Australian Open - Alexander Zverev reagiert auf bitteres Aus gegen Carlos Alcaraz: Das Timeout war nicht der Grund
Alexander Zverev hat bei den Australian Open das Finale dramatisch verpasst. Aufreger der Partie war ein fragwürdiges Medical Timeout seines Gegners Carlos Alcaraz, das für Diskussionen sorgte. Trotzdem zeigte sich Zverev auf der Pressekonferenz als fairer Verlierer. Er wolle über die Szene "eigentlich nicht reden jetzt", schließlich sei es "einer der besten Fights" in Australien gewesen.
Zverev: "Mache Niederlage nicht am fünften Satz fest, sondern am zweiten"
Quelle: Eurosport
"Ich hätte den zweiten Satz gewinnen müssen. Da habe ich schlecht serviert", räumte Alexander Zverev nach dem 5:27 Stunden langen Halbfinale gegen die Nummer eins der Weltrangliste ein. Der Hamburger verspielte dabei eine 5:2-Führung und geriet mit 0:2 in den Sätzen in Rückstand.
Bei 4:5 im dritten Durchgang nahm Carlos Alcaraz dann das umstrittene Medical Timeout.
Denn: "Er hatte Krämpfe und da darf man normalerweise kein Medical Timeout nehmen", wies Zverev auf das Regelwerk hin. "Aber was soll ich machen, es war nicht meine Entscheidung. Ich fand sie nicht gut."
Er habe Oberschiedsrichter Andreas Egli aus der Schweiz deutlich gemacht, dass die Entscheidung, Alcaraz das Medical Timeout zuzugestehen, "Bullshit" sei.
Es half nichts. Der Spanier wurde behandelt, konnte weiterspielen und erholte sich körperlich mit zunehmender Dauer der Partie wieder.
Alcaraz klärt auf: "Etwas im rechten Adduktor gespürt"
Was konkret vorgefallen war, erläuterte Alcaraz schließlich auf der Pressekonferenz im Melbourne Park. "Als ich Krämpfe verspürte und diese zunächst nur einen bestimmten Muskel betrafen, dachte ich zunächst gar nicht, dass es sich um Krämpfe handelt", führte der 22-Jährige aus.
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Alcaraz erklärt umstrittenes Medical Timeout: Das steckte dahinter
Quelle: Eurosport
Er habe zunächst "nicht genau" gewusst, was das Problem war. "Ich habe einfach eine Vorhand gespielt und habe etwas im rechten Adduktor gespürt, deshalb habe ich den Physiotherapeuten gerufen. Ich habe ihm erzählt, was passiert ist, und er hat sich für die medizinische Auszeit entschieden."
Zverev: "Einfach nur um mein Leben gekämpft"
Als Ausrede für die Niederlage wollte Zverev den Umstand des Medical Timeout aber nicht gelten lassen. "Wenn ich den zweiten Satz gewonnen hätte und dann kommen seine Krämpfe im dritten Satz dazu", so der 28-Jährige, "hätte das den Unterschied ausmachen können".
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Becker gibt Zverev bei Aufreger-Szene Recht: "Jeder wäre ausgeflippt"
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Trotzdem schien Zverev im fünften Satz auf der Siegerstraße, führte dank eines Breakvorteils 5:3 und schlug zum Einzug ins Endspiel auf. Alcaraz aber biss, fing den Weltranglistendritten auf der Zielgeraden mit drei Spielgewinnen in Folge ab.
"Lustigerweise habe ich wegen des fünften Satzes keine Reue. Da habe ich einfach nur um mein Leben gekämpft, um ehrlich zu sein. Ich war erschöpft", sagte Zverev und betonte erneut, dass er die "Niederlage nicht am fünften Satz" festmache.
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Alexander Zverev - Carlos Alcaraz | Halbfinale | Highlights
Quelle: Eurosport
Insgesamt betrachtet sei das Halbfinale ein "unglaublicher Fight mit einem unglücklichen Ende für mich" gewesen. "Aber um ehrlich zu sein: Ich hatte nichts mehr übrig. Meine Beine haben nicht mehr funktioniert."
Zverev versöhnlich: "Ans absolute Limit gegangen"
Und so zog Deutschlands Nummer eins trotz des bitteren Matchverlaufs ein versöhnliches Fazit: "Wir sind beide ans absolute Limit gegangen. Ich bin auch stolz auf mich, wie ich dringeblieben bin und mich von 0:2 Sätzen zurückgekämpft habe. Natürlich ist es enttäuschend. Aber das Jahr geht gerade erst los. Wenn ich weiter so spiele, so trainiere, dann kann das ein sehr gutes Jahr für mich werden."
Den nächsten, den 41. Anlauf, zum Gewinn des erste Grand-Slam-Titels der Laufbahn wird Zverev im Mai nehmen, wenn es bei den French Open (24. Mai bis 7. Juni live bei Eurosport 1) um die Krone geht.
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"Absoluter Bullshit, der hat Krämpfe!" Zverev total außer sich
Quelle: Eurosport
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