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Nagelsmann hält Titel für möglich: "Das impliziert auch die Meisterschaft"

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Traf doppelt gegen Hoffenheim: Leipzigs Timo Werner

Fotocredit: Getty Images

VonEurosport
08/12/2019 Am 12:59 | Update 08/12/2019 Am 13:35

Nach der nächsten Gala-Vorstellung auf dem grünen Rasen patzte Timo Werner ausgerechnet im feinen Zwirn. Eigentlich sollte RB Leipzigs Nationalstürmer doch einfach nur Bälle für den guten Zweck versenken. Doch bei der ZDF-Show "Ein Herz für Kinder" scheiterte der sonst so zielsichere Werner kläglich an der Torwand. Kein Treffer. Lange grämen ließ er sich nicht und spendete generös 10.000 Euro.

Timo Werner wusste ganz genau, dass er einige Stunden vorher RB Leipzig endgültig zum ernsthaften Meisterschaftsanwärter in der Bundesliga geschossen hatte. Seine Quote liest sich in der Tat unwirklich: Zum 14. und 15. Mal traf Werner beim 3:1 (1:0)-Sieg der Leipziger gegen die TSG Hoffenheim, besser ist da nach 14 Saisonspielen nur Bayerns Torjäger Robert Lewandowski (16 Tore).

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Und sein Trainer Julian Nagelsmann versuchte nach Werners neuestem Doppelpack gleich einmal, die Konkurrenz zu ängstigen. "Ich bin mir relativ sicher - ohne jetzt zu viel Angst zu verbreiten, was die gegnerischen Torhüter angeht -, dass er noch ein paar Schritte gehen wird und noch torgefährlicher wird", sagte der Coach im "Aktuellen Sportstudio" des "ZDF".

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Werner blüht unter Nagelsmann auf

Die aktuelle Topform des 23 Jahre jungen Angreifers ist eng mit der Personalie Nagelsmann verzahnt. Der Trainer, der vor der Saison aus Hoffenheim gekommen war, überzeugte Werner unter anderem von einer Vertragsverlängerung bis 2023 - trotz guter Angebote aus Spanien.

"Ich habe ihm gesagt, dass er noch Entwicklungsfelder hat und dass ich ihm dabei helfen will, dass er noch ein besserer Spieler wird. Die Entwicklung, die er jetzt im Klub zeigt, ist ein gutes Indiz dafür, dass das der richtige Schritt war", sagte Nagelsmann. Das kann man so formulieren.

Werner geht bei RB mehr in die tiefen Räume

Nachdem Werner in der vorigen Saison öfter verkrampft wirkte und zu viele Chancen vergab, kitzelte der neue Coach Nagelsmann noch mehr aus ihm heraus:

Er bewegt sich gut, bei mir spielt er ein bisschen tiefer als die letzten Jahre. So hat er häufig viel Raum, wo er sein Tempo auf den Platz bringen kann.

Bestens zu sehen war dies gegen Hoffenheim, als Werner wiederholt die Abwehrreihe der Gäste übersprintete und sogar noch mehr Tore hätte machen können. Das wären dann wohl die Entwicklungsschritte, von denen Nagelsmann spricht und die auch nötig sein werden, um am Ende der Spielzeit vielleicht tatsächlich die Meisterschale hochzuhalten.

Timo Werner (links) blüht unter Trainer Julian Nagelsmann in Leipzig so richtig auf

Fotocredit: Getty Images

Leipzig will unter die ersten Vier

Ein Thema ist die "M-Frage" in Leipzig jedenfalls. Denn Nagelsmann hat sich bereits, wenn auch mit einem aufgelegten Lächeln auf den Lippen, den Rathausbalkon angeschaut:

Als ich auf dem Weihnachtsmarkt war, habe ich schonmal nachgeschaut. Der ist sehr klein. Vielleicht können wir den noch etwas vergrößern.

Erstmal müsste RB aber irgendwann im Laufe der Saison die Tabellenführung übernehmen. Weil auch Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach gegen den FC Bayern gewann (2:1), ist Leipzig weiter mit einem Punkt Abstand Zweiter. Den nur siebtplatzierten Rekordmeister hat Nagelsmann übrigens auch noch nicht abgeschrieben:

"Bayern ist ein Konkurrent um die ersten vier Plätze, wo wir hinwollen. Das haben wir von Anfang an betont. Das impliziert auch die Meisterschaft, wenn wir sehr, sehr gut performen." Vor allem Werner ist ja schon mit Eifer dabei.

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(SID)

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