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FC Bayern München - Benjamin Pavard krönt Traumwochen gegen Augsburg: Plötzlich Mr. Unverzichtbar
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Publiziert 11/03/2023 um 23:05 GMT+1 Uhr
Benjamin Pavard ist beim FC Bayern der Mann der Stunde. In seinem 150. Pflichtspiel für die Münchner schnürte der Franzose am Samstag gegen den FC Augsburg (5:3) den ersten Doppelpack seiner Karriere und krönte damit seine Vorstellungen der vergangenen Wochen. Der 26-Jährige entwickelt sich zur Führungs- und Identifikationsfigur und bewirbt sich beim Rekordmeister damit um ein neues Arbeitspapier.
Benjamin Pavard überragte gegen den FC Augsburg mit zwei Treffern
Fotocredit: Imago
In der 35. Minute zappelte der Ball schon zum vierten Mal in den Maschen. Benjamin Pavard drehte in Richtung Eckfahne ab, breitete die Arme aus und klopfte anschließend auf das Wappen des FC Bayern München über seiner linken Brust.
Mit einem spektakulären Scherenschlag hatte der Franzose zum 3:1 getroffen - und das nur 16 Minuten, nachdem er den FC Bayern gegen den FC Augsburg mit seinem ersten Tor am Samstagnachmittag auf die Siegerstraße gebracht hatte.
"Das war ein Top-Spiel der Mannschaft und auch eine schöne Partie für mich mit zwei Toren", schwärmte der 26-Jährige nach dem 5:3 (4:1) in der Allianz Arena gegenüber den vereinseigenen Kanälen.
Die Geste nach seinem zweiten Treffer: Ein Liebesbeweis an den FC Bayern München. Ein eindeutiges Zeichen an Zuschauer und Verantwortliche, das vor wenigen Monaten noch undenkbar schien.
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Benjamin Pavard überragte gegen den FC Augsburg mit zwei Treffern
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Pavard kokettiert mit Abgang aus München
Im November nämlich kokettierte Pavard öffentlich mit einem Abschied aus der bayrischen Landeshauptstadt. "Ich habe nichts dagegen, ein neues Projekt zu entdecken", hatte der Weltmeister von 2018 in der französischen "L'Équipe" angedeutet.
Die Fans an der Isar reagierten mit Hohn und Spott, zumal der Abwehrspieler sportlich nur eine untergeordnete Rolle spielte. Auf der rechten Abwehrseite drohte Noussair Mazraoui dem Mann aus Maubeuge den Rang abzulaufen. Auf den beiden Innenverteidigerpositionen hatten Matthijs de Ligt und Dayot Upamecano die Nase vorn.
Seine Frust darüber, dass er im Oktober gegen Mainz (6:2) zum zweiten Mal in Folge nur auf der Bank saß, stellte er öffentlich zur Schau.
Die Zeichen für Pavard, dessen Vertrag 2024 ausläuft, standen auf Abschied im Sommer. Auch, da schon im zurückliegenden Juli Meldungen aufgekommen waren, er könne sich einen Wechsel vorstellen, wolle bei einem europäischen Top-Klub zum Abwehrchef aufsteigen.
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Benjamin Pavard schmorte bei der WM 2022 für Frankreich zumeist auf der Bank
Fotocredit: Getty Images
Pavard blüht nach enttäuschender WM auf
Auf die Degradierung an der Isar folgte in Katar auch die Degradierung bei der Équipe Tricolore. Nach dem WM-Auftakt gegen Australien (4:1) rüffelte Frankreich-Coach Didier Deschamps seinen Außenverteidiger, er sei "mental und körperlich" nicht auf der Höhe gewesen.
Pavard absolvierte keine Minute mehr.
Doch seit dem Jahreswechsel blüht Pavard auf. Vor allen Dingen, weil Julian Nagelsmann ihn nun auf seiner Lieblingsposition im Abwehrzentrum aufbietet. Dass die Münchner seit der Winterpause - wie auch am Samstag gegen den FC Augsburg - vermehrt mit einer Dreierkette operieren, kommt Pavard zusätzlich entgegen.
