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Trotz Verletzung von Reus und Brandt: Götze droht Abgang durch die Hintertür

Trotz Verletzung von Reus und Brandt: Götze droht Abgang durch die Hintertür

13/02/2020 um 18:10

Wegen der Verletzungen von Marco Reus und Julian Brandt muss Lucien Favre beim BVB am Freitag gegen Eintracht Frankfurt umbauen. Neben Giovanni Reyna und Emre Can könnte auch der bislang abgeschriebene Mario Götze zur Option werden. Auf dem Papier würde es passen, doch Favres bisherige Entscheidungen sprechen gegen den 27-Jährigen, dem langsam aber sicher der Abgang durch die Hintertür droht.

Die Stimmung auf der BVB-Pressekonferenz am Mittwoch war überraschend gut.

Eine Personalie blieb jedoch außen vor: Mario Götze.

Und das, obwohl es seit längerer Zeit wieder Anlass gegeben hätte, über den 27-Jährigen zu sprechen.

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Reus und Brandt fehlen: Letzte Chance für Götze?

Die Chance für Götze? Der WM-Held von 2014 bekam in der laufenden Saison noch fast keine Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Gerade einmal 582 Einsatzminuten gönnte ihm Favre über alle Wettbewerbe hinweg. Nur drei davon in fünf Spielen in der Rückrunde.

Obwohl die aktuelle Personalsituation quasi nach Götze schreit, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass der einstige Überflieger auch gegen die Eintracht auf der Bank versauern wird.

Dafür spricht nicht erst die Tatsache, dass der Offensivspieler, über den Favre in Pressekonferenzen zu Saisonbeginn noch regelmäßig ausgequetscht wurde, nicht einmal mehr eine Nachfrage wert war.

BVB: Reyna hat Götze überflügelt

Im Sturm hat Wunder-Neuzugang Erling Haaland Götze aus dem Stand hinter sich gelassen. In der Offensive stehen Jadon Sancho und Thorgan Hazard klar vor dem ehemaligen Nationalspieler in der Hackordnung – und selbst der 17-jährige Giovanni Reyna hat Götze mittlerweile überflügelt.

Über den sprach Favre am Mittwochnachmittag nämlich. Reyna sei "immer ein Kandidat", so der Schweizer:

"Wir werden sehen mit welchem System wir spielen."

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Entschieden hat sich der Coach also noch nicht (wobei "wir werden sehen" die Standard-Floskel des 62-Jährigen ist). Also spinnen wir den System-Gedanken mal für einen Moment weiter.

In Leverkusen setzte Favre überraschend wieder auf ein 4-2-3-1 – ohne Erfolg. Auch wenn der Schweizer (natürlich) nicht verraten wollte, mit welcher taktischen Aufstellung er seine Mannschaft am Freitag ins Rennen schicken wird, ist eine Rückkehr zum zuletzt erfolgreich praktizierten 3-4-3 die wahrscheinlichste Option.

Während die offensive Dreierreihe mit Sancho, Haaland und Hazard/Reyna gesetzt sein dürfte, bliebe dann immer noch ein Platz in der Zentrale neben Axel Witsel.

Götze droht der Abgang durch die Hintertür

Für Götze bliebe also erneut kein Platz. Natürlich sind das alles nur Gedankenspiele, doch die Erfahrung der bisherigen Saison spricht nunmal nicht für das einstige Top-Talent.

Im Sommer läuft Götzes Vertrag aus. Dann wird er den Verein aller Voraussicht nach verlassen. Den Glauben an einen Verbleib dürften mittlerweile selbst die Hardcore-Romantiker unter den BVB-Fans verloren haben. Zumindest solange Favre Trainer ist.

"Wir werden uns sicher im Frühjahr zusammensetzen und dann auch eine finale Entscheidung treffen", sagte Sportdirektor Zorc Mitte Janaur in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Laut "BILD" ist der Abgang aber längst beschlossene Sache. Auch wenn die Chance auf einen Startelfeinsatz gegen Frankfurt sehr gering ist, könnte es bereits Götzes letzte sein.

Gibt ihm Favre noch einmal die Chance, sich, dem BVB und besonderes anderen Vereinen zu zeigen, was in ihm steckt? Wenn nicht, droht das Kapitel Götze unrühmlich zu Ende zu gehen. Durch die Hintertür.

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