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Carlos Alcaraz übernimmt das Zepter von Rafael Nadal - warum die Fußstapfen der Tennis-Legende nicht zu groß sind
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Update 21/11/2024 um 08:18 GMT+1 Uhr
Rafael Nadal hat seine Karriere beim Davis Cup in Málaga beendet. Spanien verliert seinen größten Tennisprofi, hat aber mit Carlos Alcaraz den idealen Thronfolger. "El rey ha muerto, viva el rey." Den berühmten Spruch vom gestorbenen König, der weiterlebt, kennt man auch in Nadals Heimat. Auf die neue Lage passt er, sportlich gesehen, gut - und "Prinz" Alcaraz ist bereit, das Zepter zu übernehmen.
'I look up to him' - Alcaraz reacts to 'idol' Nadal's retirement
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"Ich habe immer zu Rafa aufgeschaut", sagte Carlos Alcaraz, nachdem er im April 2022 in Miami seinen ersten Masters-Titel gewonnen hatte.
Die Tatsache, dass das Supertalent direkt danach so über seinen Landsmann spricht, zeigt, wie sehr die junge und doch schon dermaßen schillernde Karriere vom 17 Jahre älteren Rafael Nadal beeinflusst wurde.
Am Sandplatzkönig aus Mallorca hat Alcaraz sich orientiert, Nadal hat ihn inspiriert, motiviert. Die Parallelen zwischen den beiden Tennisprofis aus Spanien sind unverkennbar, teils unheimlich.
Beide schafften den Sprung in Top Ten des ATP-Rankings an einem 25. April, nach einem Turniersieg in Barcelona, mit 18 Jahren. Nur die Jahreszahl differiert: Nadal gelang der Schritt 2005, Alcaraz folgte den Spuren seines Idols 2022.
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Highlights: Doppel-Märchen von Nadal und Alcaraz zu Ende
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Alcaraz feiert 18. Geburtstag mit Niederlage gegen Nadal
Das Schöne an der Geschichte: Der Ältere neidete dem Jüngeren nie die frühen Erfolge, ganz im Gegenteil: Alcaraz sei ein "unglaublicher Spieler", schwärmte Nadal. "Er lernt ständig dazu, und man kann sehen, dass er sich in jeder Hinsicht weiterentwickelt."
Das Spiel des Youngsters wurde immer reifer, erwachsener - was uns direkt zur nächsten Besonderheit führt. Just an dem Tag, als Alcaraz an seinem 18. Geburtstag offiziell erwachsen wurde, stand er erstmals in einem Turnier Nadal gegenüber. Zweite Runde beim Masters in Madrid. Klare Zweisatz-Niederlage. Ein Riesenerlebnis für den aufstrebenden Jungspund aus der Region Murcia.
Nadal zeigt Größe: "Bin glücklich für Carlos"
Es war das erste Duell der beiden Ausnahmekönner, zwei weitere sollten folgen. 2022 setzte sich Nadal im Halbfinale von Indian Wells durch, wenige Monate später schlug Alcaraz im Viertelfinale von Madrid zurück. Und wieder gab es eine bemerkenswerte Geschichte zum Match, denn Alcaraz avancierte damit zum jüngsten Spieler, der den 14-maligen French-Open-Champion auf Sand bezwingen konnte.
Nadals Reaktion? "Ich bin glücklich für Carlos, er war in verschiedenen Facetten des Spiels einfach besser als ich." Der Superstar zeigte wieder einmal echte Größe in der Niederlage, wie eigentlich immer während seiner einzigartigen Laufbahn, die am 19. November mit der Davis-Cup-Niederlage im Viertelfinale gegen die Niederlande ihr Ende fand.