"Ich freue mich wirklich, dass Benji das so gut macht. In den vergangenen vier bis sechs Wochen ist er einer der herausragenden Spieler hier bei uns", adelte Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Verteidiger.
Pavard bekennt sich zum FC Bayern
Verflogen scheinen die Gedanken an ein neues Projekt. In der vergangenen Woche bekannte sich Pavard entgegen vorheriger Gerüchte eindeutig zum deutschen Vorzeigeklub.
"Mein Ziel war es definitiv, beim FC Bayern zu bleiben", beteuerte Pavard im Interview mit "Sport1", nicht ohne eine Kampfansage an die Konkurrenz nachzulegen: "Ich bin entschlossen, alles für den Verein und für die Mannschaft zu geben und ich will mit Bayern noch so viele Titel wie möglich gewinnen", sagte Pavard.
Dass er im wichtigen Rückspiel gegen Paris Saint-Germain (2:0) gesperrt auf der Tribüne Platz nehmen musste, schmerzte. Doch der Franzose tat von draußen alles, um seiner Mannschaft ins Viertelfinale zu helfen.
Pavard sprang auf seinem Stuhl vor den Presseplätzen auf und ab, brüllte, tanzte, klatschte und jubelte. Nach dem Spiel konnte es der 26-Jährige kaum abwarten, auf das Feld zu laufen und sich mit den Kollegen vor der Südkurve feiern zu lassen.
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Benjamin Pavard feierte den Viertelfinaleinzug gegen Paris Saint-Germain in der ersten Reihe
Fotocredit: Getty Images
Pavard gegen Augsburg überragend
Pavard sprüht dieser Tage nur so vor Energie. "Er kommt jeden Tag mit einem Lächeln zum Training. Er freut sich, arbeitet, ist gut drauf und in guter Form", unterstrich Sportvorstand Salihamidzic am Samstagabend in der Allianz Arena nur Minuten nach der Benji-Gala.
In seinem 150. Pflichtspiel für die Isarstädter lieferte er eine herausragende Vorstellung. Gerade in der Spielauslösung rückte Pavard in den Fokus, sammelte mehr Ballkontakte als jeder andere Münchner (107) und spielte die meisten wichtigen Pässe aller Akteure. 92 Prozent seiner Zuspiele kamen an.
Dass er defensiv nicht nur die meisten Aktionen klärte und die meisten Bälle abfing (jeweils 3), sondern auch mit einer Zweikampfquote von 100 Prozent am Boden und in der Luft brillierte, untermauerte seine zentrale Bedeutung im System Nagelsmann.
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Benjamin Pavard feiert das 3:1 gegen den FC Augsburg
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Pavard wird Mr. Unverzichtbar
Mit dem ersten Doppelpack in seiner Profikarriere krönte Pavard seine Vorstellung gegen Augsburg - und die der zurückliegenden Wochen. "Ich bin sehr, sehr glücklich", strahlte Pavard.
Der Franzose avanciert zunehmend zum unangefochtenen Leistungsträger und macht sich für Nagelsmann immer mehr zum Mr. Unverzichtbar.
Mit seiner Art spielt, singt und tanzt sich der einst verhöhnte Pavard in die Herzen der Fans und bewirbt sich damit ganz offensichtlich auch um ein neues Arbeitspapier an der Säbener Straße über 2024 hinaus.
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Benjamin Pavard traf gegen den FC Augsburg mit einem Scherenschlag
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Pavard trägt Bayern im Herzen
"Hasan sieht selbst, dass Benji eine starke Performance abruft und dass er immer gewinnen will", wich Nagelsmann Fragen nach einer Vertragsverlängerung aus, schob aber vielsagend nach: "Ich weiß, dass er sich mit dem Trainerteam extrem wohlfühlt und sich gut entwickeln kann."
Der Franzose entwickelt sich zum Stamm-, Führungs- und Identifikationsspieler. Sicher ist: Mit diesem "herausragenden" Pavard muss der Rekordmeister nicht nur in das kommende, sondern in die kommenden Jahre gehen. Vor allem, weil der Franzose für die Münchner brennt.
Wie sein Torjubel am Samstagabend zeigt: Pavard trägt die Bayern nicht mehr nur auf, sondern auch unter der Brust.
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