Flandern-Rundfahrt: Mathieu van der Poel, Wout van Aert und Tadej Pogacar mit ganz unterschiedlicher Vorbereitung

Training in der spanischen Sonne, Kopfsteinpflaster-Rennen in Belgien oder Ausfahrten in der heimischen Côte d'Azur - die Superstars Mathieu van der Poel, Wout van Aert und Tadej Pogacar wählen sehr unterschiedliche Ansätze bei der Vorbereitung auf die Flandern-Rundfahrt, das zweite Monument des Jahres. Aus Sicht von Olympiasieger Greg Van Avermaet können alle drei Wege zum Ziel führen.

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Quelle: Eurosport

"Ich fände es komisch, wenn Wout jetzt in Spanien trainieren oder Mathieu jetzt Dwars door Vlaanderen fahren würde", sagte Van Avermaet gegenüber "HLN" mit Blick auf die individuell sehr verschiedenen Ansätze für den Feinschliff Richtung Ronde.
Direkt nach In Flanders Fields machte sich van der Poel im Privatjet in Richtung Costa Blanca auf, um einen letzten Trainingsblock einzuschieben. Van Aert hingegen fuhr nach dem Rennen, bei dem beide gemeinsam in die Offensive gegangen waren, in seine Heimat Herentals zurück und wird am Mittwoch (ab 13:45 Uhr live auf Eurosport und HBO Max) beim letzten Vorbereitungsrennen auf das Monument am Start stehen.
Ein Trainingsblock ermöglicht van der Poel mehr Flexibilität - van Aert ist in der "Ronde-Woche" an die Programmeckpunkte rund um Dwars door Vlaanderen gebunden. Ein Vorteil für den Niederländer?
Kaum, meinte Van Avermaet, der in seiner Karriere einmal Paris - Roubaix gewann und ein ausgewiesener Klassiker-Spezialist war. "Eine solche Vorbereitung ist wie ein Tankschiff", erklärte er. "Man kann nicht einfach so die Richtung ändern, sondern muss immer noch die richtigen Stimuli setzen und die richtige Balance finden. Aber extreme Dinge passieren jetzt ohnehin nicht mehr."
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Wout van Aert, Mathieu van der Poel und Tadej Pogacar bei der Flandern-Rundfahrt 2025

Fotocredit: Getty Images

Training oder Rennen? Van der Poel und Van Aert wählen verschiedene Wege

Bei Dwars door Vlaanderen setzt sich der Belgier aber auch einem Risiko aus - in doppelter Hinsicht. Seine Erfahrungen mit diesem Rennen sind eher durchwachsen. Im Jahr 2024 stürzte er schwer, im Jahr darauf konnte er eine Drei-gegen-Einen-Überzahl seines Visma-Lease a Bike-Teams nicht zum Sieg nutzen. Neilson Powless düpierte van Aert und Co. in einem denkwürdigen Sprint.
Doch das Risiko eines Sturzes lässt Van Avermaet nicht gelten. "Wenn das ein Argument wäre, dann sollte man vor der Flandern-Rundfahrt nirgends starten", sagte er. "Hygiene ist wichtig. Darauf habe ich immer sehr geachtet. Ich habe niemandem die Hand gegeben, vor allem nicht Journalisten. Man muss sich richtig anziehen. Ein plötzlicher Regenschauer im Finale von Dwars door Vlaanderen – wenn man ohnehin schon leicht bekleidet ist – das will man wirklich nicht.
  • Die Flandern-Rundfahrt am Sonntag, 5. April, ab 9:45 Uhr, in voller Länge live auf Eurosport und HBO Max
Für den belgischen Experten machen sowohl van der Poel als auch van Aert das Richtige aus ihrer spezifischen Situation. Van Aert möchte zum ersten Mal das größte Rennen in seiner Heimat gewinnen, für van der Poel wäre es der vierte Erfolg - ein neuer Rekord.
Beide müssen sich dafür aber erfolgreich gegen Pogacar zur Wehr setzen, der das Rennen bei drei Starts zweimal gewinnen konnte.
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Quelle: Eurosport

Pogacar tritt mit nur zwei Renntagen an

Die Vorbereitung des Slowenen findet deutlich mehr im Verborgenen statt als bei seinen beiden großen Konkurrenten. Er trainiert derzeit in seiner Wahlheimat Monaco und wird mit nur zwei Renntagen bei der "Ronde" an den Start gehen.
Es waren allerdings zwei Siege - sowohl bei Strade Bianche als auch beim ersten Monument des Jahres, Mailand - Sanremo, das er "endlich" abhaken konnte.
In den vergangenen Jahren war die Herangehensweise des Weltmeisters unterschiedlich. 2022 und 2023 fuhr er jeweils ein Kopfsteinpflaster-Rennen zur Vorbereitung. 2025 ging er ebenfalls direkt von Mailand - Sanremo nach Flandern - und gewann das Rennen.
"Es spielt keine Rolle, wie er es angeht", sagte Van Avermaet. "Er wird auf jeden Fall richtig stark sein am Sonntag." Dann wird man wissen, welche Vorbereitung sich als gewinnbringend herausstellt.
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Quelle: Eurosport


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