Thomas Tuchel, Joachim Löw und Zinédine Zidane - diese Top-Trainer sind auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber

Thomas Tuchel ist nach seinem Aus beim FC Chelsea der jüngste Top-Name einer ganzen Reihe von hochdekorierten Trainern, die aktuell auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber sind. Während sich bei einigen Übungsleitern bereits ein neues Engagement anbahnt, wartet ein deutscher Erfolgscoach offenbar nach wie vor auf ein passendes Angebot. Das ist der Stand bei den vereinslosen Startrainern.

Thomas Tuchel (l.) und Joachim Löw

Fotocredit: Imago

Rund vier Jahre ist es her, dass sich Englands Fußball-Fans auf den Straßen London versammelten, den Refrain des Welthits "Whole Again" der britischen Popband Atomic Kitten in "Southgate, you're the one, you still turn me on. Football's coming home again" umdichteten und diesen aus vollen Kehlen grölten.
Zum damaligen Zeitpunkt sorgten die Three Lions bei der WM-Endrunde 2018 in Russland mit dem Einzug in das Halbfinale (1:2 nach Verlängerung gegen Kroatien) für Furore. Vier Jahre später bei der EM im eigenen Land drangen Harry Kane und Co. gar bis ins Finale vor, wo sie sich letztlich jedoch Italien dramatisch geschlagen geben mussten.
Nun, knapp zwei Monate vor Beginn der WM im Katar, könnte man aufgrund der Resultate bei den vergangenen Großevents vermuten, dass England auch in der Wüstenregion zu den Topfavoriten zählt - doch weit gefehlt.
Spätestens mit dem feststehenden Abstieg aus der A-Liga in der Nations League ist spätestens das letzte bisschen Euphorie verflogen. Mittlerweile wartet die Mannschaft von Southgate seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg - so lange wie seit 30 Jahren nicht mehr. Es verwundert daher kaum, dass die Anhänger nach der 0:1-Pleite gegen Italien in den Sozialen Medien vehement Thomas Tuchel als Nachfolger von Southgate forderten. Doch nicht nur auf der Insel ist der Name des ehemaligen Übungsleiters von Borussia Dortmund in aller Munde.
Der 49-Jährige führt eine ganze Liste von Top-Trainern an, die gegenwärtig auf dem Markt sind. Eurosport.de nennt den Stand bei den fünf prominentesten Coaches.

Thomas Tuchel

Der Rauswurf des Ex-BVB-Trainers vor rund drei Wochen beim FC Chelsea hat in ganz Europa hohe Wellen geschlagen. Obwohl sich der Champions-League-Sieger von 2021 zum Saisonstart wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerte und Todd Boehly, seines Zeichens neuer Boss bei Chelsea, Differenzen mit Tuchel andeutete, stieß das vorzeitiges Aus des Deutschen dennoch auf Unverständnis in der Branche.
Klub-Ikone Joe Cole bezeichnete den 49-Jährigen etwa als "Top-Manager", der einen "guten Draht" zu den Fans gehabt habe und dazu Trophäen gewonnen hat. Daher sei es die "falsche Entscheidung" gewesen, ihn zu entlassen, sagte der ehemalige englische Nationalspieler auf dem Youtube-Kanal "FIVE".
Ähnlicher Meinung waren auch die Blues-Anhänger, die Tuchel ausgerechnet während des Debüts von Nachfolger Graham Potter an der Stamford Bridge (1:1 gegen den FC Salzburg) lautstark feierten.
Dass Tuchels Ruf unter der zweiten Entlassung binnen zwei Jahren (bei PSG im Dezember 2020) kaum gelitten hat, zeigten die Transfergerüchte in den darauffolgenden Tagen. Neben besagten Forderungen der englischen Fans, die Three Lions noch vor der WM zu übernehmen, wurde er beim FC Bayern bereits als Nachfolger für den zuletzt in die Kritik geratenen Julian Nagelsmann ins Gespräch gebracht.
Eine weitere Option wäre Berichten zufolge Juventus Turin, wo Trainer Massimiliano Allegri nach einem verkorksten Saisonstart bereits ordentlich unter Druck steht. Allerdings stärkte Geschäftsführer Maurizio Arrivabene seinem Trainer zunächst den Rücken. "Wir haben Probleme, die man jedoch nicht löst, indem man den Trainer allein lässt. Jetzt Trainer zu wechseln, wäre ein Wahnsinn", stellte er klar.
Gerade im Trainergeschäft kann sich der Wind jedoch schnell drehen, wie Tuchel jüngst am eigenen Leib erfahren musste.
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Thomas Tuchel wurde Anfang September beim FC Chelsea entlassen

Fotocredit: Getty Images

Joachim Löw

Mittlerweile ist es fast 15 Monate her, dass der 62-Jährige seine illustre Karriere als Trainer der deutschen Nationalmannschaft beendete. Obwohl Löw in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Bereitschaft signalisierte, auf die Trainerbank zurückzukehren, gab es in Sachen Comeback bislang jedoch nichts Konkretes zu vermelden.
"Ich würde schon wieder gern einen Klub trainieren, das würde mir Spaß machen", bekräftigte Löw im Mai diesen Jahres am Rande des DFB-Pokalfinals bei "Sky".
Einen Job als Auswahlcoach strebt der 62-Jährige zunächst jedoch nicht an. "Wenn man mal Trainer von Deutschland war, dann ist es natürlich schwierig, als Nationaltrainer irgendwo anders was Adäquates zu finden", so der Ex-Bundestrainer, der weiter bestätigte, dass es "einige Anfragen oder das ein oder andere Angebot" gebe, mit dem er sich beschäftige.
Passiert ist seit jeher aber wenig. Anfangs lag der Name Löw noch bei jeder großen Ziehung mit im Hut. Sowohl bei Real Madrid als auch beim FC Barcelona und bei Paris Saint-Germain wurde er in der Vergangenheit gehandelt.
Je länger der Weltmeistertrainer von 2014, der vor seinem Engagement beim Engagement beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) unter anderem den VfB Stuttgart, Fenerbahce Istanbul und Austria Wien betreut hatte, jedoch aus dem Geschäft raus ist, desto schwieriger wird eine Rückkehr werden.
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Joachim Löw

