FIA WTCR

Stark gefahren, heftig abgeflogen: Langevelds WTCR-Abenteuer geht weiter

Stark gefahren, heftig abgeflogen: Langevelds WTCR-Abenteuer geht weiter
Von FIA WTCR

27/06/2019 um 12:00Aktualisiert 27/06/2019 um 14:24

Niels Langeveld zeigte im WTCR / OSCARPO auf der Nürburgring-Nordschleife eine kämpferische Leistung, indem er nach heftigem Trainingsunfall noch in die Punkteränge fuhr.

Ohne viel Erfahrung auf der 25,378 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife trat Niels Langeveld am vergangenen Wochenende zum WTCR-Rennen von Deutschland an. Im ersten Freien Training überzeugte er mit seinem Audi RS 3 LMS vom Comtoyou Team Audi Sport mit P10 in der Zeitentabelle.

Im zweiten Freien Training lag Langeveld dann auf P3, als es schief ging. Er legte einen heftigen Abflug hin. "In der ersten Session konnte ich nur zwei fliegende Runden fahren, schaffte es aber trotzdem auf P10. In der zweiten Session ging ich direkt mit frischen Reifen raus und fuhr die schnellste Runde. Das war wirklich unglaublich, weil niemand damit gerechnet hatte. Ich flog nur so, denn mein Auto fühlte sich gut an. Ich hatte viel Vertrauen und entschied mich für einen weiteren frischen Reifensatz", erinnert sich Langeveld.

"Doch ein kleines technische Problem genau an der falschen Stelle führte dazu, dass ich heftig crashte", so der Niederländer weiter. "Von da an war das Wochenende ein einziges Chaos. Das erste Qualifying musste ich komplett auslassen. Im zweiten Qualifying konnte ich zwar fahren, aber das Auto war immer noch so stark beschädigt, dass ich nicht 100 Prozent abrufen konnte. Das hatte zur Folge, dass ich alle drei Rennen von ganz hinten starten musste."

Trotz seiner schlechten Startposition gelang es Langeveld in Rennen 1 von P26 bis auf P14 nach vorn zu fahren. In Rennen 2 fuhr er sogar von P26 bis auf P12 nach vorn.

"Weil der Topspeed des Audi richtig gut ist, habe ich sowohl in den Kurven als auch auf der Geraden jede Menge Autos überholt. Mit etwas mehr Glück hätte ich Achter oder Neunter werden können [in Rennen 3], aber beim Start wurde ich berührt und dabei kam ich aus Versehen auf den Knopf für die Geschwindigkeitsbegrenzung für die Boxengasse. Dadurch verlor ich ein paar Positionen. Insgesamt war es ein Wochenende voller Frustration und Emotionen, aber damit muss man umgehen. Ich bin trotzdem gut drauf", so Langeveld.

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