ATP Indian Wells: Alexander Zverev und Carlos Alcaraz jagen Jannik Sinner - Titelduelle und Kampf um die Nummer eins
Update 04/03/2025 um 15:26 GMT+1 Uhr
Am Mittwoch fällt der Startschuss für das erste Masters-Turnier des Jahres - und in Indian Wells ist für reichlich Brisanz gesorgt. Ausgerechnet am Schicksalsort von Jannik Sinner stehen dessen Rivalen im Kampf um Platz eins im Ranking, Alexander Zverev und Carlos Alcaraz, unter besonderem Druck. Die Ausnahmekönner müssen nach den schwachen Auftritten der vergangenen Wochen endlich abliefern.
Tien shocks Zverev in straight sets in Mexico
Quelle: SNTV
Unter Druck entstehen bekanntlich Diamanten. Im kalifornischen Indian Wells dürfte so manches Barometer dieser Tage nach oben ausschlagen - zumindest wenn man auf die Namen Alexander Zverev und Carlos Alcaraz schaut.
Der deutsche Olympiasieger von Tokio und der viermalige Grand-Slam-Sieger aus Spanien stehen beim ersten Masters-Turnier des Jahres (5. bis 16. März) unter Zugzwang. Die Nummer eins der Welt ist das ausgerufene Ziel der beiden Superstars und in Indian Wells könnten sie auf den aktuellen Spitzenreiter ordentlich Boden gutmachen.
Aufgrund seiner bis zum 4. Mai andauernden Dopingsperre kann der italienische Vorjahreshalbfinalist nicht eingreifen und sieht die ärgste Konkurrenz ausgerechnet an seinem Schicksalsort, an dem er vor rund einem Jahr positiv auf Clostebol getestet worden war, mit den Hufen scharren.
Vor allem bei Zverev erwiesen sich die zurückliegenden Wochen allerdings nicht als Mutmacher, darüber hinaus wartet in Indian Wells bereits in der Anfangsphase die eine oder andere knifflige Aufgabe.
Zverev: Die Jagd nach der eins wird hart
Nichts weniger als Titel: Mit diesem Mindset reiste Zverev in die Vereinigten Staaten von Amerika. Beim Sunshine Double, bestehend aus den Masters-Wettbewerben in Indian Wells und Miami (19. bis 30. März), sollte der 27-Jährige mindestens eine Trophäe abräumen, um Sinner vor dessen Comeback in der Weltrangliste noch gefährlich zu werden.
Aktuell trennen die beiden 3195 Punkte, bei seiner Rückkehr zum Masters in Rom wird Sinner bei 9730 Zählern stehen. Da Zverev (8135) von den bis dahin maximal 4500 möglichen Punkten noch 800 aus der vergangenen Saison verteidigen muss, macht das ein Soll von 2395, das der Hamburger insgesamt aufholen muss. Ausrutscher sind demnach keine erlaubt!
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Alexander Zverev steht in Indian Wells unter Zugzwang
Fotocredit: Getty Images
Das ist jedoch leichter gesagt, als getan. Der vergangene Monat entpuppte sich für den Australian-Open-Finalisten nämlich nicht als Startschuss für eine Aufholjagd. In Bueno Aires, Rio de Janeiro und Acapulco gelangen der deutschen Nummer eins nur vier Siege, denen gegenüber standen drei frühe und vor allem bittere Niederlagen.
Zum Auftakt von Indian Wells erhält der an Nummer eins gesetzte Zverev wie auch die anderen Topspieler ein Freilos. In der Runde der letzten 64 steht er dann dem Sieger zwischen Tallon Griekspoor und Miomir Kecmanovic gegenüber. Im Sechzehntelfinale könnte er auf den französischen Shootingstar Giovanni Mpetshi Perricard treffen. Auf die leichte Schulter darf Zverev in dieser Phase keine Herausforderung nehmen.
Alcaraz träumt vom Triple
Alcaraz' Abenteuer in kalifornischen Gefilden beginnt indes gegen Quentin Halys oder einen noch zu ermittelnden Qualifikanten, eine Runde später könnte bereits der Kanadier Denis Shapovalov warten.
In den vergangenen Jahren erwies sich Indian Wells als goldenes Pflaster für den Spanier, zweimal in Folge tütete er den Titel ein. Das Kunststück von drei Triumphen in Folge gelang bislang nur den beiden Granden Novak Djokovic und Roger Federer.
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ATP Doha : Quarter Final - Highlights - Alcaraz - Lehecka (SNTV)
Quelle: Eurosport
Nach seinem Titelgewinn in Rotterdam Anfang Februar schien der 21-Jährige sich auf einem vielversprechenden Weg zu befinden, in Doha kassierte er im Viertelfinale gegen den Tschechen Jiri Lehecka schließlich einen Dämpfer.
Um Sinner noch vor dessen Rückkehr auf die ATP Tour an der Weltspitze abzufangen, braucht Alcaraz ein kleines Wunder. 1400 Punkte muss der Superstar verteidigen, 2220 Zähler zusätzlich sammeln. Alles andere als ein einfaches Unterfangen - vor allem, weil ihm der Altmeister in die Suppe spucken könnte.
Djokovic will zurückschlagen - Wundertüte Medvedev
Im Viertelfinale droht Alcaraz nämlich ein Duell mit Djokovic. Die serbische Lichtgestalt würde mit seinem insgesamt sechsten Titel in Indian Wells an Roger Federer vorbeiziehen und zum alleinigen Rekordsieger avancieren. Doch beim 37-Jährigen überwiegen die Zweifel.
Nachdem er sich im Viertelfinale der Australian Open noch nahezu heroisch gegen Alcaraz durchgesetzt hatte (4:6, 6:4, 6:3, 6:4), zwang ihn sein Körper im Halbfinale gegen Zverev zur Aufgabe. Vor wenigen Tagen in Doha kassierte er schließlich seine erste Auftaktniederlage seit 2018.
Aber auch ein angeschlagener Löwe kann noch beißen, mit dem Djoker ist auf Hartplatz immer zu rechnen. Dem Rekord-Grand-Slam-Champion steht übrigens eine besondere Herausforderung bevor: Sollte sich Nick Kyrgios in Runde eins gegen einen Qualifikanten durchsetzen, würde er Djokovic zum Tanz bitten.
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Novak Djokovic
Fotocredit: Getty Images
Auf derselben Turnierbaumhälfte wie Zverev befindet sich übrigens Daniil Medvedev und damit eine regelrechte Wundertüte.
In keinem seiner bisherigen Turniere 2025 gelangen dem Russen mehr als zwei Siege, bei den beiden zurückliegenden Ausgaben vom Masters in Indian Wells lief er aber jeweils zur Höchstform auf. Zweimal in Folge stand der US-Open-Sieger von 2021 im Finale, musste sich aber stets Alcaraz geschlagen geben.
Doch gerade in den ganz großen Momenten vermag Medvedev Matches mit dem ein oder anderen Psychospielchen zu seinen Gunsten zu drehen - ein Szenario, mit dem sich Zverev in einem möglichen Halbfinale auseinandersetzen müsste.
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Kerber erklärt ihre neue Rolle beim DTB
Quelle: Eurosport
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