Skisprung-Skandal: FIS plant umfassende Untersuchung aller WM-Vorfälle - DSV macht Druck nach Eklat um Anzüge

Der Manipulationsskandal bei der WM rund um das Skisprung-Team der Norweger kocht weiter hoch. Die Mannschaft der massiv in der Kritik stehenden Gastgeber hat nun für diesen Sonntag um 15:30 Uhr zu einer Pressekonferenz geladen, dort soll es neue Informationen und Stellungnahmen geben. Die FIS kündigte indes eine umfassende Untersuchung sämtlicher Vorfälle rund um die Gastgeber an.

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Quelle: Eurosport

"Die unabhängige Ethik- und Compliance-Abteilung der FIS hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Umstände der Disqualifikation von drei norwegischen Athleten in zwei verschiedenen Wettbewerben zu klären", hieß es in einer Stellungnahme des Weltverbands.
Demnach wolle man sich nicht nur den beiden norwegischen Skispringer Marius Lindvik und Johann Andre Forfang widmen, die im Anschluss an das WM-Springen von der Großschanze in Trondheim aufgrund von manipulierten Anzügen disqualifiziert worden waren - auch die Disqualifikation des Kombinierers Joergen Grabaak (manipulierte Bindung) wird noch einmal intensiv unter die Lupe genommen.
Damit kam die FIS unter anderem einer Forderung des deutschen Teams nach: DSV-Pressesprecher Ralph Eder hatte gegenüber norwegischen Medien, erklärt, man müsse "das System untersuchen": "Es sollte unbedingt eine unabhängige Untersuchungskommission geben", betonte er - die Manipulationen seien "auf einem anderen Level als zuvor" gewesen.
Deshalb müsse der Sache auf den Grund gegangen werden, man sei in Kontakt mit anderen Verbänden, um sich abzustimmen, wie nun das weitere Vorgehen aussehen könne.

DSV: "Muss klar werden, was vor sich ging"

"Es muss klar werden, was im norwegischen Team vor sich ging", ergänzte Eder.
Auslöser des Skandals waren Bilder wie aus einem Agentenkrimi: Offenbar durch abgeklebte Fenster eines Hotelzimmers sind auf einem Video Näharbeiten an einem Sprunganzug zu sehen, die den Manipulationsverdacht nähren, Norwegens Cheftrainer Magnus Breivig schaut dabei zu.
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DSV-Boss poltert gegen Norwegen: "Muss vorsichtig sein"

Quelle: Eurosport

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