (5.) haben sich in der Qualifikation zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen im Rahmen der 69. Vierschanzentournee noch Reserven für den Wettkampf gelassen. Die Quali gewann Anze Lanisek (Slowenien) vor Weltcup-Dominator Halvor Egner Granerud (Norwegen), der mit 143 Metern bis auf einen halben Meter an den Schanzenrekord herankam.

Markus Eisenbichler in Garmisch-Partenkirchen 2020/21

Fotocredit: Imago

Anze Lanisek holte sich mit einem Sprung auf 139 Meter den Qualisieg (138,6 Punkte) - der Slowene siegte 0,5 Zähler vor dem Gesamtweltcupführenden Halvor Egner Granerud, der sich bei seinem bärenstarken Satz auf 143 Meter leicht verspekuliert hatte.
"Ich dachte, ich wäre Schanzenrekord gesprungen, daher habe ich bei der Landung etwas zurückgenommen", sagte der Norweger: "Das war doof. Aber es war ein guter Tag, besser als in Oberstdorf."
Markus Eisenbichler platzierte sich mit einem Sprung auf 135,5 Meter (137,9 Punkte) nur hauchdünn dahinter.
Karl Geiger landete mit 132 Metern auf Rang fünf (134,3 Punkte), zwischen den Deutschen platzierte sich noch der Österreicher Stefan Kraft (137 m/136,1 Punkte). Insgesamt lagen sieben Springer innerhalb von 4,5 Punkten an der Spitze.
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"Jetzt weiß er wieder, wie es geht": Eisenbichler überzeugt in der Quali

Quelle: Eurosport

Neun DSV-Springer qualifiziert

"Es hat ganz gut geklappt. Das Training war ein bisschen zäh, aber der Quali-Sprung war ordentlich", meinte Eisenbichler bei Eurosport: "Das war ein guter Abschluss für das Jahr, aber mein Fokus liegt auf morgen. Ich habe noch einige Sachen zu tun."
Der 29-Jährige hat nach eigener Aussage mit Belastungsproblemen im Oberschenkel zu kämpfen. "Wir sind am Limit unterwegs", sagte er in der "ARD".
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Extrem eng! Schmitt und Schuster analysieren die Quali in Garmisch

Quelle: Eurosport

Insgesamt neun von zwölf deutschen Springer schafften den Einzug ins Wettkampffeld - allerdings mit großem Abstand zu den beiden Topleuten.
Als weitere DSV-Springer qualifizierten sich Richard Freitag (21., 129 m), Severin Freund (23., 127,5 m), Martin Hamann (32., 124,5 m), Pius Paschke (33., 123,5 m), Moritz Baer (34., 127,5 m), Constantin Schmid (37., 124,5 m) und David Siegel (50., 122 m) fürs Neujahrsspringen.
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"Ordentlicher Sprung": Freitag schafft locker die Qualifikation

Quelle: Eurosport

"Es war heute deutlich besser", bilanzierte Bundestrainer Stefan Horngacher in der "ARD": "Wir können zufrieden sein, auch wenn keine Wahnsinnssprünge dabei waren."

Wellinger verpasst Wettkampf - Geiger zufrieden

Andreas Wellinger (53., 119 m), Kilian Märkl (55., 117 m) und Luca Roth (57., 114 m) verpassten dagegen den Wettkampf an Neujahr (14:00 Uhr live bei Eurosport und im Liveticker bei Eurosport.de).
Für Wellinger, immerhin Gesamtzweiter von 2017/18, dürfte die Tournee damit in Österreich nicht weitergehen. Der Olympiasieger kämpft nach einer Kreuzband-OP weiter um den Anschluss.
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"Zu wenig": Wellinger tut sich auch in Garmisch schwer

Quelle: Eurosport

"Ich war mit allen drei Sprüngen zufrieden", bilanzierte der Gesamtführende Karl Geiger nach dem ersten Tag in Garmisch-Partenkirchen bei Eurosport: "Ich habe den Rhythmus gut aufgebaut. Heute waren es solide Sprünge. Das passt schon."

Eisenbichler hat noch Reserven

In Neujahrsspringen gehe er "mit gut genährtem Bauch, wir lassen uns das Essen gut schmecken. Morgen gehen wir wieder auf Angriff. Wir müssen angreifen, wir müssen kämpfen und das werden wir alles tun."
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Geiger liefert auch in der Quali von Garmisch ab

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Im Vorjahr hatte Geiger die Quali gewonnen und im Wettkampf den zweiten Platz belegt. Seit Sven Hannawald am 1. Januar 2002 hat kein deutscher Springer mehr am Gudiberg gewonnen. Hannawald machte fünf Tage später auch den letzten deutschen Gesamtsieg bei der Tournee perfekt.
"Solide", meinte Horngacher zu den Sprüngen von Geiger und Eisenbichler: "Wir haben nicht unbedingt den besten Wind erwischt. Bei Eisenbichler fehlt nur noch eine Kleinigkeit. Er hat wieder das Gefühl für die Schanze bekommen."

Ex-Tourneesieger Kraft, Kobayashi und Stoch in Lauerstellung

Kraft - den ganzen Winter schon mit Rückenschmerzen gehandicapt - hatte mit seinem Sprung auf 137 Meter für das erste Ausrufezeichen der Qualifikation gesorgt.
Auch der ehemalige Tourneesieger Ryoyu Kobayashi (Japan) kam mit 133 m (6.) gut durch die Qualifikation.
Kamil Stoch (Polen), Zweiter in Oberstdorf, teilte sich mit 132,5 m den sechsten Quali-Rang mit Kobayashi. Dass Lanisek mit seinem Sprung auf 139 Metern letztlich die Quali gewann, war eine kleine Überraschung.
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Qualisieger: Lanisek überrascht die Top-Stars

Quelle: Eurosport

Lindvik mit Zahnschmerzen nicht am Start

Marius Lindvik, Vorjahressieger in Garmisch und Zweiter der Gesamtwertung 2019/20 sowie Dritter des Auftaktspringens in Oberstdorf, konnte wegen Zahnschmerzen nicht in der Qualifikation an den Start gehen und verpasst damit auch den Wettkampf am Neujahrstag.
Der Norweger hat damit auch eine Chance mehr auf eine vordere Platzierung im Gesamtklassement.
Die russischen Athleten Daniil Sadrejew und Ilja Mankow wurden zudem wegen eines positiven Coronatests ausgeschlossen.
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"Ist der hoch!" Granerud kratzt in Garmisch am Schanzenrekord

Quelle: Eurosport

Die Vierschanzentournee 2020/21: Alle Springen - Qualifikation und Wettkampf - in Oberstdorf (28.12./29.12.), Garmisch-Partenkirchen (31.12./1.1.), Innsbruck (2.1./3.1.) und Bischofshofen (5.1./6.1.) LIVE im Free-TV bei Eurosport 1 und bei Eurosport auf Joyn!

Extra Time - der Eurosport-Podcast

(mit SID)
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Schmitt erklärt die Schwierigkeiten in Garmisch: "Gefühl ignorieren"

Quelle: Eurosport

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