Australian Open: Patrick Mouratoglou verteidigt Carlos Alcaraz nach umstrittener Pause wegen Krämpfen gegen Alexander Zverev

In seinem Halbfinal-Match gegen Alexander Zverev hat sich Carlos Alcaraz wegen Krämpfen behandeln lassen. Das missfiel seinem Gegner, der sich erfolglos beschwerte. Patrick Mouratoglou, der langjährige Trainer von Serena Williams, verteidigt das Verhalten der Nummer eins: "Was zählt, ist die Realität", sagte er in einem Reel, das er auf seinem eigenen Instagram-Account veröffentlichte.

"Absoluter Bullshit, der hat Krämpfe!" Zverev total außer sich

Quelle: Eurosport

Fast fünfeinhalb Stunden duellierten sich Carlos Alcaraz und Alexander Zverev im Halbfinale der Australian Open - mit dem schlechteren Ausgang für den Deutschen.
Die spanische Nummer eins der Welt gewann mit 6:4, 7:6, 6:7, 6:7, 7:5 - sehr zum Leidwesen Zverevs, der sich während des Spiels vor allem über eine Pause des Spaniers echauffierte.
Denn Alcaraz ließ sich zwischenzeitlich wegen Krämpfen behandeln, was offiziell nicht erlaubt, aber dennoch normal ist.
Der erfahrene Tennistrainer Patrick Mouratoglou, der Serena Williams zu zehn Grand-Slam-Titeln coachte, nahm den Spanier in Schutz.

"Was zählt, ist die Realität"

Zverev habe "total recht", wenn er sagt, medizinische Auszeiten seien nicht erlaubt. Das zähle am Ende aber nicht, so der Franzose.
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Patrick Mouratoglu

Fotocredit: Imago

"Wenn man sich alle Spiele anschaut, sieht man, dass alle Spieler mit Krämpfen eine medizinische Behandlung erhalten", sagte Mouratoglou in einem Reel, das er selbst auf Instagram veröffentlichte. Die Regel habe also keinen Wert.
Deshalb könne man auch nicht sagen, Alcaraz würde bevorzugt werden bei den Australian Open - einer der Vorwürfe Zverevs. "Wenn Carlos nicht behandelt werden würde, wäre das der eigentliche Skandal", sagte er.
Es sei dasselbe wie mit dem Coaching: "Als Coaching während des Spiels nicht erlaubt war, war das die Regel. Aber jeder hat während des Spiels gecoacht." Insofern komme es auf das an, was auf dem Platz umgesetzt wird. "Die Regel steht auf dem Papier. Was zählt, ist die Realität."

Alcaraz erklärt sich

Die spanische Nummer eins der Welt erklärte sich nach dem Spiel - und beteuert, nicht er habe sich für die medizinische Auszeit entscheiden.
"Anfangs spürte ich nur einen bestimmten Muskel, da dachte ich nicht an Krämpfe. Ich wusste nicht genau, was es war. Ich fühlte was in den Adduktoren", sagte Alcaraz nach dem Match. "Deshalb rief ich den Physiotherapeuten. Ich habe ihm alles erklärt und dann entschied er sich für eine Behandlung."
Im Endspiel stehen sich der 22-Jährige und Altmeister Novak Djokovic gegenüber (Sonntag, 09:30 Uhr im Liveticker).
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Mentalitätsmonster vs. Straßenkämpfer: Alcaraz und Djokovic im Finale

Quelle: Eurosport


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