Zverev "sieht verloren aus" - TV-Experte Henman zerlegt deutsche Nummer eins nach Aus bei den ATP Finals
Update 15/11/2025 um 14:58 GMT+1 Uhr
Der frühere Weltranglistenvierte Tim Henman hatte kaum ein gutes Wort für Alexander Zverev übrig. Nach dessen Niederlage bei den ATP Finals gegen Félix Auger-Aliassime zerlegte der Engländer das Spiel der deutschen Nummer eins und kritisierte den 28-Jährigen scharf: Zverev sehe "verloren aus" und müsse sich "zurückziehen und neu erfinden". Zudem legte er dem Deutschen Veränderungen im Team nahe.
Zverev genervt: "Keine Lust mehr" auf Beckers Kommentare
Quelle: Perform
Zverev selbst haderte nach der 4:6, 6:7 (4:7)-Niederlage gegen Auger-Aliassime - nicht nur mit der Pleite, sondern mit seinem gesamten Jahr. "Das war eine unglaublich unbefriedigende Saison", sagte er auf der Pressekonferenz und fügte hinzu: "Die Tennissaison ist lang, mit vielen Ups und Downs, aber für mich gab es diesmal nicht viele Ups."
Dazu passte die Einschätzung von Henman, der als TV-Experte für "Sky" in Großbritannien mit Zverevs Spiel abrechnete: "Ich sehe keinen Plan da draußen. Sein Aufschlag ist phänomenal und hält ihn in diesen Matches, aber vom hinteren Teil des Platzes aus wirkt seine Vorhand verwundbar, er reagiert sehr zurückhaltend, er zieht sich zurück."
Der Brite zeigte sich ob der Erfahrung Zverevs überrascht von der schwachen Leistung des 28-Jährigen und fügte hinzu: "Ich habe das Gefühl, dass er sich zurückziehen und neu erfinden muss."
Generell sei der Weltranglistendritte auf dem Court zu passiv, kritisierte Henman weiter: "Er lehnt sich zurück und hofft, dass seine Gegner Fehler machen, aber auf diesem Niveau kommt man damit nicht durch. Er ist ein sehr, sehr guter Spieler. Er ist die Nummer drei der Welt, aber ich habe nicht das Gefühl, dass sein Spiel sich in die richtige Richtung entwickelt."
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Frühes Aus besiegelt! Zverev hadert und scheitert an Auger-Aliassime
Quelle: Eurosport
Henman über Zverev: "Braucht neue Impulse"
In der Vergangenheit hatten bereits andere Experten wie Boris Becker Zverev einen Wechsel in seinem Team nahegelegt.
Nach seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon im Sommer war der Weltranglistendritte, der seit Beginn seiner Profi-Karriere von seinem Vater trainiert wird, dann nach Mallorca gereist und hatte mit Rafael Nadals Onkel Toni trainiert. Eine längerfristige Zusammenarbeit kam allerdings nicht zustande.
"Ich weiß nicht, welchen Einfluss sein Vater und sein Bruder haben, aber er braucht neue Impulse", schlug nun auch Henman in dieselbe Kerbe. So aber erlebe die deutsche Nummer eins einen "traurigen Abschluss" des Jahres 2025.
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