US Open 2025: Jannik Sinner und Carlos Alcaraz zerlegen die Konkurrenz - Countdown für nächstes Traum-Finale läuft

Die Titel bei den Grand Slams - zuletzt waren sie eine Sache für Jannik Sinner und Carlos Alcaraz. Ausschließlich. Seit den Australian Open 2024 teilen sich die beiden Tennis-Superstars die Trophäen der vier bedeutendsten Turniere untereinander auf - und auch bei den US Open 2025 scheint der Sieg nur über die zwei Rivalen zu gehen, denn der Italiener und der Spanier zerpflücken die Konkurrenz.

Titelverteidiger Jannik Sinner bei den US Open 2025

Fotocredit: Imago

Die US Open Trophy ist ein "Wanderpokal". So zumindest scheint es mit Blick auf die Siegerliste der vergangenen Jahre. Seit 2008, als Roger Federer seinen fünften Flushing-Meadows-Coup in Serie feierte, konnte kein Champion mehr seinen Titel erfolgreich verteidigen.
In diesem Jahr aber könnte der Bann gebrochen werden. Denn das, was Titelverteidiger Jannik Sinner beim letzten Grand-Slam-Turnier der Saison jüngst auf den Hartplatz zauberte, war pure Perfektion.
Mit 6:1, 6:1, 6:1 schickte der Südtiroler im Achtelfinale den Geheimfavoriten Alexander Bublik nach Hause. Gerade einmal 81 Minuten benötigte Sinner, um sich an seinem kasachischen Kontrahenten für die Pleite beim Juni-Rasenevent in Halle zu revanchieren. Es war das zweitkürzeste Match der diesjährigen US Open bei den Männern.
Bereits im Vorfeld hatte Bublik den 24-Jährigen als "KI-generierten Spieler" charakterisiert, der in seinen Augen so perfekt wirke, als sei er von einer künstlichen Intelligenz entworfen. Nun, bei der Verabschiedung am Netz, bezeichnete er Sinner sogar als "GOAT", also den "Größten aller Zeiten".
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Jannik Sinner dominiert bei den US Open 2025

Fotocredit: Getty Images

War für die deutsche Tennis-Ikone Boris Becker der Wimbledon-Rasen das "Wohnzimmer", scheint sich Sinner mittlerweile gleich zwei Wohnzimmer fernab der Heimat eingerichtet zu haben: auf den Hartplätzen der Australian Open und US Open.

Nur drei Spieler (noch) dominanter auf Hartplatz als Sinner

Für den Weltranglistenersten war es der insgesamt 25. Hartplatz-Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier in Serie - lediglich Ivan Lendl (26), Novak Djokovic (27) und Roger Federer (40) haben mehr. Sollte Sinner seinen Erfolgslauf fortführen und als erster Profi seit Federer den US-Open-Titel verteidigen, zöge er in der Liste an Lendl und dem "Djoker" vorbei.
Dass trotz der Hartplatz-Dominanz hinter Sinners Titelverteidigung ein Fragezeichen steht, liegt insbesondere an seinem spanischen Rivalen Carlos Alcaraz. Denn auch der Cincinnati-Sieger präsentiert sich in New York derzeit in Top-Form. War der US-Open-Champion von 2022 im Vorjahr noch völlig überraschend in der zweiten Runde ausgeschieden, zog der 22-Jährige diesmal nahezu mühelos ins Viertelfinale ein.

Alcaraz ohne Satzverlust - Sinner wie Federer und Co.

