Alexander Zverev nach Auftaktsieg bei French Open im Fokus: Spritzen, Hundeknochen und jede Menge Routinen

Nach seinem souveränen Auftakterfolg bei den French Open 2026 geht Alexander Zverev in der brutalen Mittagshitze von Paris seinen Routinen nach und fordert im verborgenen Trainingscenter sein gesamtes Team. Dass er dabei befreit wirkt, hat mit einer Spritzenbehandlung zu tun sowie medizinischer Entwarnung bei seinem tierischen Begleiter. Sportlich allerdings wartet nun eine knifflige Aufgabe.

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Quelle: Eurosport

Alexander Zverev forderte am Montagmittag auf Platz 27 im Jean-Bouin-Trainingscenter nicht nur Mikhail Ledovskikh. Neben seinem langjährigen Hittingpartner war ebenfalls Bruder Mischa Zverev in der Ausgangsstellung an der Grundlinie positioniert.
Das war für Beobachter, die vor sechs Wochen bei den BMW Open in München weilten und den Ex-Profi auf Krücken und mit dicker Schiene am Knie antrafen, eine kleine Überraschung. In der kräftezehrenden Pariser Hitze jedenfalls war Mischa Zverev einen Großteil der knapp zweistündigen Einheit aktiv mit auf dem Platz und wirkte deutlich mobiler.
Eine seiner Aufgaben: Die härter gewordene Vorhand seines Bruders, eingesetzt als Richtungswechsel nach mehreren Rückhandbällen, zu entschärfen und zurückspielen. Danach vollendete Zverev den Ballwechsel nach Möglichkeit mit einem Gewinnschlag.
Dass Alexander Zverev weiter an seiner Vorhand feilt, ist keine Überraschung und gehört längst zu den vielen Routinen, die der 29-Jährige bei seinen Einheiten an den Zwischentagen in Paris umsetzt. Auffälliger war die Intensität, die der 29-Jährige am Tag nach seinem Auftaktsieg in drei Sätzen gegen Benjamin Bonzi auf den Platz in der einige hundert Meter vom Stade de Roland-Garros abgelegenen Trainingsanlage umsetzte. Dort geht es ohne den riesigen Fanrummel bei den French Open ruhig zu. Doch Zverev drückte aufs Gaspedal.
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Tennis: Alexander Zverev bei den French Open 2026 in Paris

Fotocredit: Getty Images

Zverev mit ungewöhnlicher Bespannung in Paris

Einen Geschwindigkeitsnachweis gab es beim Training ob fehlender Messgeräte nicht. Doch der einst als komplette Schwachstelle geltende Vorhandschlag kann als solche nicht mehr identifiziert werden.
Zverev kann den Schlag nicht nur als Richtungswechsel einsetzen - sondern auch Winner mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit produzieren. Gänzlich fehlerfei war der Finalist von 2024 freilich nicht.
Doch die Entwicklung kann Zverev Hoffnung machen. So schnell die Anpassung zu finden mit den für den Deutschen so ungeliebten Wilson-Bällen, ist eine Neuigkeit hier in Paris. Zverev erklärte in seiner Pressekonferenz nach dem ersten Sieg, was er jedes Jahr beim Sandplatzklassiker betont und umstellen muss.
"Hier bespanne ich drei bis fünf Kilo weicher als in Rom, was eine Welt ist. Aber das mache ich hier jedes Jahr, weil die Bälle einfach nicht fliegen - auch bei 32 Grad nicht", erklärte Zverev. Die ungemein hohen Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke helfen allerdings schon ein wenig, wie Mischa Zverev bei Eurosport betonte.
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Mischa Zverev exklusiv vor Auftakt: "Haben uns viel vorgenommen"

