Alexander Zverev ein ernster Grand-Slam-Rivale für Jannik Sinner und Carlos Alcaraz? Goran Ivanisevic sagt nein
VonLukas Fegers
Publiziert 08/11/2024 um 17:28 GMT+1 Uhr
Nach Jahren als Profi und Coach auf der ATP Tour stürzt sich Goran Ivanisevic in ein neues Abenteuer: die WTA Tour. Der Wimbledon-Sieger von 2001 trainiert ab sofort die Kasachin Elena Rybakina. Über seine Beweggründe sprach der Kroate mit "Tennis Majors". Dabei warf er aber auch einen Blick auf das kommende Jahr der Männer - und räumte Alexander Zverev bei dessen großem Ziel keine Chancen ein.
Highlights: Zverev fegt Humbert im Masters-Finale vom Platz
Quelle: SNTV
In der Frage, ob Alexander Zverev bei den Grand-Slam-Wettbewerben im kommenden Jahr das Top-Duo Jannik Sinner und Carlos Alcaraz herausfordern kann, vertritt Goran Ivanisevic eine klare Meinung: nein!
Zverev habe "zu viele Höhen und Tiefen" in seinem Spiel, argumentierte der 53-Jährige: "Er spielt bis zu einem gewissen Punkt großartig. Dann kommt ein Match, in dem er sich wirklich zusammenreißen muss, in dem er sein Bestes geben muss - dann versagt er. Und gegen Alcaraz und Sinner muss man immer sein Bestes geben."
Zwar ist Zverev, immerhin siebenmaliger Masters-Champion, seit Montag wieder die Nummer zwei der Welt und damit erster Verfolger von Branchenprimus Sinner.
Doch außer dem Italiener und dessen spanischem Rivalen Alcaraz traut Ivanisevic "niemandem" realistische Chancen auf einen Erfolg in Wimbledon oder bei den Australian Open, French Open oder US Open zu.
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Goran Ivanisevic sieht Alexander Zverev nicht auf Augenhöhe mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz.
Fotocredit: Getty Images
Wirklich niemandem? Stimmt nicht ganz, denn auch seinen ehemaligen Schützling Novak Djokovic will Ivanisevic für 2025 nicht abschreiben.
Djokovic in einer Gruppe mit Sinner und Alcaraz
"Ich kann nicht wissen, ob und wie sehr er motiviert ist", sagte Ivanisevic, der den Grand-Slam-Rekordchampion von 2018 bis 2024 als Trainer begleitet und ihn zu zwölf seiner insgesamt 24 Grand-Slam-Titel geführt hat. "Aber in dem Moment, in dem er sich entscheidet zu spielen, bedeutet das, dass er unbedingt spielen will."
In dieser Woche erst hatte Djokovic seine Teilnahme an den ATP Finals in Turin abgesagt und dies unter anderem mit einer anhaltenden Verletzung begründet. Zuvor jedoch kursierten auch Aussagen des 37-Jährigen, denen zufolge er sich im Spätherbst seiner Karriere nur noch auf die Grand Slams und den Davis Cup konzentrieren wolle.
In Melbourne, Paris, London oder New York könne laut Ivanisevic durchaus der 25. Grand-Slam-Erfolg des "Djokers" folgen. Zwar seien Sinner und Alcaraz "überzeugend besser als der Rest des Feldes, aber ich stelle Novak in eine Gruppe mit ihnen. Denn wenn Novak wirklich spielen will, ist er meiner Meinung nach immer noch der Beste der Welt."
Ivanisevic bleibt Djoker-Fan: "es sei denn …"
Zwar konnte Djokovic in dieser Saison auf der ATP Tour kein Turnier für sich entscheiden, doch mit seinem Olympia-Triumph in Paris erfüllte sich der serbische Superstar zumindest den letzten zuvor unerreichten Traum seiner ruhmreichen Karriere.
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Highlights: Djokovic holt Gold in Final-Thriller gegen Alcaraz
Quelle: Eurosport
An der Seine bezwang Djokovic im Finale Alcaraz nach zeitweise faszinierenden 2:50 Stunden mit 7:6 (7:3), 7:6 (7:2) und zeigte, was auch im fortgeschrittenen Alter in ihm steckt.
"Wenn er so auf den Platz geht, dann kann er immer noch einen Slam gewinnen", ist sich Ivanisevic deshalb sicher - und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: "Ich muss nicht gegen Novak wettern, ich kann sein Fan bleiben. Es sei denn, er wechselt zum Frauentennis."
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