Umstrittene Olympia-Schanze in Predazzo nachgebessert und getestet: "Flugkurve jetzt flacher"

Nach den schweren Stürzen bei der Generalprobe im Grand Prix hat der Ski-Weltverband FIS Nachbesserungen an der Olympia-Schanze von Predazzo im Val d'Fiemme bestätigt. Dabei wurden unter anderem an beiden Schanzen Anpassungen am Absprungwinkel vorgenommen. Erste Rückmeldungen von Testspringern, die am Dienstag über den Bakken gingen, deuten auf positive Auswirkungen der Änderungen hin.

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Quelle: Eurosport

Laut FIS-Renndirektor Sandro Pertile wurde der Winkel des Schanzentisches auf beiden Schanzen um jeweils ein halbes Grad nach oben korrigiert.
Zudem wurden die Schanzengrößen von 109 auf 107 Meter (Normalschanze) sowie von 143 auf 141 Meter (Großschanze) reduziert.
Am Dienstag testeten zehn italienische Skispringer*innen und Nordische Kombinierer*innen das neue Layout. "Der Test verlief positiv für beide Schanzen", sagte Pertile "skijumping.pl" und zeigte sich zufrieden mit den Umbauten: "Die Flugkurve ist jetzt flacher, das ist für die Athleten einfacher zu springen."
Am 9. und 10. November wird mit den italienischen Meisterschaften die ersten offiziellen Wettkämpfe auf den umgebauten Dal-Ben-Skisprungschanzen durchgeführt. Ab 7. Februar finden dann die Springen der Olympischen Winterspiele von Mailand und Cortina d'Ampezzo 2026 (live bei Eurosport und discovery+) dort statt.

Pinkelnig macht FIS Vorwürfe

Nach schweren Stürzen von Eva Pinkelnig (Österreich), Alexandria Loutitt (Kanada) und der Nordischen Kombiniererin Haruka Kasai (Japan), die im September in Predazzo allesamt Kreuzbandrisse erlitten, waren die beiden Olympia-Schanzen in die Kritik geraten.
Sie habe das Gefühl gehabt, dass sie "als Versuchskaninchen missbraucht" wurde, sagte die 37 Jahre alte Pinkelnig zuletzt im "ORF" und klagte den Ski-Weltverband FIS an: "Braucht es drei schwer verletzte Sportlerinnen oder zwei auf dieser Schanze und nur eine auf der Schanze daneben (...), um zu wissen, dass da was nicht hinhaut?"
Selbst FIS-Renndirektor Pertile hatte von einer "Fehlkonstruktion gesprochen". Die Frage sei daher: "Warum informiert man uns nicht?", meinte Pinkelnig. Es werde immer nur davon geredet, dass die Athleten im Mittelpunkt stünden - das sei aber offenkundig nicht so.
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Quelle: Eurosport


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