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Zinédine Zidane

Schenkt man den Berichten in Frankreich Glauben, wird es nur noch in etwa drei Monate dauern, bis der ehemalige Weltfußballer auf die Trainerbank zurückkehren wird. Genauer gesagt bis zum Ende der WM in Katar.
Es gilt in Frankreich als offenes Geheimnis, dass Zidane nach der Endrunde in der Wüstenregion das Amt von Nationaltrainer Didier Deschamps, der die Équipe Tricolore zum WM-Titel 2018 geführt hatte, übernehmen will.
Zidane soll dafür in der Vergangenheit sogar Angebote aus England und dem Nahen Osten abgelehnt haben. Genau wie eine angebliche Offerte von Paris Saint-Germain. Vor wenigen Monaten hatten "Europe 1" und "RMC Sport" berichtet, dass der 50-Jährige grundsätzlich mit dem Hauptstadtklub einig gewesen wäre.
Jene Meldungen verwies Zidanes langjähriger Berater Alain Migliaccio jedoch ins Reich der Fabeln. "All diese Gerüchte, die im Umlauf sind, sind unbegründet. Bis heute bin ich die einzige Person, die Zinédine Zidane vertreten und beraten darf. Weder Zinédine Zidane noch ich wurden vom PSG-Eigentümer direkt kontaktiert", betonte er gegenüber "L'Équipe".
Auch wenn es mit einem Engagement bei PSG nichts wurde, darf sich Fußball-Frankreich dennoch Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Weltmeisters von 1998 machen.
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Zinédine Zidane

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Mauricio Pochettino

Apropos PSG: Gerade einmal eine Saison lang dauerte das Gastspiel von Pochettino in Paris, ehe er im Juli 2022 seinen Hut nehmen musste. Zwar gewann er mit dem Starensemble die französische Meisterschaft, dies alleine war für den Anspruch des Klubs allerdings zu wenig.
Schließlich wird nichts Geringeres als der Gewinn des Henkelpotts erwartet. Egal ob Pochettino, Thomas Tuchel, Carlo Ancelotti, Laurent Blanc oder Unai Emery - sie alle scheiterten zuvor an jener Aufgabe. Nun soll Christophe Galtier den lang ersehnten Champions-League-Titel an die Seine holen.
Pochettino dagegen ist nun auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. An Angeboten sollte es dem 50-Jährigen, der 2019 mit Tottenham Hotspur das Finale der Königsklasse erreichte (0:2 gegen den FC Liverpool), nicht mangeln.
Laut "Foot Mercato" soll ausgerechnet Paris' Ligakonkurrent OGC Nizza, der gegenwärtig von Ex-Bundesligatrainer Lucien Favre trainiert wird, über eine Verpflichtung des ehemaligen Nationalspielers nachdenken.
Auch beim FC Sevilla, Newcastle United, Juventus Turin und der englischen Nationalmannschaft wurde Pochettino zuletzt ins Gespräch gebracht. Der 50-Jährige scheint somit die Qual der Wahl zu haben.
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Mauricio Pochettino

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Marcelo Bielsa

Selbst eine Lobeshymne von Star-Coach Pep Guardiola schützt einen Trainer nicht vor einem Rauswurf, wie der Argentinier schmerzlich erfahren musste. Etwas mehr als dreieinhalb Jahre lang leitete Bielsa die Geschicke bei Leeds United und führte die "Whites" am Ende der Spielzeit 2019/20 nach 16 Jahren zurück in die Premier League, ehe er im Februar diesen Jahres vor die Tür gesetzt wurde.
Der 67-Jährige gilt in der Branche als Taktik-Genie. Nicht umsonst nannte Guardiola ihn einst als "besten Trainer der Welt", der vom Fußball viel mehr verstehe, als er selbst.
Nach seinem Aus in Leeds wurde es lange Zeit still um den Olympiasieger von 2004 (mit Argentinien). Nach Informationen von "Globo Esporte" könnte nun jedoch ein Comeback von Bielsa bevorstehen. Der brasilianische Vorzeigeklub FC Santos bemühe sich demnach um die Dienste des Routiniers, allerdings sollen sich die Verhandlungen kompliziert gestalten.
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Marcelo Bielsa

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Nach der Entlassung Tuchels wurde er gar als möglicher Nachfolger beim FC Chelsea gehandelt. Gut möglich also, dass der ehemalige chilenische Nationaltrainer auf ein passendes Angebot von der Insel wartet, sollte sich eine Rückkehr nach Südamerika zerschlagen.
Darüber hinaus steht bei etlichen Nationalteam nach der WM-Endrunde traditionell eine Zäsur an, wodurch für etliche Trainer eine weitere Tür aufgehen könnte.
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Southgate über Musiala-Zukunft: "Ist mir vollkommen egal"

Quelle: Perform

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