Nadal auf Alcaraz - die perfekte Übergabe
Traurig war es, emotional, aber kein Grund für das spanische Tennis, Trübsal zu blasen. Man mag einen Jahrhundertspieler verloren haben, doch mit Alcaraz steht der nächste schon bereit. Es ist eine Übergabe des Zepters auf dem höchstmöglichen Niveau und auch für die Tennis-Nation Spanien alles andere als selbstverständlich.
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Davis Cup : Nadal bids tearful farewell as career ends after Davis Cup defeat
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So regelmäßig die Iberer Profis auf Toplevel hervorbringen, so sehr sind sie ab sofort von Alcaraz abhängig. Denn: Der 21-Jährige ist im Moment der einzige Spieler des Landes, der in den Top 40 der Weltrangliste steht. Die nächsten U25-Talente folgen mit Martín Landaluce und Alejandro Moro Cañas auf den Plätzen 156 beziehungsweise 167 - also hinter Nadal, der derzeit noch als Nummer 154 geführt wird.
Daran, dass Alcaraz mit dem Druck, der Fokussierung auf seine Person und die monströsen Erwartungen umgehen kann, gibt es keinen Zweifel. Zumal er Statistiken vorzuweisen hat, an die sein Idol nicht herankam.
Alcaraz wiederholt das Federer-Kunststück
So gewann Alcaraz die ersten vier Grand-Slam-Endspiele seiner Karriere allesamt. Ein Coup, den in der Tennisgeschichte sonst nur Roger Federer zustande brachte. Historisch ist auch die Variabilität von Alcaraz. Der Rechtshänder avancierte mit dem Triumph bei den French Open im vergangenen Juni zum jüngsten Spieler, der auf jedem der drei Beläge - Hartplatz, Sand, Rasen - einen Major-Titel einfahren konnte.
Mit seinen gerade einmal 21 Jahren trat Alcaraz einem elitären Klub bei: Nur Mats Wilander, Björn Borg und Boris Becker konnten sich in diesem Alter schon vier Grand-Slam-Trophäen in den Schrank stellen. Gewinnt Alcaraz im Januar 2025 die Australian Open, hätter er mit 21 sogar deren fünf und damit den Rekord für sich alleine.
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights
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Die Debatte, ob Alcaraz wie die sogenannten Big 3 um Nadal, Federer und Novak Djokovic die 20er-Marke bei den Grand-Slam-Titeln packen kann, läuft bereits auf Hochtouren. Der Shootingstar selbst scheint keine Angst vor großen Zahlen zu haben. "Schauen wir einmal, ob es am Ende meiner Karriere 25, 30, 15 oder vier sein werden", ließ er wissen.
Ferrero für Alcaraz wie Onkel Toni für Nadal
Das sympathische, freundliche und bodenständige Auftreten von Alcaraz verstärkt den Eindruck, dass das (spanische) Tennis in besten Händen ist. Nicht zu unterschätzen ist diesbezüglich die Rolle des Trainers.
Was Onkel Toni über viele Jahre für Nadal war, ist Juan Carlos Ferrero für Alcaraz: der perfekte Coach und Förderer. "Juan Carlos ist eine sehr wichtige Person für mich. Er ist nicht nur Coach, sondern auch ein Freund - also kann ich mit ihm über alles reden", betonte der Weltranglistendritte.
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Juan Carlos Ferrero & Carlos Alcaraz, Roland Garros 2024
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Alcaraz ist mehr als bereit, die Nachfolge von Nadal anzutreten, dessen Karriereende er kurioserweise durch die Niederlage mit Marcel Granollers im Davis-Cup-Doppel gegen die Niederlande besiegelt hat.
So ganz ohne seinen Olympia-Doppel-Partner Nadal muss er auf der Tour trotzdem nicht auskommen, wenn er das nicht möchte. Er glaube zwar nicht, dass Alcaraz viele Ratschläge nötig habe, betonte dieser, "aber natürlich stehe ich jederzeit bereit, wenn er mich anrufen will".
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Das sagt Nadal nach der Niederlage im Davis Cup
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