Nick Kyrgios bringt sich mit Sieg gegen Daniil Medvedev als US-Open-Favorit in Stellung - so sieht sein Plan aus
Nick Kyrgios ist in der Form seines Lebens und knüpft nach seinem Finaleinzug beim Rasenklassiker von Wimbledon auf Hartplatz nahtlos an die starken Leistungen an. Nach dem Turniersieg von Washington warf der Australier beim Masters von Montreal den Weltranglistenersten Daniil Medvedev raus. Kyrgios zählt damit bei den US Open zu den Favoriten - auch dank neuer Qualitäten.
Match gedreht: Kyrgios gelingt Coup gegen Medvedev
Quelle: SNTV
Zehn Minuten aufwärmen, weiter zum Physiotherapeuten - und dann ein beeindruckender Erfolg gegen die Nummer eins der Welt vor vollem Haus in Montreal.
Nick Kyrgios untermauerte in der 2. Runde des kanadischen Masters-Events, dass er derzeit zu den Besten auf der Tour zählt und bei den US Open zu den Titelanwärten gehört.
Er sei "bessere denn je in der Lage, sich auf Matches vorzubereiten", erzählte Kyrgios auf der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Medvedev.
"Mein Physio ist in Vollzeit bei mir. Das war vergangenes Jahr infolge der Corona-Pandemie nicht möglich. Es war schwer für mich, meinen Körper zu managen. Jetzt arbeite ich daran täglich zwei bis drei Stunden", so der 27-Jährige.
Kyrgios mit famoser Siegquote
Die positiven Auswirkungen lassen sich an den Ergebnissen ablesen. Zu Jahresbeginn setzte der aufgrund seiner Ausraster und frechen Ansagen umstrittene Tennisprofi ein sportliches Ausrufzeichen.
Zusammen mit Landsmann Thanasi Kokkinakis gewann Kyrgios den Doppel-Titel bei den Australian Open. Nach guten Ergebnissen in den Folgemonaten ging er im Finale von Wimbledon gegen Novak Djokovic gar in Führung, ehe er in vier Sätzen unterlag.
Auf Hartplatz folgte der Titel in Washington, nun peilt Kyrgios den Turniersieg in Montréal an. Vor allem die Konstanz und das dauerhaft hohe Niveau beeindrucken. Aktuell stehen in dieser Saison 29:7 Siege zu Buche, eine famose Bilanz.
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Kyrgios gewinnt Turnier in Washington: Erster Titel seit 2019
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Die Siegquote von 80,6 Prozent in diesem Jahr wird nur von Rafael Nadal (92,1), Carlos Alcaraz (83,7) und Novak Djokovic (82,1) überboten. "Ich habe eine positive Einstellung und mir ist bewusst, dass ich einen guten Lauf habe. Darauf baue ich auf", betonte Kyrgios in Montreal.
Kyrgios in Runde eins? Bloß nicht!
Allerdings: In der Weltrangliste konnte der Australier noch nicht so recht Schwung aufnehmen. Da es infolge des Ausschlusses von Profis aus Russland und Belarus in Wimbledon keine Rankingpunkte gab, steht Kyrgios im Moment nur auf Rang 37.
Damit ist er bei den Turnieren nicht gesetzt und bekommt es - wie in Montreal - schon früh mit hochkarätigen Kontrahenten zu tun.
Einerseits ist das ein Problem für Kyrgios, andererseits weiß er genau, dass die anderen Topspieler in ihm den schwerstmöglichen Auftaktgegner sehen - und das Los, das keiner ziehen will.
Kyrgios plant Großes bei den US Open
Vor allem nicht bei den US Open (ab 29. August live auf discovery+ und im TV bei Eurosport). Das letzte Grand-Slam-Event des Jahres spielt in den Planungen von Kyrgios eine Schlüsselrolle. Die beiden Wochen im Big Apple bezeichnete seien "massiv wichtig", er werde "nichts im Tank lassen".
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Wohin soll ich aufschlagen? Kyrgios fragt Zuschauerin
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Und: Kyrgios ergreift Maßnahmen, um mit vollem Tank an den Start zu gehen. "In der Woche zuvor werde ich kein Turnier spielen, um mich zu erholen und mein Training zu organisieren", kündigte der Weltranglisten-37. an.
Die Chancen auf den ersten Grand-Slam-Titel sind realistisch, zumal die Top 6 der Welt Probleme haben. Titelverteidiger Medvedev, Stefanos Tsitsipas und Carlos Alcaraz offenbarten zuletzt spielerische Schwächen. Rafael Nadal und Alexander Zverev arbeiten an ihren Comebacks, während Novak Djokovic aufgrund seines Verzichts auf eine Impfung gegen das Coronavirus aller Voraussicht nach nicht teilnehmen darf.
Die Vorzeichen stehen gut für Kyrgios. Dass er aber deshalb auf seine Mätzchen verzichten wird, ist nicht zu erwarten. Das machte er in Montreal deutlich: "Ich werde auf dem Court tun, was immer ich will und so spielen, wie ich es möchte - ob die Zuschauer mich dafür mögen oder nicht."
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Wimbledon no ranking points: Eurosport experts give their views on what it means for players
Quelle: Eurosport
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