French Open 2026: Alexander Zverev nach Triumph bereit für weitere Grand-Slam-Titel - Parallele zu Dominic Thiem?
Publiziert 08/06/2026 um 22:33 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat sich am Sonntag im Finale der French Open gegen Flavio Cobolli (6:1, 4:6, 6:4, 6:7, 6:1) die Krone aufgesetzt und den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere erobert. Geht es nach Mats Wilander, TV-Experte bei TNT Sports, stellt der Triumph in Paris eine Initialzündung dar. "Ich wette, da kommt noch mehr", blickte der siebenmalige Major-Sieger in die Zukunft des Hamburgers.
Zverev lässt tief blicken: "Am Ende haben wir es geschafft"
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Der Showdown in der französischen Hauptstadt trug einen Hauch von Zäsur an sich: Erstmals seit den US Open 2023 standen weder Jannik Sinner noch Carlos Alcaraz im Finale eines Majors, ebenso schwang sich auch zum ersten Mal seit knapp drei Jahren ein anderer Name zum Triumphator auf.
Seit 2017 waren die Grand-Slam-Titel neben Sinner und Alcaraz nur den famosen "Big Three" Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic vorbehalten. Die einzigen Ausnahmen: Dominic Thiem, Daniil Medvedev - und seit Sonntag auch Alexander Zverev.
Nach drei teils dramatisch verlorenen Finalspielen platzte bei der deutschen Nummer eins ein Knoten, wodurch die Frage aufgeworfen wurde: Was folgt jetzt?
TNT Sports-Experte Mats Wilander wähnt Zverev am Anfang eines neuen Zyklus. "Ich glaube, dass er in Zukunft sehr schwer zu schlagen sein wird", legte sich der 61-jährige Schwede fest, dass Paris zu einem Dosenöffner für Zverev wurde.
French Open: Zverev tankt Selbstvertrauen für Sinner und Alcaraz
Der Titel in Roland-Garros kann für Zverev einen Wendepunkt in seiner Karriere darstellen. Bis Sonntag galt der 29-Jährige noch bei vielen Beobachtern als bester Spieler, der nie ein Major gewonnen hat. Nun schuf er das Fundament für ein völlig neues Image.
"Ich wette, da kommt noch mehr", hob Wilander hervor. "Das Selbstvertrauen, das ihm dieser Erfolg gibt - jetzt muss er daran glauben, dass er Jannik Sinner und Carlos Alcaraz auch bei Grand-Slam-Turnieren schlagen kann. Denn er hat es unter Druck geschafft."
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Becker analysiert den Zverev-Triumph: "Eine Achterbahn der Gefühle"
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Während Alcaraz die French Open verletzungsbedingt auslassen musste, schied Sinner spektakulär in Runde zwei aus. Früh im Turnier waren alle Augen auf Zverev gerichtet, der diese Herausforderung letztlich aber bravourös meisterte.
"Wenn er das nächste Mal gegen sie spielt, weiß er, wie er damit umgehen muss", blickte Wilander auf zukünftige Duelle zwischen Zverev und die beiden Superstars.
Eugenie Bouchard, Wimbledon-Finalistin von 2014, traut dem Olympiasieger ebenso einen nun einsetzenden Höhenflug zu. "Der erste Titel war für ihn der schwierigste, weil er vor allem für ihn eine mentale Hürde darstellte", so die 32-jährige Kanadierin bei TNT Sports. "Jetzt, da er es geschafft hat, wird er in solchen Situationen entspannter sein."
Zverev siegt in Paris: Eine Parallele zu Thiem
Unter den Zuschauern am Court Philippe-Chatrier tummelte sich auch Dominic Thiem, der Zverev einst im Finale der US Open 2020 in die Knie gezwungen hatte. Zum Österreicher, der im Herbst 2024 seine Karriere beendet hatte, entstand am vergangenen Wochenende eine Parallele.
So war Thiem bei seinem Triumph in New York nur zwei Jahre jünger als Zverev, zuvor hatte er auch drei Grand-Slam-Finals verloren. Im Anschluss konnte er keine großen Erfolge mehr folgen lassen - unter anderem wegen Verletzungen und mentaler Erschöpfung.
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Zverev exklusiv: "Es ist super emotional"
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"Das kann passieren, wenn man etwas älter wird", meinte Wilander dazu. "Thiem hatte außerdem mit seinen Handgelenksproblemen zu kämpfen. Aber ich glaube auch, dass er ein Stück weit den Antrieb verloren hat, nachdem er den Gipfel endlich erklommen hatte. Es wird interessant sein zu sehen, wie Zverev mit diesem Sieg umgeht."
Drückt sich die Erleichterung beim frischgebackenen French-Open-Champion so stark aus, dass sich sein Fokus verschiebt? Oder etabliert sich Zverev neben Sinner und Alcaraz dank des geplatzten Knotens als ein Teil der neuen Big Three?
Vorteil Zverev: Rolle des Underdogs bleibt erhalten
Seine Widerstandsfähigkeit hat Zverev in Paris eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun gilt es diese in kommenden Duellen mit Sinner und Alcaraz zu bewahren und möglichst in Titel umzumünzen.
Trotz seines Titels bei den French Open wird sich am Kräfteverhältnis zwischen ihm und den beiden Himmelsstürmern aber nichts ändern - die schmerzvolle Serie von neun Niederlagen am Stück gegen Sinner unterstreicht das. Wie Bouchard jedoch anmerkte, darf Zverev fortan auf einen kleinen Vorteil setzen.
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Finale: Zverev beendet deutsche Grand-Slam-Durststrecke - Highlights
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"Das war ein großartiger Test für seine mentale Stärke. Auch wenn Sinner und Alcaraz mehr Grand-Slam-Titel gewonnen haben, wird er gegen sie vorerst noch der Außenseiter sein", erläuterte sie und verwies anschließend auf einen Pluspunkt: "Deshalb wird er vermutlich sogar noch freier gegen sie aufspielen können. Sascha ist den Ballast losgeworden, endlich ein Major gewinnen zu müssen."
Wenn er der absoluten Elite gegenübersteht, sei Zverev von diesem Druck nun befreit. TNT Sports-Experte Àlex Corretja brachte die neue Realität für den Deutschen derweil in einem einzigen Satz auf den Punkt: "Ab jetzt wird für ihn alles anders sein."
Die erste Chance, diesen Wandel zu bestätigen, bietet sich beim ältesten Tennis-Turnier der Welt: Zwischen 29. Juni und 12. Juli geht Zverev in Wimbledon an den Start und bestreitet sein erstes Major als Grand-Slam-Turniersieger.
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Der Matchball zum ersehnten Titel! Zverev gewinnt die French Open
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