Dabei hatte die Nummer eins der Welt nach einem 6:10-Rückstand gegen Shaun Murphy in der dritten Session zunächst aufgedreht und beim Stand von 11:11 ausgeglichen. Doch am Ende gewann Murphy mit 13:11 gegen Trump.
"Es ist enttäuschend. Ich hatte das Gefühl, dass ich nach dem Ausgleich die Kontrolle über das Spiel zurückgewonnen hatte. Aber dann machte Shaun zwei starke Breaks. Ich hätte es ihm allerdings auch schwerer machen müssen", analysierte Trump selbstkritisch.
Schlüsselmoment war letztendlich eine verschossene Schwarze vom Spot, die dem 31-jährigen Engländer den 23. Frame kostete. "Beim 11:11, wenn ich da Schwarz bekommen hätte, hätte ich gute Chancen gehabt. Doch so habe ich Shaun wieder ins Spiel gelassen", so Trump.
Snooker-WM
Murphy hält Trumps Aufholjagd stand und zieht ins Halbfinale ein
28/04/2021 AM 21:58

Trump läuft eigenen Ansprüchen hinterher

Dabei hatte "The Ace in the Pack" eine grandiose Saison gespielt. Er gewann die English Open, die Northern Ireland Open, den World Grand Prix, das German Masters sowie die Gibraltar Open. Bei den UK Championship unterlag er im Finale im Decider Neil Robertson.
Trump, der nach seinem WM-Sieg 2019 bei noch elf weiteren Ranglistenturniere triumphierte, wartet für seine Ansprüche weiter auf den endgültigen Durchbruch bei den großen Turnieren.
Bislang steht Trump bei drei Triple-Crown-Erfolgen. Jeweils einmal siegte er bei der UK Championship (2011), dem Master (2019) sowie der WM (2019). Auf seinen zweiten Titel im Crucible muss er nun mindestens ein weiteres Jahr warten.

"Das Ende hat er nicht verdient": Trump snookert sich selbst

Snooker-WM: Murphy befreit sich aus seinem Tief

Für Murphy war der Sieg ein Befreiungsschlag. Zwar holte der 38-Jährige 2005 als Qualifikant überraschend den Titel und zog 2015 ein weiteres Mal ins Finale ein, doch in den vergangenen Jahren lief es für ihn mehr als unrund in Sheffield. 2020 schied er sang- und klanglos mit 4:10 gegen Noppon Saengkham aus.
"Du kommst jedes Jahr ins Crucible und es ist so besonders. Aber seit 2015 war es ein bisschen wie die Hölle für mich", sagte Murphy im Eurosport-Interview und bezeichnete die deutliche Niederlage gegen Saengkham ohne Fans als "einen der schlimmsten Tage meines Lebens".
Doch mit der Rückkehr der Zuschauer hat sich Murphy aus seinem Tief wieder zurückgekämpft. "Vor den Fans im Crucible zu spielen und dann auch noch eine gute Leistung anzuliefern, das ist das Sahnehäubchen auf dem Kuchen", so Murphy.
Der Lohn: Der "Magician" steht im Halbfinale und bekommt es dort mit Kyren Wilson zu tun.

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