Quelle: Eurosport

Spritzen vom Bayern-Doc helfen Zverev

Das sommerliche Klima in Frankreichs Hauptstadt ist zudem förderlich für eine andere Baustelle - Zverevs Rücken, der ihn über weite Strecken von 2025 Probleme bereitete. Eine Spritzenbehandlung des bekannten Sportmediziners Dr. Müller-Wohlfahrt vor den Australian Open verschaffte Zverev für drei Monate Schmerzfreiheit. Hier in Paris bekannte er, dass die Probleme während der BMW Open in München vor fünf Wochen zurückkehrten. 
 Vor Paris machte er einen weiteren Abstecher nach München. "Ich hatte zwei wunderbare Behandlungen bei Doktor Müller-Wohlfahrt", sagte Zverev vor dem Bonzi-Match: "Und die haben mir sehr geholfen." Der bekannte Mediziner ist für zwei verschiedene Dinge bekannt.
Erstens: Seine Fingerkuppen hätten Fähigkeiten, die in der Schulmedizin nicht gelehrt würden. Das behauptet der Mediziner selbst. Muskelverletzungen tastet er wie kein zweiter Arzt ab.
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Zverev mit Mittagsmatches zufrieden: "Ich liebe Hitze"

Quelle: Perform

Zverev setzt auf "Schall-Therapie"

Zweitens: Für seine Injektionen auf Basis von Kälberblut und biologischen Mitteln. Für die wurde Müller-Wohlfahrt, das schrieb die "FAZ" dieser Tage, oft belächelt. Manche hielten die Heilkräfte für Hokuspokus, doch die Behandlungserfolge bei vielen prominenten Sportlern sprechen für Müller-Wohlfahrt.
Auch bei Zverev schlugen die Spritzen sofort an. In Australien hatte Zverev gesagt: "Der hat mir 77 Spritzen irgendwo reingesteckt, das hat geholfen."
Dennoch ist Deutschlands bestem Spieler zu wünschen, dass er nun nicht regelmäßig solche Behandlungen in Anspruch nehmen muss, um Schmerzfreiheit zu erreichen. Dabei helfen soll mit Timo Schall ein Physiotherapeut, der zumindest in 2026 das erste Mal dabei ist und vor zehn Jahren bereits Tommy Haas betreute.

 Zverev bangte in München um seinen Hund

Schmerzfrei wiederum ist Zverevs vierbeiniger Begleiter momentan nicht. Das wiederum belastete Zverev, für den die Hunde seiner Familie und nun sein eigener Dackel eine immense Bedeutung darstellen. Zverev gab in Paris zu, dass Mishka sich schwer verletzt hatte.
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Zverev spricht über schweren Unfall seines Hundes in München

Quelle: Perform

"Der Volltrottel ist erst acht Monate alt und versteht nicht, warum er im Golfcart sitzen bleiben soll. Er war angeleint, springt aber während der Fahrt ab und bricht sich vier Knochen und beide Hüften. Ich habe die ganze Nacht im Krankenhaus verbracht und wusste nicht, ob er operiert werden muss oder nicht, und ob er jemals wieder laufen kann oder nicht", resümierte er nach eigenen Angaben einen schlimmen Tag während des Turniers in München, der Zverev selbst mental zusetzte.
Jetzt gehe es dem Gefährten aber besser.
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Alexander Zverev mit seinem Hund Mishka

Fotocredit: Instagram

Machác nicht zu unterschätzen

So kann sich Zverev komplett auf seine sportlichen Belange fokussieren. Die nächste Aufgabe, Tomás Machác aus Tschechien, ist nicht zu unterschätzen, stand er vergangenes Jahr bereits auf Rang 20, gewann zwei ATP-Titel.
Für ein Zweitrunden-Match kommt auf Zverev gehobene Klasse zu. "Wenn er gut spielt, spielt er richtig gut", brachte es Zverev relativ einfach auf den Punkt.
Der 25-Jährige hatte allerdings auch einen Schwachpunkt, bekam regelmäßig körperliche Probleme in Form von Krämpfen. Bei den momentanen Temperaturen, die Zverev wenig bis gar nichts auszumachen scheinen, könnte das ein Vorteil werden.
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Becker über Zverev: "Sehr variantenreich und sehr gefährlich"

Quelle: Eurosport


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