Paris - Roubaix: Tadej Pogacar als Sieger beim Klassiker? Streckenchef Thierry Gouvenou ist skeptisch

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Tadej Pogacar gibt sein Debüt bei Paris - Roubaix. Wie bei praktisch jedem Rennen gehört der Weltmeister auch bei der "Königen der Klassiker" zum engsten Favoritenkreis - viele Experten tippen ihn als möglichen Sieger des Monuments, gerade auch nach dem Erfolg bei der Flandern-Rundfahrt. Der Streckenchef des Rennens und der Tour de France, Thierry Gouvenou, ist allerdings eher skeptisch.

Cycling : Repost Social - Pogacar in Arenberg

Quelle: Eurosport

"Ich sehe ihn nicht als Sieger am Sonntag - aber es wird nicht viel fehlen", sagte er im "Bistrot Velo" von Eurosport Frankreich. "Er muss als Solist ankommen, denn im Velodrom wird er in einem Sprint gegen seine Kontrahenten kaum gegenhalten können. Er wird also attackieren, er muss attackieren - aber kann er die anderen abhängen? Ehrlich gesagt glaube ich das nicht."
Damit setzte sich der Franzose fast ein wenig vom Zeitgeist ab - nicht zuletzt nach dem überragenden Sieg bei der Flandern-Rundfahrt, bei dem Pogacar Pavé-Spezialisten wie Mads Pedersen, Mathieu van der Poel und Wout van Aert klar in die Schranken wies. Und selbst Van der Poels Vater Adrie sagte, dass gegen einen Pogacar in Topform nichts auszurichten sei.
Zudem zeigte der Slowene seine Qualitäten auf den Sektoren des Rennens in Nordfrankreich schon an anderer Stelle. Bei der Tour de France 2022 konnte er sich auf dem Kopfsteinpflaster auf dem Weg nach Arenberg absetzen und wurde am Ende Tages-Siebter, in der vergangenen Woche stellte er einige "Streckenrekorde" auf den Pavé-Abschnitten im Training auf.
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Auf dem Pavé hat Tadej Pogacar zuletzt gute Erfahrungen gemacht

Fotocredit: Getty Images


"Ich erinnere mich noch, als die Tour über das Kopfsteinpflaster führte", sagte Gouvenou, der auch auf die Etappe 2022 einging - und Pogacars Auftritt dort relativierte. "Da hat er erst alles explodieren lassen, um dann nach einigen Kilometern ganz schön Probleme zu bekommen. Deshalb müssen wir mal abwarten – bei 55 Kilometer Pavé wird er an seine Grenzen stoßen."
Gouvenou weiß, wovon er spricht: Als Profi ging er selbst acht mal bei Roubaix an den Start und wurde 2002 beim Sieg von Tom Boonen Siebter.

"Pogacar wird den Schmerz spüren"

Die Rekorde, die aus Pogacars Trainingsfahrt bei Strava hervorgingen, sind - wie diese Zeiten generell - mit Vorsicht zu genießen. Aufgrund von äußeren Einflüssen sind die Zeiten kaum vergleichbar, Aufnahmen von Pogacars Ausfahrt zeigten ihn inzwischen im Windschatten eines Motorrads.
Für eine Sieg-Prognose halten diese Daten in jedem Fall nicht her. Zumal es bei Paris - Roubaix auf einiges anderes ankommt, wie Gouvenou sagte: "Der große Unterschied bei Paris – Roubaix zu anderen Rennen ist: Man kämpft zuallererst gegen den Kurs, dann erst gegen die Konkurrenten. Die Gegner kann er beherrschen, aber die Strecke? Mit der Dauer des Rennens wird er den Schmerz, die Erschütterungen durch das Pavé spüren, das summiert sich immer mehr, bis es vielleicht zu viel wird. Da wird er sein geringeres Gewicht im Vergleich zu den Kontrahenten bemerken: Er wird das Pflaster spüren!"
Bei der Flandern-Rundfahrt konnte er seine Rivalen an den Anstiegen in Probleme bringen - die gibt es auf dem Weg ins Velodrom in Roubaix praktisch nicht. Einen Unterschied zu machen, dürfte Pogacar also ungleich schwerer fallen, aber Gouvenou sagte auch klar: "Wenn er dennoch gewinnen sollte, geht er spektakulär in die Geschichte ein."
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Highlights: Ein Antritt und weg - Pogacar lässt Konkurrenz stehen

Quelle: Eurosport


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