Im Direktvergleich mit Sinner hat Alcaraz sogar die Nase vorn (9:5). Der Weltranglistenzweite ist seit Dienstagabend sogar schon eine Runde weiter und gab in seinen fünf Matches bislang noch keinen Satz ab, bei seiner fünften Teilnahme im Big Apple steht er zum dritten Mal unter den besten vier.
Auf dem Weg dahin blieb Alcaraz dreimal unter zwei Stunden Spieldauer. Seinen größten Aufwand musste er bislang beim 7:6 (7:3), 6:4, 6:4 im Achtelfinale gegen den Franzosen Arthur Rinderknech betreiben, den er in 2:12 Stunden bezwang.
Sinner hingegen hatte in der dritten Runde einen wahren Kraftakt benötigt, um sich gegen den Kanadier Denis Shapovalov zu behaupten.
Nach dem verlorenen ersten Satz und einem 0:3-Rückstand im dritten Durchgang hatte sich der Italiener erst nach 3:12 Stunden durchgesetzt, dabei allerdings Eigenschaften offenbart, wie sie auch Djokovic, Federer und Rafael Nadal in ihren Höchstzeiten zeigten: Selbst wenn Sinner gegen Shapovalov zwischenzeitlich nicht sein "A-Game" abrief, kam er letztlich doch souverän weiter - und rundete seine Performance schließlich mit dem 81-minütigen Achtelfinal-Blowout gegen Bublik ab.

Sinner vor historischem Duell mit Musetti

Durch seinen Viertelfinaleinzug im Arthur Ashe Stadium schrieb Sinner erneut Tennis-Geschichte. Er ist der jüngste Profi, der in zwei Jahren hintereinander bei allen Grand-Slam-Turnieren in die Runde der letzten Acht eingezogen ist.
Dort wartet am Mittwoch ein Novum auf ihn: Das Duell mit seinem Landsmann Lorenzo Musetti ist laut Angaben der ATP Tour das erste rein italienische Viertelfinale im Herren-Einzel bei einem Grand Slam.
Musetti sei "ein großartiger Spieler, sehr, sehr talentiert. Er spielt großartiges Tennis", sagte Sinner nach seinem Viertelfinaleinzug: "Er hatte während der Saison ein wenig zu kämpfen, aber jetzt ist er in einer fantastischen Form und Verfassung."
Wie Sinner wusste auch Musetti, French-Open-Halbfinalist und Nummer zehn der Welt, in seinem Achtelfinale gegen den Spanier Jaume Munar zu überzeugen. Der klare Favorit im italienischen Duell ist aber natürlich Sinner, der nach den Australian Open und Wimbledon seinen dritten Grand-Slam-Titel in 2025 anpeilt.

Nächster Titel für Sinner - oder gleicht Alcaraz aus?

Läuft es so, wie es die meisten vermuten, müsste Sinner im Finale dafür Alcaraz schlagen - auch, um seine Spitzenposition in der Weltrangliste zu verteidigen.
In Flushing Meadows, für Sinner seit vielen Jahren "ein besonderer Ort", muss der Südtiroler nämlich besser als sein spanischer Rivale abschneiden. Ansonsten würde Alcaraz sich im Kampf um die Nummer eins der Welt wieder an Sinner vorbeischieben.
Alcaraz ist zuversichtlich, dass nicht Sinner, sondern er selbst bei den US Open triumphiert. "Mein Tennisstil passt einfach sehr gut zur Energie hier in New York. Ich liebe es einfach", sagte der French-Open-Champion nach dem Achtelfinale.

Sinner über Alcaraz: "Feinde, wenn wir den Platz betreten, aber ..."

Sollte Alcaraz am Sonntag tatsächlich die US Open Trophy in die Höhe halten, wäre es sein vierter Major-Titel seit den Australian Open 2024. Umgekehrt könnte Sinner sein fünfter Grand-Slam-Coup seit Januar 2024 winken.
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Carlos Alcaraz kümmert sich nach Abbruch in Cincinnati um Gegner Jannik Sinner

Fotocredit: Getty Images

Ein mögliches US-Open-Finale der beiden Top-Favoriten - der dritte Showdown in Grand-Slam-Endspielen nacheinander - wäre dann sogar ein Match um die Führung der Weltrangliste und das nächste packende Kapitel der beiden Rivalen, die außerhalb des Platzes "eine gute Freundschaft" verbindet.
Das betonte Sinner noch einmal am Montagabend: "Natürlich sind wir Feinde, wenn wir den Platz betreten, wir versuchen unser bestes Tennis zu spielen. Aber damit hat es sich auch schon. Nach dem Handschlag ist alles wieder gut."
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Williams/Fernandez lösen Viertelfinalticket im Doppel - Highlights

Quelle: Eurosport


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