Wimbledon: Alexander Zverevs zweiter Gand-Slam-Sieg in Folge - was laut Kohlschreiber für einen Erfolg spricht
Update 29/06/2026 um 09:20 GMT+2 Uhr
Als frischgebackener French-Open-Sieger müsste Alexander Zverev eigentlich mit einer großen Portion dazugewonnenen Selbstvertrauens in den nächsten Grand Slam starten. Allerdings geht es in Wimbledon zurück auf den am wenigsten geliebten Belag des Hamburgers. Warum dies Zverevs Chancen beim Rasenklassiker nicht zwingend mindert, erklärt Philipp Kohlschreiber im exklusiven Eurosport-Interview.
Zverev vor Wimbledon: "Ich fühle mich anders dieses Jahr"
Quelle: SNTV
Es war das Ende einer der wohl längsten Grand-Slam-Durststrecken im Tennis. Nach rund 13 Profijahren holte sich Alexander Zverev in Roland-Garros den ersehnten Titel durch den Fünfsatzerfolg im Endspiel über den Italiener Flavio Cobolli (6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1).
Die härteste Konkurrenz in Form von Carlos Alcaraz (aufgrund von Verletzung nicht angetreten) und Jannik Sinner (in der zweiten Runde überraschend an Juan Manuel Cerúndolo gescheitert) konnte dem Olympiasieger dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung machen.
Und in Wimbledon? "Hinter Titelverteidiger Sinner ist Zverev für mich der Topfavorit, zumal Alcaraz nicht am Start ist", schätzt Philipp Kohlschreiber im Eurosport-Interview die Lage vor dem Rasenklassiker im All England Club ein.
Und das, obwohl der Untergrund selten auf Gegenliebe beim Hamburger stieß. Kein Zweifel, in Wimbledon wird auf dem bislang schwächsten Belag Zverevs gespielt. Hinzu kommt: Der Weltranglistendritte hat vor wenigen Tagen eine Rasenallergie offenbart, die nicht gerade als positives Signal zu werten ist.
Zverev 2.0? Kohlschreiber macht Mut
In den vergangenen zwölf Monaten gewann Zverev 31 seiner 44 gespielten Matches auf Rasen (70 Prozent Siegquote). Im Vergleich: Auf Sand weist die Statistik im gleichen Zeitraum starke 83 Prozent aus.
Wimbledon sei "schon immer das Grand-Slam-Turnier" gewesen, bei dem er sich "am schwersten getan" habe, betonte Zverev. 2025 scheiterte der Hamburger an der Church Road bereits in der 1. Runde am Franzosen Arthur Rinderknech.
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Tennis: Alexander Zverev gewinnt das Finale der French Open 2026 gegen Flavio Cobolli
Fotocredit: Getty Images
Doch trotz der Ausgangslage glaubt Kohlschreiber an die Chance für Zverev. Auch wenn das 2017, 2021 und zuletzt 2024 erreichte Achtelfinale (Niederlage gegen Taylor Fritz) als bislang bestes Ergebnis im All England Club zu Buche steht, sieht der Wimbledon-Viertelfinalist von 2012 positive Zeichen.
"Vielleicht erleben wir Alexander Zverev 2.0", erklärt Kohlschreiber. Die Begründung: "Er hat sich etwas gelöst von dem Habitus, dass er einer ist, der den Ball nur reinspielt und von weit hinter der Linie agiert." Der 29-Jährige sei "kreativer" geworden, bringe "mehr Stopps, streue mal Serve-and-Volley ein". Gerade in Wimbledon könnten diese Anpassungen zum Schlüssel werden.
Zverev startet in Wimbledon gegen Blockx
Zverev startet nach eigenen Angaben mit einem etwas anderen Gefühl als in den Vorjahren in das Traditionsturnier in Großbritannien: "Mit mehr Freude einfach, mehr Freiheit irgendwo auch, weil ich weiß, dass ich eins gewonnen und es geschafft habe", so der 29-Jährige.
"Die Konkurrenz scheint näher beisammen zu sein in Wimbledon", führt Kohlschreiber aus. "Trotzdem sehe ich Sinner als denjenigen, den es zu schlagen gilt. Dahinter kommt Zverev, der aus meiner Sicht derzeit einen großen Abstand zu den übrigen Rivalen hat."
Zum Start seiner Reise in Richtung zweitem Grand-Slam-Titel trifft die deutsche Tennishoffnung am Dienstag (30. Juni ab 14:00 Uhr im Liveticker) in der 1. Runde von Wimbledon auf den jungen Belgier Alexander Blockx.
Es ist das dritte Duell der beiden Profis in diesem Jahr - und es spricht alles für den Deutschen, der Blockx in Rom und Madrid die Grenzen aufzeigte. Man darf gespannt sein, wie kreativ Zverev in Wimbledon zu Werke geht.
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Quelle: Perform
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